Perfektes Team präsentierte Lichterklänge

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) „Winter kannsch komma, i bin bereit“ zeigte sich Elisabeth Sandel gerüstet für die kalte Jahreszeit, schränkte diese Aufforderung jedoch zur Erleichterung des begeisterten Publikums im bis auf den letzten Platz besetzten Gewächshaus der Gärtnerei Breunig gleich wieder ein „aber bleib net so lang!“ Die 7. Lichterklänge nach dem Motto „Auserlesen von Gernot Hauk, vorgelesen von Harald Grimm, aufgelesen vom Team der Gärtnerei Breunig“ waren eröffnet und sie zeigten keinerlei Schwachstellen. Im Ge

genteil: Der Besucherstrom war ungebrochen und die Begeisterung nicht mehr zu steigern. Das Ambiente romantisch und weihnachtlich wie ein duftender Winterwald unter Sternenbeleuchtung. Die Textauswahl konnte als „so kurzweilig wie nie zuvor“ bezeichnet werden. Auszüge aus „Oma – schreit der Frieder“ (Gudrun Mebs), „Geheimpost an den Weihnachtsmann“, „Deutschunterricht“, Kästners „Fliegendes Wartezimmer“ oder Harald Hursts „so e Glück“ berührten die ganze Facette der Gefühlswelt. Da kam der Frieder auf die Idee, mangels Schnee statt eines Schneemanns eine Mülloma zu bauen. Postalisch wurde der Weihnachtsmann aufgefordert, die Schule verschwinden zu lassen oder die Kinder aus der 3. und 4. Welt so leben zu lassen wie die aus der 1. und 2. Welt. In anderen Stücken wurde den Erwachsenen mal wieder die vielschichtige und kompakte Gefühlswelt der Kinder in Erinnerung gerufen. Und das von allen gefürchtete Krippenspiel der Herdmanns entpuppte sich als unübertroffen gut. Doch als absoluter „Renner“ im Wunschzettel der Lesungen, praktisch Platz 1 der Charts, hielt sich das Ein-Mann-Theaterstück „Der mit de Worscht“ (Harald Hurst). Harald Grimm schaffte es mit seiner besonderen Art der Rezitation, dass seinen Zuhörern Lachtränen ebenso wie Tränen der Rührung über die Wangen liefen.

In diesem Jahr hatte er erstmals gekonnte Nachwuchsunterstützung von Kai Lorenz, der den Lesungspart äußerst souverän mit einem „Wunschzettel vor 100 Jahren“ (Gedicht von Heinrich Seidel) eröffnete.
Elisabeth Sandel aus Waldauerbach bereicherte den Abend mit ihrer glockenhellen, klaren Sopranstimme zur eigenen Gitarrenbegleitung. Sie schaffte es in ihrer mitreißenden Art mühelos, die „Lichterklänge“ samt Publikum zum Klingen zu bringen.

Alles in allem dokumentierte auch diese siebte Veranstaltung den Erfolg einer perfekten Teamarbeit von Heimat- und Verkehrsverein, Grund- und Haupt- mit Werkrealschule samt Förderverein sowie Gärtnerei Breunig. Das wurde auch in den Dankeswortes von Gernot Hauk, Gerhard Engelhard und Hans Slama deutlich, die sich bei allen Akteuren und Helfern bedankten, das Auswahlgespür von Gernot Hauk hervorhoben, den musikalischen Rahmen von Elisabeth Sandel und das unvergleichliche Ambiente der Gärtnerei Breunig lobten und besonders Harald Grimm würdigten, für den die Vorbereitung zu diesem Abend ein wahrer Kraftakt sei. Doch solange diese Komponenten harmonieren, werden die Lichterklänge die Veranstaltung bleiben, auf die man sich ein ganzes Jahr lang freut.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: