Wechsel im Gemeinderat Waldbrunn

Bau der Funkmasten genehmigt

Waldbrunn. Mit einem doppelten Personalwechsel musste sich der Gemeinderat Waldbrunn in seiner Novembersitzung am Montag beschäftigen.

Bei Gemeinderat Paul Scholl (CDU) liegt aufgrund seiner Beschäftigung als Betriebsleiter der Katzenbuckel-Therme ein Hinderungsgrund gemäß § 29 Gemeindeordnung vor. Demnach können Angestellte der Gemeinde nicht gleichzeitig Gemeinderat sein. Zuvor war das Beschäftigungsverhältnis als Mitarbeiter des Bauhofs laut Landratsamt noch als Tätigkeitsbereich eines Arbeiters zu werten, was nicht als Hinderungsgrund gilt. Auch das Mandat im Ortschaftsrat endet für Paul Scholl mit der Eröffnung des Schwimmbads. Allerdings kann er das Amt des Ortsvorstehers weiterhin ausüben. Thomas Frank wird ins Kommunalparlament nachrücken.

Konstanze Schäfer (UBW) hatte nach der Geburt ihres zweiten Kindes ihre Entlassung aus persönlichen Gründen beantragt. Diesem Antrag aus wichtigem Grund kamen die Ratskollegen nach. Für die Gemeinderätin wird Ersatzkandidat Ulrich Schaffer künftig dem Gremium angehören.

Nach den Personalentscheidungen standen zwei Bauanträge im Zusammenhang mit dem Ausbau des Digitalfunks für Behörden auf der Tagesordnung. Nachdem es im Vorfeld großen Widerstand gegen den ursprünglich geplanten Standort  auf dem Gipfel des Katzenbuckels gab (wir berichteten), beschlossen die Gemeinderäte nun den Bauanträgen für die Alternativstandorte „Im Ebnet“ und Schollbrunn, wo bereits ein Analogfunkmast steht, zuzustimmen. Den Anträgen zufolge werden nun Schleuderbetonmasten mit 55m bzw. 45m Höhe errichtet. An beiden Standorten entstehen darüber hinaus wird es Betriebsgebäude geben. Ergänzt wird die Funkversorgung durch den Sendemast in Reisenbach.

Da die Mobilfunkanbieter bisher kein Interesse daran gezeigt haben, die neuen Masten zu nutzen, will die Gemeindeverwaltung den Kontakt zu den Anbietern suchen, um eine bessere Netzabdeckung in allen Ortsteilen zu realisieren, versprach Bürgermeister Klaus Schölch auf Nachfrage.

Forstdirektor Dietmar Hellmann und Revierleiter Ralf Becker waren gekommen, um den Forstbetriebsplan 2011 vorzustellen. Nach Ausführungen der beiden Forstexperten  soll die Gemeinde im kommenden Jahr 45.000 Euro Gewinn mit dem Wald erwirtschaften. Hierfür ist die Ernte von 3.860 Festmetern Holz erforderlich. Die Bürgervertreter stimmten dem Wirtschaftsplan zu.

Anschließend wurde der Auftrag für die Errichtung des Grundgerüsts eines Pavillons für den „Geobiologischen Lehrpfad“ bei den Katzenbuckel-Thermen vergeben. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 14.000 Euro. Den Ausbau übernimmt dann die Zimmererklasse der Gewerbeschule Eberbach.

Nach der Vergabe eines Baugrundstücks in Weisbach, der Zustimmung zum neuen Logo der Werkrealschule Limbach-Waldbrunn-Fahrenbach, die künftig „Schule am Schlossplatz“ heißen wird  und der Verlesung diverser Protokolle schloss Bürgermeister Klaus Schölch die Novembersitzung.

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Mit den beiden Standorten auf Waldbrunner Gemarkung wird der Sendemast in Reisenbach den digitalen Behördenfunk auf dem Winterhauch gewährleisten. (Foto: Arzio/Wikipedia)

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