Bürger fordern Reduzierung von Fluglärm

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(Foto: Liane Merkle)

Unterschriftenliste gegen Gesundheitsgefährdung

Seckach.  (lm) „Als generelles Hauptziel erheben wir die Forderung, den Fluglärm rund um den Sonderlandeplatz in Schlierstadt-Seligenberg deutlich zu reduzieren, um so die Gesundheit der in der Umgebung des Flugplatzes wohnhaften Bevölkerung nachhaltig und vor allem an Wochenenden, Sonn- und Feiertagen sowie abends zu schützen“, so der Tenor der Beschlussfassung des Gemeinderates in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung in der Seckachtalhalle.

Wie Bürgermeister Thomas Ludwig weiter anfügte, strebe man ein vernünftiges Miteinander zwischen dem Flugplatzbetreiber, der Firma Southsidebase GmbH, und der Wohnbevölkerung in der Umgebung an, wobei deren Gesundheitsschutz bei allen Entscheidungen oberste Priorität besitze.

Grund für diese Aussagen ist ein seit geraumer Zeit schwelender Disput zwischen weiten Teilen der durch Fluglärm betroffenen Anwohner und dem Betreiber des Sonderlandeplatzes.

300 Bürgerinnen und Bürger aus Seckach und der Umgebung hatten sich im Rahmen einer Unterschriftenaktion mit ihrer Unterschrift gegen den gestiegenen Flugbetrieb und gegen die damit verbundene gesundheitsgefährdende Lärmbelästigung öffentlich ausgesprochen.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte ehemals die Erlaubnis erteilt, auf dem Sonderlandeplatz Schlierstadt-Seligenberg mit dem Flugzeug Pilatus Porter PC6 zu starten und zu landen. Dies diente in erster Linie für den Transport von Fallschirmspringern. Die Firma Southsidebase hatte nun eine Verlängerung dieser Genehmigung beantragt, mit einer deutlich erweiterten Vertragsänderung.

Aufgrund eines gestiegenen Freizeitvergnügens mit einer stetig steigenden Anzahl an Fallschirmspringern, will man erstmals folgende Zusätze im Genehmigungsbescheid beinhaltet sehen. Demnach sollen Flugzeuge bis zu einem Höchstabfluggewicht von 2.000 kg (bislang 1.750 kg) starten und landen können. Weiter beantragt man neben der derzeit in Betrieb befindlichen Pilatus Porter PC6 die Zulassung für Luftfahrzeuge Kodiak 100 und Cessna C 208 Caravan.

Weiter will die Betreiberfirma in ihrem Antrag erreichen, dass von den befristeten Ausnahmen der Außenstart- und Landeerlaubnisse Abstand genommen wird und diese in unbefristete Genehmigungen umgewandelt werden.

Da die Gemeinde Seckach erstmals in das Genehmigungsverfahren als Träger öffentlicher Belange einbezogen wurde, sprach man sich auch namens der betroffenen Einwohner wie z.B. von Zimmern, dem Kinder- und Jugenddorfes Klinge und in den östlichen Wohngebieten von Seckach für den o.a. Einwand aus.

Bürgermeister Ludwig im Schreiben an das Regierungspräsidium Stuttgart: „Tragen sie als Genehmigungsbehörde dazu bei, dass ein tragfähiger Kompromiss gefunden wird, der die Lärmbelästigung für die Anwohner in Intensität und Dauer spürbar reduziert wird und damit unser höchstes Gut – die Gesundheit – nachhaltig geschützt wird“.

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