Nun drei Zwischenlager in Obrigheim

Simone Heitz als Grüne Landtagskandidatin in Buchen

Buchen. Simone Heitz stellte sich kürzlich in Buchen als Landtagskandidatin der Grünen vor. Die engagierte Kreisrätin, langjährige Gemeinderätin und dreifache Mutter arbeitet als Kirchenbeamtin in leitender Stellung. Zudem leitet sie Kinder im  NABU-Naturschutz an. Die Fragen der Gäste drehten sich im Wesentlichen um die Kreis-Kliniken und um den Atommüll, der in Obrigheim lagert.

Simone Heitz und ebenso Kreisvorsitzende Christine Denz, beide Kreisrätinnen,  bekräftigten, dass die Klinik-Standorte Buchen, Mosbach und Hüffenhardt als Kreisseniorenheim in Trägerschaft des Landkreises erhalten bleiben sollten.

Obrigheim sei von Buchen „gefühlt“ weit weg, in der Realität nur einige Luftkilometer. Gerade deshalb informierte Simone Heitz über die Stilllegung des Atomkraftwerks in Obrigheim. „Wir müssen raus aus der Atomenergie. Sie ist eine Gefährdung für uns und alle nachfolgenden Generationen“, so die Kandidatin, die auch dem „Aktionsbündnis gegen das Atommülllager in Obrigheim“ angehört. In Obrigheim fallen ca. 10.000 t radioaktiv belastetes Material beim Abbau der Anlage an. Der Abbau soll in drei, vier oder unter Umständen mehr Schritten erfolgen. Die für 2020 versprochene „Grüne Wiese“ sei eine Legende.
Von den 10.000 t radioaktiv belastetem Material werden über 8.000 t nach Behandlung „freigemessen“ – also als unterhalb der Grenzwerte liegend für unbedenklich erklärt. Danach gelangen sie in den normalen Stoffkreislauf, z. B. zum Zerkleinern in eine Bauschutt-Recyclinganlage und dann als Schotter in den Straßenbau. Die freigemessenen Metalle werden eingeschmolzen und wieder verwendet. Nach der Freimessung wird der Weg, den die Materialen nehmen,  nicht mehr verfolgt. Die restlichen 2.000 t müssen bis zu einer möglichen Endlagerung zwischengelagert werden.

Derzeit gibt es auf der ganzen Welt kein Endlager. In Obrigheim werden zwei Gebäude in der jetzt bestehenden Anlage zu Zwischenlagern umgebaut – zusätzlich zu dem bereits beantragten externen Zwischenlager für Brennelemente, weil nur dann die benötigte Kapazität zum Abklingen in den notwendigen Zeiträumen ausreicht. „Die Verlängerung der Laufzeiten ist ökologisch nicht vertretbar und ökonomisch unsinnig, weil die Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz besser und verantwortungsvoller den Part übernehmen können“, so Simone Heitz. Abschließend lud sie ein zu dem Vortragsabend mit Winfried Kretschmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion in Stuttgart. Er findet am 15. November, ab 19.30 Uhr in der Mälzerei in Mosbach im Raum „Malzboden“ statt. Winfried Kretschmann spricht über das Thema: „Ist Baden-Württemberg reif für die Grünen – sind Grüne reif für Baden-Württemberg?“

Infos im Internet:
www.gruene-nok.de.

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