Glocken läuten für St. Nikolaus

von Liane Merkle

„Gretl und Franz“ aus Funk und Fernsehen bekanntes Gesangsduo.

Seckach. Sie haben u. a. in Seckach eine neue Heimat gefunden, aber ihre Wurzeln nicht vergessen. Tief verwurzelt im Glauben und damit auch mit ihrer alten Kirche in Schüttwa, haben die Vertriebenen aus diesem Kirchsprengel ihren Schutzpatron St. Nikolaus nicht vergessen. Das bekräftigen sie jedes Jahr bei ihrem Treffen am traditionellen St. Nikolausfest, wenn in der katholischen Kirche von Seckach die Glocken von Schüttwa ertönen.


Rund 40 Schüttwaer sowie Ehrenbürger Ekkehard Brand und Bürgermeister Thomas Ludwig fanden auf Einladung des Ortsrates Gretl Riehl, Josef Willard und Franz Metschl in diesem Jahr in Seckach zusammen, um unter dem Motto „Licht ist stärker als Dunkel“ im Gottesdienst an die überlieferten Worte eines Hirten zu denken, der sein Bethlehemerlebnis folgendermaßen zusammenfasste: „Güte beglückt, nicht aber Abneigung. Verzeihen gibt Sicherheit, nicht aber vergelten. Frieden macht ein Leben erfüllt, nicht aber Streit. Freude ist mächtiger als Traurigkeit.“

Zelebriert wurde der Freude überwiegende Gottesdienst von Pfarrer Martin Drahtschmidt, musikalisch bereichert durch die wunderschönen Stimmen von „Gretl und Franz“, die sich zwar künstlerisch eher ins Privatleben zurück gezogen haben, aber emotional eben doch noch mit dem heimatlichen Kirchsprengel Schüttwa verbunden sind.


Begleitet wurde das Künstlerpaar von Lukas Bender an der Orgel. Nach dem Gottesdienst folgte eine kurze Andacht zu Ehren der Verstorbenen am Schüttwa-Gedenkstein auf dem Seckacher Friedhof bevor man sich auf ein ausgedehntes gemütliches Beisammensein im Klingegasthof „St. Benedikt“ freute, vor allem wegen der schönen Gedicht- und Erzählbeiträge aus eigenen Reihen sowie der stimmungsvollen Gesangsbeiträge von Gretl und Franz.

Willkommen und Zuhause fühlten sich die Schüttwaer auch wegen der herzlichen Begrüßungsworte von Bürgermeister Ludwig, der die enge Verbundenheit zwischen den Bürgern der Gemeinde Seckach und den Heimatvertriebenen der Gemeinde Schüttwa im Böhmerwald hervorhob.

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