„Soziales Gewissen“ des DRK im Ruhestand

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Bei einem Empfang vor der Mosbacher DRK-Rettungswache an der Sulzbacher Straße wurde Gerhard Weidner (3.v.li.), im Beisein seiner Ehefrau, von Präsident Gerhard Lauth (li.), SGH Ludwig Prinz von Baden 2.v.li.) , seinem Stefan Kohler (2.v.re.) und Kreisgeschäftsführer Steffen Blaschek (re.) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. (Foto: pm)

DRK-Kreisverband Mosbach verabschiedete Gerhard Weidner

Mosbach. (pm)  Am 01. Oktober 1998 trat Gerhard Weidner seinen Dienst als Abteilungsleiter für die sozialen Dienste beim DRK-Kreisverband Mosbach an. In über 22 Jahren ist der Waldbrunner die personifizierte soziale Rotkreuzarbeit in der Großen Kreisstadt und ihrer Umgebung geworden.

Am Donnerstag wurde Weidner bei einem Empfang mit rund 50 geladenen Gästen vor der DRK-Rettungswache an der Sulzbacher Straße in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Weidner kann auf eine erfahrungsreiche Laufbahn über verschiedene Wirkungsstätten zurückblicken. Nach der Mittleren Reife hatte er zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger absolviert. Später bildete er sich bei der IHK zum Fachwirt für Alten- und Krankenpflege weiter. Sein beruflicher Weg führte den gebürtigen Viernheimer über mehrere Stationen im Bereich der Altenpflege sowie der sozialen Arbeit 1998 zum DRK-Kreisverband Mosbach. Der damalige Geschäftsführer Linus Vetter vertraute ihm hier die Stelle des Leiters für soziale Dienste an.

„Er ist bis heute das soziale Gewissen des Roten Kreuzes in Mosbach“ würdigte Präsident Gerhard Lauth in seiner Laudatio Weidners Verdienste. Seine persönliche Wertschätzung und das Vertrauen der ihm anvertrauten Menschen sei „ein unbezahlbares Gut“, beschrieb Lauth.

Weidner habe sich diese Basis über viele Jahre hinweg durch seinen bodenständigen und emphatischen Stil erarbeitet. Das Umsatzvolumen von zuletzt knapp drei Millionen Euro im Jahr 2020 deute ebenfalls den Stellenwert an, den die von ihm geführte Abteilung beim Mosbacher DRK inzwischen habe.

Von einer „rockigen Person, die vieles gerockt hat“, sprach Renate Körber, Sozialdezernentin im Landratsamt Neckar-Odenwald. Die Zusammenarbeit der Sozialbehörde mit Gerhard Weidner aufseiten des DRKs habe immer wieder gezeigt, „dass da jemand tätig ist, der weiß, wovon er spricht“.

Die „stets höchste Kompetenz“ der Aufgabenerfüllung unterstrich auch Markus Kaufmann, Abteilungsleiter für Sozialarbeit beim DRK-Landesverband Baden-Württemberg. Gerhard Weidner habe durch seine Innovation immer wieder neue lokale Betätigungsfelder eröffnet. So der Kleiderladen sowie das Aufnahmehaus für Obdachlose. Vertreterinnen „seiner“ 120 Mitarbeiter ergriffen ebenfalls das Wort, um ihren „menschlichen Chef vom alten Schlag“ für die Zusammenarbeit zu danken.

Die Anerkennung und guten Wünsche von vielen Seiten gab Gerhard Weidner gerne zurück. In seinen Dankesworten brachte er einerseits Freude auf den neuen Lebensabschnitt. Ganz werde er dem Deutsche Rote Kreuz aber nicht „Adieu“ sagen, da er seine Tätigkeit immer als persönliche Herzensangelegenheit gesehen habe. Deshalb hat er eine Nebenbeschäftigung beim DRK angenommen.

Zukünftig fungiert der „Un“-Ruheständler als Leiter einer neuen Pflegeberatungsstelle im DRK-Seniorenheim Waldbrunn. Außerdem arbeite er seit Jahresbeginn seinen Nachfolger Stefan Kohler ein.

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