Waldschwimmbad öffnet wegen Krieg später

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(Foto: pm)

Saisonkarten sind ab 16. Mai zu erwerben – Hallenbad schließt am 25. Mai

Buchen. (pm) Im letzten Jahr wurde die Öffnung des Waldschwimmbades wegen der Corona-Pandemie vom traditionellen 01. Mai auf den 01. Juni verschoben. 2022 gibt es Corona nach wie vor, aber der Grund, warum die Öffnung erst am 26. Mai (Christi Himmelfahrt bzw. „Vatertag“) stattfinden wird, ist ein anderer.

Mit dieser Maßnahme soll Energie eingespart werden. Denn das Waldschwimmbad wird beheizt. Mit Gas, das wegen des Ukraine-Kriegs und der schwierigen Beziehungen zu Russland dringend eingespart werden soll.

„Hier wollen wir als Eigenbetrieb Energie und Dienstleistungen Buchen (EDB) ein Zeichen setzen. Für weniger Gas aus Russland und für den Umweltschutz“, erklärt Bürgermeister Roland Burger dazu. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Durch die spätere Öffnung werden voraussichtlich 10.000 kWh Strom und 40.000 kWh Gas weniger verbraucht.

Wer seiner Gesundheit zuliebe dennoch schwimmen gehen möchte, kann das stattdessen im Hallenbad tun. Denn das wird bis zum 25. Mai nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Öffentlichkeit und bis zum 03. Juni für Vereine offenbleiben. Geheizt werden muss dort wegen der Schulen und der Vereine ohnehin, ein Mehraufwand fällt also nicht an.

Dienstag, Donnerstag („Warmbadetag“) und Freitag ist jeweils von 17 bis 21 Uhr geöffnet, Sonntag von 9 bis 12 Uhr. Apropos Warmbadetag: Zusätzlich werden hier durch eine ab sofort durchgeführte Temperaturabsenkung von bisher 31 Grad auf 29 Grad 10 bis 20 Prozent des üblichen Gasverbrauchs eingespart, abhängig von der jeweiligen Außentemperatur.

Babyschwimmkurse werden aktuell nicht angeboten. Einzeltickets für das Hallenbad gibt es online, für nicht internetversierte Badegäste bei den Stadtwerken bzw. ab Mai auch wieder am Automaten im Hallenbad. Für ermäßigte Tickets muss der entsprechende Ausweis bereitgehalten werden.
Für das ab dem 26. Mai geöffnete Waldschwimmbad soll das in der Coronazeit etablierte und weiter entwickelte Ticketsystem genutzt werden.

Einzelne Terminbuchungen sind zum derzeitigen Stand der Coronaverordnungen nicht mehr notwendig und auch eine Kontaktverfolgung wird seit Februar nicht mehr verlangt, was die Handhabung im Vergleich zum letzten Jahr sehr viel einfacher macht.

Einzeltickets zum Preis von 4 Euro für Erwachsene (ermäßigt (gegen Nachweis) 2 Euro, für Kinder und Jugendliche von 7 bis 18, Schüler und Studenten sowie behinderte Menschen) sind online oder im Freibad am Automaten erhältlich.

Saisonkarten können ab dem 16. Mai online erworben werden. Der nach dem Bezahlvorgang einmalig erzeugte QR-Code, der auf dem Smartphone gespeichert werden oder alternativ ausgedruckt werden kann, sichert den individuellen Zutritt während der gesamten Saison. Badegäste ohne Internetzugang können die Karten ebenfalls ab dem 16. Mai direkt in den Stadtwerken kaufen.

Regulär kostet die Karte 60 Euro, ermäßigt 30 Euro. Eine Saisonkarte für eine Familie mit einem Erwachsener und allen Kindern ist für 75 Euro zu haben, eine Familie mit zwei Erwachsenen und allen Kindern zahlt 100 Euro. Inhaber eines Landesfamilienpasses wenden sich wegen einer Vergünstigung direkt an die Stadtwerke.

Die Öffnungszeiten für das Freibad sind wie folgt geplant:

  • vom 26. Mai bis 03. Juni täglich von 9 bis 18 Uhr,
  • vom 04. Juni bis 27. Juli montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und Feiertage von 9 bis 20 Uhr.
  • In den Sommerferien vom 28. Juli bis 11. September täglich von 9 bis 20 Uhr.

Schulen nutzen das Freibad vormittags an den Wochentagen, Vereine und Gruppen haben ebenfalls an den Wochentagen zwischen 18 und 19 Uhr Vorrechte (laut Belegungsplan). Diese Nutzungsmöglichkeiten enden mit den Sommerferien.

Ein komplexes Regelwerk also, das nur ein Ziel hat: Allen, die gerne schwimmen möchten, gerecht zu werden, ohne den Umweltschutz und die aus verschiedenen Gründen dringende Notwendigkeit, Energie zu sparen, aus dem Auge zu verlieren.

Dazu noch einmal Bürgermeister Roland Burger: „Ich denke, dass diese Einschränkungen zumutbar sind. Anteilnahme und Solidaritätsbekundungen sind wichtig. Aber wer wirklich etwas bewirken möchte, muss konkrete Maßnahmen ergreifen.“

Bewusst lassen er und der Betriebsleiter der EDB, Andreas Stein, offen, ob die Beheizung des Freibades mit Gas beibehalten werden kann oder soll. Planungen, das Wasser mittelfristig mit Solarenergie auf Temperatur zu bringen, gibt es jedenfalls schon.

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