Bedeutender Schritt für die Kinder

Bedeutender Schritt für die Kinder
Bedeutender Schritt für die Kinder

(Foto: Liane Merkle)

Grundsteinlegung für den Kindergarten Seckach

Von Liane Merkle

Seckach – Mit der feierlichen Grundsteinlegung für den neuen Kindergarten in Seckach ist ein wichtiger Meilenstein für die Gemeinde erreicht. Der Neubau begleitet den Ort über viele Jahrzehnte hinweg und schafft künftig einen modernen Raum zum Spielen, Lernen, Bewegen und Zusammenleben für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger.

Musikalischer Auftakt und große Freude bei den Kindern

Bevor Bürgermeister David Ackermann auf die lange und sorgfältige Vorgeschichte des Projekts einging, begrüßten die Kindergartenkinder die zahlreichen Gäste mit einem fröhlichen musikalischen Beitrag. Mit „Sali bonani – schönen guten Morgen“ sorgten sie für einen heiteren Auftakt und machten deutlich, worum es an diesem Tag vor allem ging: um ihre eigene Zukunft und ihren künftigen Lebens- und Lernort.

Ackermann erinnerte daran, dass dem Projekt neun Jahre intensiver Vorarbeit vorausgegangen seien. Bereits unter Bürgermeister a. D. Thomas Ludwig hätten Verwaltung und Gemeinderat mit großer Sorgfalt die Grundlagen für den Neubau geschaffen. Der Bürgermeister betonte, dass hier nicht einfach nur ein Gebäude entstehe, sondern ein Ort, an dem Verantwortung übernommen werde.

Zwei Zeitkapseln als Zeichen für Gegenwart und Zukunft

Ein besonderer Moment der Grundsteinlegung war das Einsetzen von gleich zwei Zeitkapseln. Darin fanden unter anderem die gemalten Wünsche der Kinder, verschiedene Spielsachen, eine Tageszeitung, das aktuelle Amtsblatt sowie zahlreiche Unterlagen aus der Gemeinderatsarbeit und zur Baugeschichte Platz. Die beiden Kapseln stehen symbolisch dafür, dass dieser Bau nicht nur für die Gegenwart errichtet wird, sondern auch künftigen Generationen etwas mitgeben soll.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Kirche, Gemeinde und Fachleuten

Die Bedeutung des Tages wurde auch von Alexandra Blaschek, leitende Referentin der Römisch-katholischen Kirchengemeinde Bauland-Odenwald, hervorgehoben. Sie dankte der Kommune für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonte die große Verantwortung, die mit der frühkindlichen Bildung verbunden sei. Der Kindergarten sei weit mehr als ein Gebäude, sondern ein Ort, an dem Kinder spielerisch auf das Leben und das respektvolle Miteinander vorbereitet werden.

Auch Architekt Nico Hofmann machte deutlich, dass das neue Haus Sicherheit, Orientierung und zugleich Raum für Kreativität, Bewegung und Gemeinschaft bieten solle. Der sechszügige Kindergarten umfasst Gruppenräume, einen großzügigen Mensabereich, Personal- und Verwaltungsräume sowie einen Turnraum. Die Außenanlagen werden so gestaltet, dass sie sowohl für U3- als auch für Ü3-Kinder sichere und passende Bereiche bieten.

Nachhaltige Bauweise mit Beton und Holz

Besonderes Augenmerk liegt auf der Bauweise. Der massive Gebäudeteil aus Beton sorgt dort für Stabilität und Langlebigkeit, wo dies erforderlich ist. Der Holzbau bringt hingegen eine natürliche Atmosphäre, Nachhaltigkeit und einen ressourcenschonenden Baustoff in das Gebäude ein. Jörg W. Nusser von der Wilhelm Nusser GmbH Systembau aus Winnenden betonte, dass beide Bauweisen zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept verbunden würden, das zudem energetisch modernen und klimafreundlichen Standards entspricht.

Förderverein setzt auf Unterstützung und Gemeinschaft

Dr. Markus Götzinger, Vorsitzender des Fördervereins des katholischen Kindergartens St. Franziskus, sprach von einem „Tag der Begegnungen“ und zeigte sich erfreut darüber, dass der Neubau nun sichtbar Gestalt annimmt. Aus seiner Sicht war klar, dass Seckach einen neuen Kindergarten brauche und weiteres Warten keinen Sinn ergeben hätte. Er lud die Anwesenden dazu ein, das Ergebnis angemessen zu feiern, und nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Aufruf zur Mitgliedschaft im Förderverein, der Projekte zugunsten der Kinder unterstützt.

Zum Abschluss blickte er bereits mit Vorfreude auf die geplante Einweihung im ersten Quartal 2027. Dann soll das Projekt, das nun mit der Grundsteinlegung seinen symbolisch wichtigen Startpunkt erhalten hat, offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.

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