Die Stadt blüht auf

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(Foto: Boris Wischnewski)

Bauhof der Stadt Lauda-Königshofen begrünt Stadtgebiet

Lauda-Königshofen. (pm) In den vergangenen Wochen waren sie überall zu sehen – die fleißigen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Gerade jetzt im Frühling werden vielerorts im Stadtgebiet viele Pflege- und Bepflanzungsarbeiten durchgeführt, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern viele kleine Mikrohabitate für zahlreiche Insektenarten schaffen.

Bei der Wahl der Bäume, Bodendecker, Stauden und Blumen wird viel Wert darauf gelegt, dass die ausgewählten Pflanzen besonders bienenfreundlich sind, also über ein ausgewogenes Angebot an Nektar und Pollen verfügen.

So wurden auch zwei noch recht junge Exemplare des sogenannten Bienenbaumes, auch Tausendblütenstrauch genannt, gepflanzt, die besonders bienenfreundlich sind. Wer wachsamen Auges durch Lauda-Königshofen geht oder radelt, dem fallen die aufwändigen Arbeiten auf.

An der Allee am Sportplatz Lauda und in der Ortsdurchfahrt von Königshofen blühen gerade die Narzissen, am Kloster in Gerlachsheim oder auf dem Radweg „Liebliches Taubertal – der Klassiker“ zwischen Königshofen und Unterbalbach sorgen ebenfalls schon bald neu gepflanzte Bäume und Stauden für einen herrlichen visuellen Eindruck.

Dieser Tage bekommt man den Eindruck, dass es wirklich überall besonders schön grünt und blüht. Auch werden den Sommer über wieder Wildblumenwiesen nicht nur das Auge erfreuen, sondern positive Einflüsse auf die Tierwelt haben.

Ein Blick in den Wetterbericht genügt, um festzustellen, dass der Winter endlich und getrost abgehakt werden kann. Auch der Bauhof der Stadt Lauda-Königshofen hat sich auf den Frühling eingestellt und tut alles, damit die bunte Saison gebührend im Stadtgebiet begrüßt wird. Insbesondere die Gärtner sind tatkräftig mit ihren Handwerksgeräten im Einsatz, so wie hier im Neubaugebiet Großer Flur oder in anderen Grünanlagen im Stadtgebiet.

Alles wächst, blüht und duftet – die Lust auf den Frühling scheint sich angesichts der Blütenpracht wie von selbst einzustellen. Auch die städtischen Brunnen, die jetzt wieder in Betrieb genommen werden, tragen dazu bei, diese Jahreszeit charmant zu unterstreichen.

(Foto: Boris Wischnewski)
Besonders auffällig ist der riesige gelbe Narzissenteppich an der Allee beim Sportplatz Lauda. Das blühende gelbe Meer erfreut das Auge und die Insekten zugleich, ist aber weit durchdachter, als es auf den ersten Blick anmuten mag.

Die Pflanzenreihe, die jedes Jahr um ein kleines Teilstück verlängert werden soll, besteht aus unterschiedlichen Narzissenarten. Diese verschiedenen Arten blühen etwas zeitversetzt und unterschiedlich lange. So bleibt nicht nur der sonnige Anblick besonders lange erhalten, sondern Insekten finden so über einen längeren Zeitraum Nahrung, da einige Arten bereits im Frühling fliegen, andere wiederum zu einem späteren Zeitpunkt.

Auch wird die Bepflanzung immer im Hinblick auf Nachhaltigkeit geplant und durchgeführt. Die im Erdreich verborgenen Blumenzwiebeln der Sommerfloorbepflanzung werden nicht etwa entsorgt, sondern andernorts wieder gesetzt. Die Pflanzen, die sich über den Jahreswechsel Am Wörth befanden, sind jetzt beispielsweise am Bahnhof in Königshofen eingepflanzt worden und entfalten jetzt dort ihre volle Blütenkraft.

Im Neubaugebiet Großer Flur in Lauda fanden Bepflanzungen mit Bäumen, Bodendeckern und Stauden statt. Neben Erle, Felsenbirne und Weißdorn ist dort eine Besonderheit gepflanzt worden: der Ginkgobaum. Aufgrund seiner fächerförmigen, lang gestielten Blätter wirkt der Baum wie ein Laubgehölz, gehört botanisch allerdings zu den Nadelbäumen.

Der sommergrüne Gingko ist pflegeleicht und weist einen locker verzweigten Wuchs auf. Ein weiteres Highlight ist der Amberbaum, der wegen seiner interessant geformten Blätter auch Seesternbaum genannt wird. Zerreibt man die Blätter, verströmen sie einen angenehm süßlichen Duft.

Bekannt ist der Baum vor allem dafür, dass sich die Blätter im Herbst von Gelb bis Feuerrot färben. Neben den erwähnten Arten wächst hier entlang einer Muschelkalkmauer auch das besonders insektenfreundliche Geranium. Eine robuste, üppig blühende Wildstaude, die den Boden komplett bedeckt und von Mai bis September farbenprächtig blüht.

Ein besonderes Kleinod ist der Klostervorplatz in Gerlachsheim, wo auch wieder ein besonderes Augenmerk auf Artenvielfalt und Insektenfreundlichkeit gelegt wurde. Noch ist kaum zu erahnen, welche Schätze hier mit den Jahren in die Höhe sprießen werden, aber an dieser Stelle seien bereits ein paar Details verraten.

Hier wurde ein Liebesperlenstrauch gepflanzt, der im dritten Jahresviertel eine wunderschöne Herbstfärbung aufweist und im Winter liane Beeren als Fruchtschmuck trägt. Ferner wurden verschiedene Salbeiarten wie die Klassiker Lavendel und Katzenminze gepflanzt. Auch der Sonnenhut sowie verschiedene Geraniumarten oder Origanum stehen den Insekten als Nahrungsquelle zur Verfügung.

(Foto: Boris Wischnewski)
An der Rampe am Eingang der Arztpraxis wurden ebenfalls insektenfreundliche Stauden wie Astern, Taglilien und das sogenannte Mädchenauge gepflanzt, welche durch einzelne Ziergräser ein lockeres Erscheinungsbild bieten.

Dem interessierten Radfahrer wird an anderer Stelle auffallen, dass am Radweg „Liebliches Taubertal – der Klassiker“ zwischen Königshofen und Unterbalbach junge Trauerweiden mit weißem Anstrich gepflanzt wurden. Trauerweiden werden ca. 15 bis 20 Meter hoch und bis zu 15 Meter breit. Ein wunderschön anzuschauender Baum, der zugleich unzähligen Insekten- und anderen Tierarten als Nahrungsquelle und Wohnraum dient.

Der Weißanstrich zahlreicher Bäume im Stadtgebiet hat übrigens einen verblüffend einfachen und praktischen Hintergrund. Die Farbe Weiß reflektiert das Sonnenlicht, sodass sich die Baumrinde nicht so stark erwärmt. Das ist besonders wichtig, denn bereits Frühlingstemperaturen können ausreichen, dass Rindenschäden entstehen.

Die Folgen sind flächiges Absterben und Abblättern der Rinde. Auch im Winter schützt der Weißanstrich vor Spannungsrissen in der Rinde, wenn die Spätwintersonne auf die bereits gefrorene Rinde scheint.

Die einzelnen Bepflanzungen wurden bereits im vergangenen Herbst ausgiebig geplant und durchdacht. Immer im Hinblick auf Tier- und Umwelt sowie Nachhaltigkeit. Da versteht es sich fast von selbst, dass die durch den Bauhof der Stadt Lauda-Königshofen angeschafften Pflanzen nach Möglichkeit aus gesunden Züchtungen regionaler Baumschulen stammen.

Hinter der vermeintlich einfachen Bepflanzungen im Stadtgebiet stecken viel Aufwand, Planung und Wissen. Den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs ist es eine Herzensangelegenheit, allen Bewohnern und Gästen der Stadt Lauda-Königshofen ganz viel Freude beim Entdecken der vielen bunten Pflanzenoasen zu machen.

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