Personalwechsel bei Bürgerstiftung Mudau

von Liane Merkle

Mudau. Zur Jahressitzung der „Bürgerstiftung Mudau“ trafen sich Vorstand und Kuratorium im Mudauer Gasthaus „Zum Löwen“. Neben dem Rückblick auf die Aktivitäten 2010 standen vor allem wichtige Personalwechsel im Fokus des Abends.

In seinem Tätigkeitsbericht ging Vorstandsvorsitzender Roland Grimm insbesondere auf die umfangreichen Arbeiten zu dem Theaterprojekt „Ein Kuss für Parzival“ ein. Dieses ganz besondere Event hatte nicht nur 4 der insgesamt 6 Vorstands- und 2 Kuratoriumssitzungen ausgefüllt, sondern war auch personell und finanziell ein echter Kraftakt gewesen, obwohl dem Gewinn letztlich zwei Stellen vor dem Komma genügten. Bewegt worden waren dagegen rd. 28.000 Euro. Auf jeden Fall war man dem Zweck der Bürgerstiftung bei diesem Projekt zu 100 Prozent nachgekommen. „Förderung von Kunst und Kultur unter Zusammenführung verschiedener Vereine“. Stolz zeigte sich Roland Grimm auch ob der Tatsache, dass man es in den vergangenen sieben Jahren nicht nur geschafft habe, zahlreiche Projekte durchzuziehen oder zu finanzieren, sondern zeitgleich auch noch das geforderte Stiftungsvermögen von 50.000 Euro zu sichern und einen ansehnlichen Überschuss zu erarbeiten, dessen Verwendungszweck noch aufgelistet werden muss. Grundsätzlich wolle man zwar peu a peu auch das Stiftungsvermögen weiter anheben, aber es sei nicht notwendig „Geld zu bunkern“.

Schon fast traditionell habe man das Ferienprogramm von Feuerwehr, TSV und DRK unterstützt, was auch in den kommenden Jahren angedacht ist. Unter den anstehenden Projekte wird ein Förderpreis Bildung/Ausbildung diskutiert, bei dem aber die Modalitäten noch ausgearbeitet werden müssen. Des Weiteren hat der Musikverein Mudau einen Antrag auf Förderung der Kooperation Schule/Verein in Form musikalischer Früherziehung in der Mudauer Schule gestellt und ein Förderantrag des TSV, der umfangreiche Sanierungsarbeiten bewältigen muss, wurde angekündigt. In diesem Zusammenhang stellte Hannes Wolf, Vorstandsmitglied der Susanne-und-Joachim-Schulz-Stiftung diese genauer vor und erläuterte, dass die Zweckbestimmung ähnlich breit gefächert sei wie bei der Mudauer Bürgerstiftung.

Für Projekte, die für die relativ kleine Mudauer Stiftung also schwer zu schultern seien, könnten durchaus zusätzlich bei der Schulz-Stiftung ein Antrag gestellt werden. Die ausführlichen Berichte und das unübersehbare Engagement der Verantwortlichen ließen keinen Zweifel an einstimmiger Entlastung aufkommen.

Doch ganz ohne Wermutstropfen ging der Abend nicht zu Ende. Roland Grimm kündigte an, dass er sich nach sieben Jahren intensivem Einsatz aus seinem Amt als Vorstandsvorsitzender zurück zieht. Doch wie man es nicht anders von ihm gewohnt war, hat er auch postwendend mit dem bisherigen 2. Vorsitzenden Wilhelm Schwender einen adäquaten Nachfolger „in der Hinterhand“. Als 2. Vorsitzenden konnte er die Bereitschaft von Stefan Galm gewinnen, den er selbst noch eine Weile im Kuratorium vertreten würde. Bei so akkurater Vorarbeit konnte sich niemand dem positiven Votum entziehen. Damit war auch die neue Zusammensetzung der Stiftungsorgane reibungslos über die Bühne gegangen.

Über die anstehenden Anträge will man in den nächsten Sitzungen entscheiden.

Infos im Internet:
www.buergerstiftung-mudau.de

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