3.721 Notarzteinsätze im Kreis

19.03.10

Notärzte aus Mosbach, Buchen und Hardheim rücken im Durchschnitt zehnmal täglich aus

Hier laufen die Notrufe aus dem Kreis ein: die Rettungsleitstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Mosbach. Bei der Sitzung des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst beim DRK in Mosbach standen aktuelle Zahlen zum Thema Notarzteinsätze im Jahr 2009 im Mittelpunkt. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. Unter Vorsitz von Joachim Stutz (AOK Rhein-Neckar-Odenwald) fand dieser Tage die turnusgemäße Sitzung des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Mosbach statt. Im Mittelpunkt der Sitzung standen dabei aktuelle Zahlen zum Thema Notarzteinsätze im Neckar-Odenwald-Kreis im Jahr 2009.

Die Zahlen belegen, dass die Notärzte der drei Notarztstandorte Mosbach, Buchen und Hardheim erneut unter Beweis stellen konnten, dass die Bevölkerung sich auf ärztliche Hilfe in Notsituationen absolut verlassen kann. Insgesamt 3.721 Notarzteinsätze wurden im vergangenen Jahr dokumentiert. Dabei war der von Medizinern der Neckar-Odenwald-Kliniken besetzte Standort Mosbach mit durchschnittlich 5,2 Einsätzen am Tag (insgesamt 1.875) am aktivsten. Der zweite Standort der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen leistete 1.243 Einsätze (3,4 am Tag), die Notärzte des Krankenhauses Hardheim wurden zu 603 Einsätzen alarmiert (1,7 am Tag).

Die Einsatzfahrzeuge, mit denen die Notärzte zum Einsatzort gelangen, werden von den beiden Kreisverbänden des DRK in Mosbach und Buchen gestellt und von Rettungsassistenten gelenkt, die die Mediziner auch bei der Versorgung der Patienten vor Ort kompetent unterstützen. Mit insgesamt vier Rettungswachen im gesamten Kreisgebiet (Mosbach, Buchen, Osterburken und Hardheim) stellt das DRK gemeinsam mit den Krankenhäusern die Notfallversorgung über 24 Stunden und das an 365 Tagen im Jahr sicher. Unterstützt werden die professionellen Einsatzkräfte dabei von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer der Ortsverbände des Roten Kreuzes. Verantwortlich für die Alarmierung und Koordination der Einsatzkräfte ist die Rettungsleitstelle in Mosbach, die unter der Notrufnummer 112 rund um die Uhr erreichbar ist.

Die Mehrzahl der Alarmierungen (81,5 Prozent) wurde durch akute Erkrankungen verursacht. Dabei sind Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems wie Infarkt, Rhythmusstörungen und Blutdruckentgleisungen führend mit 26,1 Prozent aller Einsätze. Neurologische Probleme wie Schlaganfälle, Hirnblutungen und Krampfanfälle lösten in 18,3 Prozent den Notarzteinsatz aus, Störungen der Atmung in 11,5 Prozent. Bei 6,1 Prozent aller Einsätze musste eine künstliche Beatmung durchgeführt werden, bei 2,5 Prozent aller Notfallpatienten erfolgten Wiederbelebungsmaßnahmen.

Zwar führten Verletzungen zu 18,5 Prozent aller Notarzteinsätze, doch sind dabei auch Arbeits- und Schulunfälle sowie Verletzungen im Haus und bei der Gartenarbeit enthalten. Die oft besonders öffentlichkeitswirksamen Verkehrsunfälle stellen mit 9,6 Prozent aller Einsätze bei weitem nicht den häufigsten Grund für den Einsatz des Notarztes dar.

Über ein Drittel der Einsätze erfolgte bei Patienten über 70, während der Anteil von Notfalleinsätzen bei Kindern unter 10 Jahren mit 3,7 Prozent erfreulich niedrig lag.

Eines wünschen sich die Notärzte im Neckar-Odenwald-Kreis neben der frühen Alarmierung über die Notrufnummer 112: dass noch mehr Menschen Maßnahmen der Ersten Hilfe lernen und auch anwenden – frühe Maßnahmen sind nämlich oft die Grundlage für das erfolgreiche Wirken des Notfallteams.

Turnusgemäß gab Stutz am Ende der Sitzung den Vorsitz weiter an Ludwig Prinz von Baden (DRK Mosbach), der sich als Vertreter der Leistungserbringer genauso über das positive Fazit zum Thema Notarztsystem freute. Das tat auch Landrat Dr. Achim Brötel, der ebenfalls an der Sitzung teilgenommen hatte:  „Einmal mehr hat unser Rettungsdienstsystem bestens funktioniert. Die Teams sind sehr gut aufgestellt. Für ihren großen Einsatz bedanke ich mich herzlich. Denn dieser Einsatz bedeutet, dass die Menschen hier im Landkreis sich im Notfall auf schnelle ärztliche Hilfe verlassen können“.

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