Mobilität beginnt bei den Füßen

Alles bestens: Eine Operation bei Dr. Isolde Adler, einer erfahrenen Fußchirurgin, hat die Münchner Puppenspielerin Susanne Forster endlich von ihren großen Schmerzen befreit, die ein falsch behandelter Knick-Plattfuss verursachte. Die Nachuntersuchung bestätigt den guten Verlauf der Therapie. (Foto: LRA)

Buchen. Die Füße sind das Fundament des Körpers und ein Meisterwerk der Natur: 28 Knochen und 19 Muskeln, 107 Sehnen und Bänder machen das meist belastete Körperteil funktionsfähig. Diese Funktionsfähigkeit aber ist bei immer mehr Menschen in den Industrienationen eingeschränkt. Die Anzahl derer, die wirklich gesunde Füße haben, wird immer kleiner. Hier beginnt das Arbeitsfeld einer Fußchirurgin.

Dr. Isolde Adler ist Fußchirurgin und arbeitet mit ihrem Team seit mittlerweile vier Jahren sehr erfolgreich an den Neckar-Odenwald-Kliniken, Standort Buchen. Wie viele Hallux valgus, der weitverbreitete „Ballen“, oder wie viele Hammerzehen und andere Fehlstellungen sie in dieser Zeit operiert hat, weiß sie gar nicht genau. Aber so um die 500 korrigierende Fußoperationen – die Medizinerin operiert auch Hände – müssen es gewesen sein.

„Wir legen im Laufe eines Lebens durchschnittlich rund 130 000 km zurück, täglich müssen die Füße dabei um die 1000 Tonnen Belastung aushalten“, erklärt Dr. Adler. Was Grund genug wäre, den Füßen einen besondere Pflege und Fürsorge zu widmen. Das Gegenteil ist der Fall: falsches, nicht der individuellen Fußform angepasstes Schuhwerk schädigt auf Dauer jeden ursprünglich gesunden Fuß, auch und gerade schon bei Kindern. Angeborene Fehlstellungen kommen dazu. Und irgendwann macht das Beschwerden.

Wie bei Susanne Forster aus München. Die 69-jährige hatte schon seit Jahren große Schmerzen vor allem im linken Fuß, konnte kaum noch laufen und musste zuletzt sogar aufs Radfahren verzichten, weil das Auf- und Absteigen nicht mehr klappte. Die freischaffende Künstlerin, die mit ihrem Mann ein Puppentheater betreibt, war schon bei –zig Orthopäden und in speziellen Kliniken Münchens vorstellig geworden. „Die haben Einlagen verschrieben, die fürchterlich weh taten. Der Standartsatz war „nehmens halt Schmerzmittel“. Ich sah mich schon im Rollstuhl sitzen“, erinnert sich Susanne Forster an diese „wirklich schlimme Zeit“. Durch Zufall wurde sich auf Dr. Adler im bis dato unbekannten Buchen aufmerksam; eine Nachbarin hatte sie ihr empfohlen. „Warum ich dann wirklich gleich angerufen, einen Termin vereinbart und die mehr als 300 Kilometer hierher gefahren bin, weiß ich selber nicht so genau“, so die Puppenspielerin. Heute jedenfalls ist sie sehr glücklich über diese spontane Entscheidung: „Ich kam hierher, Dr. Adler hat mich untersucht und zum allerersten Mal überhaupt bekam ich sofort eine klare und eindeutige Diagnose einschließlich eines konkreten Therapievorschlags.“ Eine Operation wurde unbürokratisch schnell angesetzt, Susanne Forsters hat seitdem eine stabilisierende Schraube im Fuß und schwärmte nach einer Woche im Buchener Krankenhaus noch mehr: „In dieser Woche war wirklich alles bestens, von der Betreuung bis hin zum Essen. Nichts lief  so anonym ab wie in den Großkliniken, die ich kenne.“ Die sich anschließenden sechs Wochen, in denen sie mit dem operierten Fuß nicht auftreten durfte – „auch hier bekam ich ganz präzise, klare Anweisungen“ –setzten ihr unerwartet stark zu. Der sehnlich erwartete Moment, in dem sie im Beisein Dr. Adlers dann endlich das erste Mal den Fuß wieder aufsetzen durfte, rührte sie dann auch zu Tränen. „Zum ersten Mal war ich schmerzfrei und mittlerweile kann ich über immer größere Strecken laufen, Rad fahren und vor allem kann ich meinem geliebten Beruf wieder nachgehen.“

Über solche Erfolgsgeschichten freut sich natürlich auch Dr. Adler: „Mobilität ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Leute und  gerade auch vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung ist die Erhaltung der Mobilität ein zentrales Aufgabengebiet.“

Die Bedenken, die viele gerade vor einem Eingriff an den Füßen haben, kann die Medizinerin den meisten nehmen. Eine gründliche Untersuchung, eine ausführliche Beratung und das Erstellen eines ganz individuellen Behandlungsplans sind nämlich selbstverständlich. Außerdem sind viele Operationen mittlerweile ambulante Routineeingriffe. „Durch die Verwendung immer weiter entwickelter Implantate konnte auch die Nachbehandlungsdauer deutlich verkürzt werden“, erklärt Dr. Adler in ihrer ruhigen, wohltuend sachlichen Art. Und was empfiehlt sie, damit es gar nicht erst zu entsprechenden Fehlstellungen kommt? „So viel wie möglich barfuss laufen, das kräftigt die Fußmuskulatur. Gegebenenfalls Einlagen und immer mal wieder Fußgymnastik sind hilfreich. Natürlich kann man auch mal „schicke“ Schuhe tragen, aber grundsätzlich sollte man auf flaches, ausreichend großes und in der Breite angepasstes Schuhwerk zurückgreifen.“

Info: Wer Probleme mit seinen Füßen hat, kann sich unter der Telefonnummer 06281/29227 in den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen einen Termin für die Fußsprechstunde bei Dr. Adler (Dienstag und Donnerstag, 11 bis 15 Uhr) geben lassen.

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