Bücherbörse der Bürgerstiftung Mudau

von Liane Merkle

Im Rathaus in Mudau wurde die Bücherbörse eröffnet.

Mudau. Als neuestes Projekt hat die Bürgerstiftung Mudau unter ihrem 1. Vorsitzenden Wilhelm Schwender dieser Tage ihre „Bücherbörse“ im Lese- und Aufenthaltsraum des Rathauses eröffnet.

Im Beisein von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und stv. Ortsvorsteher Stefan Galm erläuterte Schwender die Beweggründe für dieses Projekt ebenso wie die Handhabung. „Sie können Bücher ausleihen, tauschen und erwerben. Für den Erwerb eines Buches denken wir an eine Spende von 1 Euro (oder auch nach eigenem Ermessen etwas mehr) in die nebenstehende Kasse.“

Für die Bücherbörse, die schon jetzt einen beachtlichen Bücherbestand für alle Altersklassen und Geschmäcker aufweist, gibt es kein Personal, man vertraue auf die Ehrlichkeit der Nutzer. Wenn Fragen auftauchen, kann man sich an den Hauptamtsleiter oder die Bürgermeistersekretärin wenden.


Wilhelm Schwender hatte sich aus eigener Erfahrung Gedanken gemacht über zu große Bücherbestände im Haushalt. „Ein Buch ist einfach was Besonderes. Das fliegt nicht einfach ins Altpapier, auch wenn man es ganz sicher nicht mehr liest.“ Es sei einfacher, ein Buch wegzugeben, wenn man wisse, dass es von anderen noch gelesen werde. Schon aus diesen Grund gehe man davon aus , dass die „Bücherbörse“ auch in Mudau funktioniere.

Wer Bücher zur Verfügung stellen wolle oder sonstige Fragen zur Bürgerstiftung Mudau habe, könne sich mit den Vorstandsmitgliedern Wilhelm Schwender (Tel. 13 56) oder Stefan Galm (Tel. 14 07) in Verbindung setzen.

Sein Dank ging an die Gemeinde, die mit Dr. Rippberger an der Spitze, so bereitwillig das Projekt mittrage.

Der Bürgermeister lobte seinerseits die gute Idee der Bürgerstiftung und freute sich, dass der Lese- und Aufenthaltsraum endlich wieder seinem Namen gerecht werde. Es sei absolut kein Problem, dass die Bücherbörse in diesem Raum während der Öffnungszeiten des Rathauses zur Verfügung stehe. Weiter gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Angebot regen Zuspruch erfahre. „Dabei soll es auch an dem Angebot einer Tasse Tee in der angeschlossenen Küchenzeile nicht scheitern“. Schließlich sei die Bücherbörse in Mudau die einzige Anlaufstelle zum Ausleihen bzw. Gebrauchterwerb von Büchern und eröffne der Bürgerstiftung ganz neue Möglichkeiten, noch mehr gemeinnützige Zwecke finanziell unterstützen zu können.

Die Bürgerstiftung wirkt seit nunmehr acht Jahren wohltuend in der Gemeinde. Sie wurde errichtet durch Anerkennungsbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 2. März 2004 als gemeinnützige Stiftung. Stifter war auf Vorschlag von Herbert Knapp der Verein „Mudau 2002“, der eigens für die Durchführung der erfolgreichen und großartigen Heimattage 2002 gegründet worden war. Vom Stifter wurde der Überschuss der Heimattage von etwa 47.000 Euro als Stiftungskapital für die Bürgerstiftung Mudau eingebracht. Das jetzige Stiftungskapital beträgt 51.000 Euro, das möglichst risikolos und gewinnbringend angelegt werden muss.


Die Erträge werden dann zur Förderung der durch den Stiftungszweck bestimmten Vorhaben verwendet. Diese sind bei der Bürgerstiftung Mudau breit gefächert, und beinhalten u. a. Heimatpflege, Landschafts- und Denkmalschutz, Jugend- und Altenhilfe, Musik und Sport, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung, Umwelt- und Naturschutz, öffentliches Gesundheitswesen sowie mildtätige Zwecke. Natürlich ist die Bürgerstiftung auch dankbar für Spenden oder Zustiftungen, um mit der Genehmigung von Förderanträgen das Gemeinwesen der Gemeinde Mudau stärken, die gemeinsame bürgerschaftliche Verantwortung fördern und Kräfte der Innovation mobilisieren zu können.

Förderanträge sollten normalerweise bis spätestens Ende Januar jeden Jahres gestellt sein. In diesem Jahr verlängert sich die Antragsfrist ausnahmsweise auf Ende Februar.

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