Aus dem Rollstuhl aufs Rad gekämpft

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Die besonders soziale und willensstarke Schülerin Maren Küppers gedenkt während ihrer „Tour der Freiheit“ von Hamburg nach Heidelberg ihrer verstorbenen Freundin und sammelt Spenden für die Kinderkrebsstiftung. (Foto: pm)
 Neckargemünd. (pm) Im Krankenhaus oder in der Reha werden völlig fremde Bettnachbarinnen zu Verbündeten im Kampf gegen die Krankheit. Maren Küppers (inkomplett querschnittsgelähmt) und Maura (Gehirntumor) wurden zu Freundinnen. Als Maren nach ihrer achten mehrstündigen Wirbelsäulenoperation trotz ihres starken Willens die Kraft verließ, ermutigte Maura sie durch ein gegenseitiges Versprechen, nicht aufzugeben: „Wenn wir hier gesund rausgehen, dann reiten wir gemeinsam durch den Schwarzwald.“

Maura wurde nur 28 Jahre alt. Maren ist jetzt 21 Jahre alt und „zurück auf zwei Beinen!“ Das Versprechen hält sie: Zwar nicht „zu Pferde“ durch den Schwarzwald, sondern auf dem Drahtesel reist sie im August quer durch Deutschland, von Hamburg nach Heidelberg. Sie nennt ihre Fahrt „Tour der Freiheit“ und hat ein Ziel: „Ich möchte im Gedenken an Maura 5.000 Euro als Spende für die Kinderkrebsstiftung sammeln. Maura war Kindergärtnerin und liebte Kinder.“

Die SRH Stephen-Hawking-Schule ist stolz auf die willensstarke Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums und deren soziales Engagement. Maren Küppers ist immer wieder aufgestanden, nach jeder Operation hat sie neu laufen gelernt. Sie ist behindert, findet es „bescheuert“, im Rollstuhl zu sitzen, kämpft sich sich heraus und, läuft an Krücken und nimmt die „Fortschritte“ beim Wort. Am liebsten fährt sie auf ihrem Fahrrad, das mit drei Rädern ihren Bedürfnissen angepasst worden ist.

Die junge Frau sieht in der Behinderung keinen Grund, ihren Traum nicht zu verwirklichen: „Ich möchte zeigen, dass jeder Mensch frei sein kann. Meine „Tour der Freiheit“ soll Menschen in ähnlichen Situationen motivieren, weiter zu kämpfen, an sich zu glauben und die Hoffnung nicht aufzugeben.“

Nach drei Jahren Vorbereitung startet Maren Küppers am kommenden Sonntag in Hamburg. In der Hansestadt ist sie aufgewachsen, bis sie eine inkomplette Querschnittslähmung erlitt, aus der sich eine schwerwiegende Wirbelsäulendeformation entwickelte.

„In Hamburg habe ich mich überall da gesehen, wo ich Fußgängerin war. Deshalb habe ich die Schule gewechselt und bin ins Internat der Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd gezogen.“ Am 31. August möchte sie hier wieder ankommen.

Ihre „Tour der Freiheit“ muss immer wieder den aktuellen Herausforderungen angepasst werden. So wurden manche Landstriche, die auf der geplanten Strecke lagen, durch die Hochwasser-Katastrophe Mitte Juli unpassierbar.

Maren Küppers kann man auf der „Tour der Freiheit“ begleiten, denn sie berichtet kontinuierlich auf ihrer Facebook-Seite
und auf Instagram. Über diese Social-Media-Kanäle ist sie auch gut persönlich zu erreichen.

Infos im Internet:

www.facebook.com/MarenTourderFreiheit
www.instagram.com/tour_der_freiheit

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