Teenietag an den Neckar-Odenwald-Kliniken

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Teenie-Tag in den Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach – und bald auch wieder in Buchen: Zum dritten Mal informieren Dr. Susanne Fischer (unser Bild), die Hebamme Regine Zepf und Dr. Klaus Hahnfeldt Siebtklässler über Verhütung, Sexualität und nicht zuletzt den eigenen Körper. (Foto: LRA)

Mosbach/Buchen. (pm) Dr. Susanne Fischer ist Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Neckar-Odenwald-Klinken in Mosbach. Im täglichen Umgang gerade mit jungen Patientinnen fallen ihr immer wieder große Wissenslücken auf in Bezug auf den eigenen Körper, Verhütung, Sexualität oder sexuell übertragbare Krankheiten – aller Offenheit, mit der diese Themen in der Öffentlichkeit präsent sind, zum Trotz.

Aus dieser Erfahrung ist die Idee eines „Teenie-Tages“ gewachsen. Eine Idee, die nun schon zum dritten Mal unter organisatorischer Leitung des Patienteninformationszentrums umgesetzt wurde bzw. wird. In Mosbach waren dieser Tage die siebten Klassen des Nikolaus-Kistner-Gymnasiums zu Gast, in Buchen werden Schülerinnen und Schüler aus Buchen, Mudau, Osterburken und Hardheim erwartet.

Neu waren die strikte Begrenzung der Teilnehmerzahl und die Trennung von Mädchen und Jungen. „Das haben wir aus den Vorjahren gelernt“, erklärte Dr. Fischer dazu: „So ist mehr Aufmerksamkeit da und die Offenheit ist einfach größer.“


 


Zunächst hielt Dr. Fischer einen Vortrag zum Thema Verhütung vor der Mädchengruppe und Regina Zepf, Hebamme an den Kliniken, sprach bei den Jungen über das Thema „Spermium trifft Eizelle“. Danach wurde getauscht. Dann klinkte sich Chefarzt Dr. Klaus Hahnfeldt ein; ganz unter Männern lief dann die „Sprechstunde“ ab, während die Mädchen mit Dr. Susanne Fischer unter sich waren. Dabei wurden Fragen, die zuvor schriftlich und anonym abgegeben werden konnten, in großer Offenheit beantwortet. Die Palette war breit und offenbarte einmal mehr: Die Teenies haben viele, sehr viele Fragen zur Sexualität ganz allgemein. Hier konnten sie sich trauen – und das taten sie auch. Rote Köpfe und pubertäres Gekicher hielten sich übrigens in engen Grenzen; die Schülerinnen und Schüler folgten ganz überwiegend ernsthaft und interessiert den Ausführungen, was unter anderem ein Verdienst von Dr. Fischer war, die auch heikle Themen souverän und humorvoll abhandelte und dabei den Jugendlichen Mut machte, selbstverantwortlich zu handeln: „Sagt nicht ja, wenn Ihr nein meint.“ Entsprechend positiv – „war echt cool“ – war ein häufig gehörtes Urteil am Ende der Veranstaltung. Auch die Schulen geben regelmäßig äußerst positive Rückmeldungen. Im Übrigen lernen nicht nur die jungen Leute bei dieser Veranstaltung dazu; auch Dr. Fischer, Regine Zepf und Dr. Hahnfeldt ziehen ihren Nutzen daraus: „Man kriegt viel über die wahren Probleme der Teenies mit und erfährt, wo der Schuh wirklich drückt und wo sie sich mehr Unterstützung wünschen.“

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