Aufnahmehaus für Wohnungslose in Mosbach

Aufnahmehaus Vertragsunterzeichnung

Ludwig Prinz von Baden, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Mosbach und Landrat Dr. Achim Brötel unterzeichneten im Beisein von Renate Körber, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales im Landratsamt (von links), eine Vereinbarung hinsichtlich des geplanten Aufnahmehauses für Wohnsitzlose, in dem künftig drei Einzelzimmer für Menschen ohne festen Wohnsitz bereit gehalten werden. (LRA)

Mosbach. (lra) Das Konzept hat überzeugt, die Förderung steht, der Vertrag ist unterzeichnet, die Ausschreibung kann beginnen und damit wird in Kürze eine weitere Versorgungslücke in Mosbach geschlossen sein. Die Rede ist von einem „Aufnahmehaus“ für Wohnsitzlose, eine Unterkunft mit drei zweckmäßig eingerichteten Einzelzimmern, die auf dem Gelände des DRK-Kreisverbands Mosbach in der Sulzbacher Straße entstehen wird. Als sinnvolle Ergänzung zur schon seit Mitte der 1990er-Jahre betriebene Tagesstätte für Wohnsitzlose beim DRK, wo Wohnsitzlose sich tagsüber aufhalten, kochen, duschen, Wäsche waschen, sich beraten lassen und auch ihren Tagessatz abholen können. Übernachten aber war dort – bis auf extrem kalte Winternächte – ausgeschlossen.

Nun hat der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Steffen Blaschek, sich dieser Problematik angenommen. Der Standort ist nicht nur, was die Tagesstätte betrifft, ideal. Denn auch der Tafelladen und die Kleiderkammer, wo Menschen mit geringem Einkommen für wenig Geld einkaufen können, sind in direkter Nachbarschaft.




In der Betreuung der Menschen ohne festen Wohnsitz arbeiten das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises und der DRK-Kreisverband schon lange eng und vertrauensvoll zusammen. Diese Zusammenarbeit setzt sich fort: Landrat Dr. Achim Brötel als Vertreter des Landkreises und Ludwig Prinz von Baden, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Mosbach, unterzeichneten im Beisein von Renate Körber, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales, jetzt einen Vereinbarung, die die Modalitäten für das Aufnahmehaus regelt. Dadurch hat sich das Landratsamt unter anderem verpflichtet, die Sozialbetreuung für die Wohnsitzlosen zu übernehmen. Diese Betreuung wird auch bisher schon in der Tagesstätte bei Bedarf von Sozialarbeitern des Landratsamtes wahrgenommen.

Bei der Finanzierung beteiligt sich das Land und der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg mit knapp 62.000 Euro, was seiner Förderquote von rund 50 Prozent entspricht. Darüber hinaus will das DRK die Maßnahme mit Spenden, Eigenmitteln und einem Kredit finanzieren.

„Das ist ein Schritt in Richtung Aufbau einer bedarfsgerechten und angemessenen Versorgung von Menschen ohne festen Wohnsitz im Neckar-Odenwald-Kreis. Als solchen begrüße ich das Engagement des DRK und insbesondere von Geschäftsführer Blaschek ausdrücklich. Wir beteiligen uns gerne mit unseren Möglichkeiten, damit Wohnsitzlose hier nicht nur tagsüber eine Bleibe finden, wo sie kochen, essen, duschen und Wäsche waschen können, sondern wo sie auch menschenwürdig übernachten können“, erklärte Landrat Dr. Achim Brötel. 

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