Verdächtiger nach Explosion in Untersuchungshaft

06.02.10

Wertheim/Mosbach. (sta) Ursache der Gasexplosion am 10. Januar in Wertheim war vermutlich eine vorsätzliche Manipulation wie Staatsanwaltschaft Mosbach und Polizeidirektion Tauberbischofsheim in einer gemeinsamen Presseerklärung gestern mitteilten.

Am Sonntag, 10. Januar, kam es in einer Wohnung in einem Fachwerkhaus in der Altstadt von Wertheim zu einer Gasexplosion. Der 24-jährige Wohnungsinhaber wurde dabei schwer verletzt, fünf weitere Hausbewohner wurden konkret gefährdet. Am Gebäude entstand ein Schaden in Höhe von ca. 80.000 Euro.


Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der dringende Verdacht, dass der 24-Jährige die Gasexplosion durch vorsätzliche Manipulation selbst verursacht hat. Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat gegen den Mann einen Haftbefehl wegen fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit fahrlässiger Brandstiftung erwirkt. Er wurde Anfang der Woche dem Haftrichter in Mosbach vorgeführt und sitzt zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Der Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Die Tat ist als Fahrlässigkeitstat nach dem Gesetz mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bedroht (§§ 306d, 308 StGB).

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