Projekttage am HSG

27.07.10

87 Einzelprojekte vor großem Schulfest – Neue Farbe für das HSG

(Fotos: privat)

Eberbach. (pm) Vor dem großen Schulfest zum Abschluss des Schuljahres 2009/2010 fanden am Hohenstaufen-Gymnasium (HSG) Eberbach zum ersten Mal seit acht Jahren wieder Projekttage statt. Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen für eines der 87 Einzelaktionen vom Basteln von Sprühschablonen und Plakaten bis zur Arbeit mit der Sonne (Vom Plastikschlauch bis zum Stirling-Motor) entscheiden können.

„Colour Attack ! – Wir bringen Farbe in die Schule!“
Das mit knapp 60 Schülern größte Projekt der diesjährigen Projekttage war die Aktion „Colour Attack!“, bei der die Flure des Hauptbaus und auch einige Klassenzimmer einen neuen Anstrich bekamen. Gestrichen wird nach einem vorher durch ein Team Elternvertreterin Bettina Greif ausgearbeiteten Farbkonzept, das sich an der Nutzung des jeweiligen Stockwerks orientiert. So erstrahlt nun der Bereich um die Biologieräume in einem satten Grün, das einen schönen Kontrast zum Eingangsbereich bietet, der in Lila-Grau sehr elegant wirkt. Zusammen mit dem Projekt „Säulengestaltung“, bei dem Säulen im Flur von einer Schülergruppe passend zum Gesamtfarbkonzept gestaltet wurden, wurde den Korridoren des Hauptbaus ein neues, sehr modern wirkendes Aussehen mit viel Liebe zum Detail verliehen.

Die Projektleiter der Gestaltungsprojekte zogen nach zwei harten Arbeitstagen eine sehr positive Bilanz. „Auch dank der guten Vorbereitung,“ so Bettina Greif, seien die Schülergruppen schnell vorangekommen. Ein großes Dankeschön gilt dabei dem Stadtbauamt Eberbach sowie den ortsansässigen Firmen Rebscher und Riedinger, die bei der Vorbereitung und der Durchführung des Projektes mit Rat und Tat zur Seite standen.

Schule ohne Rassismus
Das ist der Titel eines bereits bestehendes Projektes, an dem in Deutschland 770 Schulen beteiligt sind. Auch das Hohenstaufen-Gymnasium arbeitet dieses Jahr unter Leitung von Studienrätin Simone Jurk und Studienrätin Jutta Gewahl darauf hin, den Titel verliehen zu bekommen. Dazu bedarf jedoch großer Werbung. Diese setzt sich aus einer Unterschriftenaktion beim Schulfest und Bekanntmachen der Aktion in anderen Projektgruppen, wie beispielsweise der Rockband oder „colour attack“ zusammen. Um dieses später zu präsentieren, versucht die Gruppe den Sportler Timo Bracht als Paten zu gewinnen. Nach Einsendung der Unterschriften ist es möglich, den Titel zu erhalten. Um eine Plakette für die Schule zu finanzieren, hofft man auf Sponsoren oder an das nötige Geld durch einen Kuchenverkauf zu gelangen. Zukünftig sollen eigene Projektideen, wie zum Beispiel Sportevents oder das Aufnehmen von CDs, entwickelt werden.

Schwarzlichttheater
Das Projekt „Schwarzlichttheater“ unter der Leitung von Studiendirektor Peter Fink konzentrierte sich darauf, lichtabhängige Illusionen für das Publikum vorzubereiten. Das Projekt ist sehr arbeitsintensiv, da es keine Improvisation erlaubt und alles unter einer einstudierten Choreographie geprobt wird. Vorraussetzung dafür ist eine hohe Konzentration und Dynamik. Wichtig für das Gelingen ist, dass alles, was nicht zum Stück gehören soll mit schwarzer Kleidung und Folie abgedeckt werden muss. Bei perfektem Gelingen steht dem Publikum eine atemberaubende Show bevor.

Fotogalerie – Zum Vergrößern bitte anklicken.
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Graffiti
„Klickeklackeklickeklacke“. Das sind Geräusche, die während den Projekttagen aus dem Hinterhof ertönten. Dort probierten die Teilnehmer des Projektes „Graffiti“ unter Leitung des Oberstufenschülers Dominik Gümbel mit ihren ersten Sprayversuchen die Wände des Hinterhofs zu schmücken. Selbst über das Wochenende fuhren einige Teilnehmer der Gruppe zusammen nach Worms, um dort an dem Treffen „just writing my name“ teilzunehmen. Dort konnten sie sich von weltbekannten Sprayer-Legenden inspirieren lassen und setzten das Gelernte gleich um. Die fünfzehn Teilnehmer übten sich im Hinterhof an Schriftzügen, „charactern“ und „background“, wie es in der Sprayer-Fachsprache heisst.

„We are the world“
„We are the world 2010″ lautet das Motto eines weiteren Projektes. Der Welthit von Michael Jackson wurde dabei sowohl neu interpretiert als auch stilgerecht aufgenommen und bearbeitet. Ziel der Gruppe war es, sowohl alle Instrumente einzuspielen als auch mit einem Chor und den dazugehörenden Solisten eine eigene Version des Stückes zu produzieren. Oberstufenschüler Jan-Erik Krahl, der Organisator und Initiator der Bearbeitung und der Aufnahmen, hatte als Ziel, eine Aufnahme zu produzieren, die sowohl das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe beim Singen und einspielen fördern und stärken, aber auch den Zuhörern dieses bekannten Liedes zum Mitsingen animieren sollte.

„Yu-Gi-Oh!“
Ein Projekt der besonderen Art stellten die Bastian Schwinn, Felix Sternke, Frieder Rabl und Nicolas Mandel aus der 12. Klasse den Schülern des HSG’s zur Verfügung: „Yu-Gi-Oh!“ ist eines der bekanntesten und meistgespielten Kartenspiele der Welt und die Schüler wollten ihren Mitschülern dieses Spiel, das aus vielen Tricks und auch Taktiken besteht, nicht nur näher bringen, sondern die schon vorhandenen Kenntnisse und Taktiken durch neue Tipps und Tricks erweitern und vertiefen. Bis zu 30 (männliche) Schüler aus der 5. bis hin zur 12. Klasse waren dabei, um sich zu duellieren und den Wettkampf mit seinen jeweiligen Kartenstapel, den sogenannten „Decks“ aufzunehmen. Jeder Spieler besitzt sein eigenes Deck, das aus zwei Kartengattungen besteht, den Monster- und den Magiekarten. Jede Karte besitzt darüber hinaus ihren eigenen Effekt und ihre eigene, individuelle Stärke. Die Vielzahl an Karten und den somit scheinbar unendlichen Möglichkeiten an Deckzusammenstellungen und Taktiken üben den besonderen Reiz dieses Spieles aus und machen jedes Duell somit zu einem einmaligen und auch besonderen Ereignis bei diesem Projekt, das einen sehr großen Anklang fand.

Grünanlagengestaltung
Um die Neubelebung der Grünanlagen der Schule kümmert sich das Projekt „Schulgartengestaltung“. Unter der Leitung von Frau Pfeilschifter wurden die bisher ungenutzten Flächen neben dem Neubau der Schule angelegt. Die Idee entstand während einer der Elternbeiratssitzungen und wurde so zu einem Projekt, das allen zu Gute kommt. So wird auf dem Schulhof eine neue Atmosphäre geschaffen, die den Bauschutt vergessen lässt. Die Eberbacher Firma Gartenbau Brunner lieferte den Split, die Standsteine stiftete das Sandsteinwerk Igelsbach und die Pflanzen wurden von der Stadt Eberbach gesponsert. Um die Grünanlagen weiterhin aufrecht zu erhalten, wird sich in Zukunft das Kräutergartenprojekt des HSG unter der Leitung von Studienrätin Edit Spielmann kümmern. Auch die Hausmeister haben sich bereits angeboten, die Pflanzen zu bewässern und im Gespräch ist außerdem eine wechselnde Patenschaft verschiedener Klassen.

Wunden schminken
Wie verhält man sich bei schwerwiegenden Verletzungen und der dazugehörigen Wundversorgung im Ernstfall? Damit beschäftigte sich das Projekt „Realistische Wunden und Verletzungen schminken“. Mit Hilfe von Babypuder, Vaseline und Theaterblut zeigten die Schülerinnen Kerstin Wojciechowski und Madeleine Gerlach aus der 12. Klasse Unterstufenschüler, wie man seine Umwelt erschrecken kann. Unter anderem wurden Platzwunden, Knochenbrüche, Schnitt- und Risswunden und auch Verbrennungen geschminkt. Um diese schweren Verletzungen richtig behandeln zu können, zeigten die Projektleiterinnen den Schülern, wie man die Wunden in der Realität richtig verarztet.

Eine vollständige Liste der Projekte ist im Internet unter www.hsg-eberbach.de zu finden.

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