FFZ wird zum Kinderzentrum Mosbach

Das Frühförderzentrum Neckarelz ändert seinen Namen und erweitert seine Angebote – Viele Gäste beim „Nikolausseminar“

Die Referentinnen und Referenten des 10. Nikolausseminars von links: Dr. Daniel Vater, Jürgen Klenk, Felicia Steinke, Angelika Bronner-Blatz und Dr. Marion Seidel. (Foto: privat)

Mosbach. (pm) Das diesjährige Nikolausseminar des Frühförderzentrums Neckarelz (FFZ) war ein besonderes. Zum einen war es das zehnte und markierte insofern ein kleines Jubiläum. Zum anderen war es das letzte unter dem Namen „FFZ“. Denn das Frühförderzentrum in Trägerschaft der Johannes-Diakonie wird am 1. Januar 2012 zum „Kinderzentrum Mosbach“ (KIZ) und bewegt sich mit einem dann deutlich erweiterten Angebot erstmals aus Neckarelz heraus.

Das bewährte ambulante Angebot des Kinderzentrums, das wie bisher in der Heidelberger Straße 20 in Neckarelz das Sozialpädiatrische Zentrum, die interdisziplinäre Frühförderstelle und die sonderpädagogische Beratungsstelle unter einem Dach vereint, erhält künftig im „Gang- und Handzentrum“ eine sinnvolle stationäre Ergänzung. Dieses intensivtherapeutische Angebot für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Bewegungsstörungen ist auf dem Gelände der Johannes-Diakonie angesiedelt. Hier werden Therapieräume im Berufsbildungswerk und eine Kinderstation mit bis zu acht Betten im „Haus Fuchs“ genutzt.


Die Verwirklichung dieses Angebotes war ein konsequenter und rasch umgesetzter Schritt der Johannes-Diakonie nach Bekanntwerden der Schließung eines Fachkrankenhauses in Neckargemünd im Sommer dieses Jahres. Neben zwei Ärztinnen und einer klinischen Linguistin, die im Sozialpädiatrischen Zentrum in Neckarelz tätig sind, konnten insgesamt sechs therapeutisch tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine Arzthelferin für das Gang- und Handzentrum gewonnen werden. Das Team des künftigen Kinderzentrums Mosbach unter der Leitung des Kinderarztes Dr. Daniel Vater ist somit auf 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen.

Auch mit seinem 10. Nikolausseminar hat sich das Noch-FFZ und Bald-KIZ erstmals aus Neckarelz herausgewagt. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde es in die Aula des Berufsbildungswerks verlegt, wo kaum ein Platz frei blieb. Das Thema war mit Bedacht gewählt: Bereits im Februar dieses Jahres wurde im FFZ das Konzept für eine „Ambulanz für Regulationsstörungen“ entwickelt. Zugleich hat der Neckar-Odenwald-Kreis seine Angebote früher Hilfesysteme erweitert und ein Netzwerk mit dem an anderen Orten bereits bewährten Konzept „Keiner fällt durchs Netz“ gebildet. An dieser Netzwerkarbeit ist auch das FFZ beteiligt und leistet mit seiner neuen Spezialambulanz einen Beitrag zur Versorgung.

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Hintergründe erfuhren die Teilnehmer aus berufenem Munde. Dr. Marion Seidel, Chefärztin am Psychotherapeutischen Zentrum Kitzberg-Klinik in Bad Mergentheim, referierte über das komplexe Thema „Frühkindliche Regulationsstörungen“. Angelika Bronner-Blatz, Leiterin der Koordinationsstelle „Keiner fällt durchs Netz“ im Neckar-Odenwald-Kreis, stellte dieses zunächst auf drei Jahre befristete Projekt vor, das aktuell 26 Familien erreicht. Im Januar 2012 starten im Kreis Kurse mit dem Thema „Das Baby verstehen“. Eltern von Kindern bis zu zwei Jahren erfahren hier, was hinter belastenden Phänomen wie exzessivem Schreien, Schlafstörungen oder motorischer Unruhe stecken kann. Jürgen Klenk und Felicia Steinke, die den Aufbau der Ambulanz für Regulationsstörungen maßgeblich betrieben haben, stellten das Angebot an einem Fallbeispiel dar.

Schwerpunkt der Arbeit des 1989 gegründeten „Frühförderzentrums Neckarelz“ und baldigen „Kinderzentrums Mosbach“ ist die Diagnostik und Therapie entwicklungsauffälliger Kinder und Jugendlicher. Ziel ist es dabei, das Kind in seiner körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung zu erfassen und entsprechend seiner Begabungen und Interessen zu fördern. Neben den Eltern ist das weitere Umfeld wie Kindergarten und Schule eng mit einbezogen.

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