„Energiewende nur mit Wärmeenergie möglich“

LogocduInformationsveranstaltung der CDU Schefflenz

Schefflenz. (pm) Zweidrittel des Energieverbrauches in Deutschland fallen auf die Wärmeenergie ab. Die Energiewende auch in diesem Bereich zu meistern wird eine der zentralen Aufgaben der nächsten Jahre.

Sebastian Damm, Geschäftsführer der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T), informierte interessierte Bürger auf einer Informationsveranstaltung der CDU Schefflenz in der Badgaststätte in Unterschefflenz über die Bioenergie-Region, ihre Aufgaben und Erfolge, sowie über die regionalen Projekte.

In seiner Präsentation zur Bioenergie-Region H-O-T, eine von 21 Bioenergie-Modellregionen in Deutschland, erläuterte Damm zunächst das Dilemma der falschen Betrachtungsweise bei der Energiewende. Während sehr viel Geld in erneuerbare Energien zur Stromerzeugung investiert wird, bleibe bedauerlicherweise die Wärmeenergie auf der Strecke. Obwohl diese rund zweidrittel des Energieverbrauches ausmache, wird sie erst zu 10% durch erneuerbare Ressourcen erzeugt. Ein Grund hierfür sei, dass es bei anderen erneuerbaren Energiequellen wie z.B. der Wind- und Sonnenenergie wesentlich mehr Geld zu verdienen gebe.




Wieso eine Bioenergie-Modellregion Sinn macht wird deutlich, wenn man betrachtet, dass alleine im Neckar-Odenwald-Kreis jährlich 300 Millionen Euro für fossile Rohstoffe ausgegeben werden. Geld das die Region verlässt.

Die zweite große Herausforderung neben der Bereitstellung von Wärmeenergie, sei die Entwicklung von wirkungsvollen Speichermedien. Hierbei seien bereits vielversprechende Versuche mit Elektrolyse Verfahren gemacht worden, welche bereits in wenigen Jahren marktreif sein könnten, um so z.B. Windenergie dauerhaft zu speichern.

Zum Thema Windenergie informierte Damm außerdem über die Herausforderungen bei der Erstellung eines Flächennutzungsplans und betonte dabei die Wichtigkeit kommunaler Zusammenarbeit und die Notwendigkeit auch die Bürgerinnen und Bürger ins Boot zu holen.

Als Grund für die Tatsache, dass Baden-Württemberg bis jetzt noch das Flächenland mit den wenigsten Windkraftanlagen sei, nannte er, dass es erst seit wenigen Jahren wirtschaftlich rentable, sogenannte Schwachwindanlagen für Standorte in Baden-Württemberg gebe.

Im Anschluss konnten noch Fragen bei einem persönlichen Dialog geklärt werden und Gemeindeverbandsvorsitzender Felix Krones bedankte sich bei Sebastian Damm für seinen sehr interessanten und aufschlussreichen Vortrag.

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