Angehörige pflegen Angehörige

Sie strahlten aus gutem Grund bei der Entgegennahme ihrer Abschlussurkunde, die zwölf Teilnehmerinnen am Kurs „Häusliche Krankenpflege“, den die Kirchliche Sozialstation Buchen zusammen mit der AOK in kostenfrei Mudau durchgeführt hatte. (Bild: Birgit Schäfer)

Mudau. (lm) Wie „Angehörige pflegen Angehörige“ möglich wird und auf was alles dabei zu achten ist, hatten Ingrid Frank, Marianne Mechler, Renate Röckel, Andrea Schöllig, Hilde Henrich, Regina Henych, Hedwig Haas, Claudia Schäfer, Gaby Müller, Margit Schölch, Brigitte Stomitzky und Gudrun Nesnidal an neun Kursabenden mit viel Herzblut im alten Schulhaus in Donebach und im Demenzzentrum in Mudau unter Regie von Magdalena Baier als Pfelgedienstleiterin der kirchlichen Sozialstation Buchen lernen können.

Sachdienliche Hilfestellung gab dabei auch das Sanitätshaus Beyer mit Pflegebett und Lagerungsmaterialien. Und die neuen Abende waren wirklich ausgefüllt mit Lern- und Übungsstoff. Dabei waren Themen wie „Das Krankenzimmer, der Kranke und seine Umgebung“ oder mit praktischen Übungen am Pflegebett „Körperpflege, Inkontinenz“ sowie „Bewegung, Lagerung, Prophylaxen“.

Ein weiterer wichtiger Punkt stand unter dem Motto „Vitalzeichen/Allg. Arzneimittellehre/Hausapotheke“. Pfarrer Werner Bier und Gemeindereferentin Carmen Eckert gaben einen Abend lang Hilfestellung bei der Pflege Sterbender, es gab Informationen zur Pflegeversicherung und zum Thema Demenz per Filmdokumentation und durch einen Fachvortrag von Ausbildungsleiterin Iris Arens vom Caritasverband für den Neckar-Odenwald-Kreis.

Iris Arens stellte auch das Mudauer Tagesdemenzzentrum näher vor. Hier wird nicht nur Entlastung für Angehörige Demenzkranker Menschen angeboten, sondern auch ein ausgeklügeltes und liebevolles Programm für die Erkrankten selbst.

Darüber hinaus trifft sich hier einmal monatlich eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen demenzkranker Menschen, es werden Vorträge über diese Krankheit angeboten und man findet hier kompetente Ansprechpartner. Ihren Dank sprachen die Kursteilnehmerinnen allen Organisatoren von „Angehörige pflegen Angehörige“, weil diese nicht nur Menschen mit dem Herzen auf dem richtigen Fleck, sondern neben viel fachlicher Kompetenz auch mit einem unglaublichen Maß an Mitgefühl, Verständnis, Herzblut und Liebe zu den Menschen ausgestattet seien.

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