„Landesregierung lässt DHBW im Stich“

„Durch die beschlossene Abschaffung der Studiengebühren kommt es zu erheblichen Einschränkungen für die Dualen Hochschulen im Land“, sagte der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk MdL anlässlich eines von den Regierungsfraktionen abgelehnten Antrags der CDU-Fraktion im Finanz- und Wirtschaftsausschuss. In dem Antrag sollte eine Kompensationszahlung in Höhe von 2,5 Millionen Euro an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) beschlossen werden.


Die grün-rote Landesregierung hat die Abschaffung der Studiengebühren beschlossen und beabsichtigt, den Hochschulen stattdessen pauschale Kompensationszahlungen in Höhe von 280 Euro je Studierenden zu gewähren. „Die DHBW wäre bei einem solchen Vorgehen spürbaren finanziellen Beeinträchtigungen ausgesetzt. Der DHBW stehen bislang pro Kopf Mittel in Höhe von 375,26 Euro durch den Erhalt von Studiengebühren zur Verfügung. Im Haushaltsjahr 2012 werden der DHBW somit Mittel in Höhe von ca. 2,5 Mio. Euro fehlen, die im Rahmen der Sonderzahlung hätten kompensiert werden sollen“, betonte Hauk.

„Wir verbanden mit dem Antrag die Hoffnung, der mangelnden Kompensation der bisherigen Studiengebühren an der DHBW entgegentreten zu können. Bedauerlicherweise wurde dieser Antrag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen jedoch abgelehnt“, so Hauk weiter. Damit fehle gerade auch der DHBW am Standort Mosbach wichtiges Geld, um den besonderen Anforderungen, die durch das umfangreiche Wachstum des Standorts entstünden, gerecht zu werden. Eine Herausforderung für die Zukunft bestehe etwa darin, für die zunehmende Zahl der jungen Bachelorabsolventinnen und -absolventen weiterbildende Masterangebote zu entwickeln und bereitzustellen.


„Die DHBW leistet einen enorm wichtigen Beitrag im vielfältigen Bildungssystem Baden-Württembergs, was nicht zuletzt durch den breiten Zuspruch und den großen Zulauf Bestätigung findet. Hier zu sparen, ist eindeutig der falsche Weg und auch leider ein verheerendes Signal. Denn es scheint, als wolle man lieber ideologisch motivierte Einheitsschulen fördern, anstatt bewährte Strukturen zu erhalten“, bedauerte Hauk.

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