Bahnhofsallee wird mit Schranke gesperrt

Bahnhofsallee erhaelt Schranke

Mit einer Schranke soll die Bahnhofsallee künftig wieder für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Busse und Feuerwehr erhalten einen Handsender. (Foto: Liane Merkle) 

Mudau. Die Bahnhofsallee in Mudau wird wieder mit einer elektronischen Schranke versehen. Der Gemeinderat beauftragte in seiner jüngsten Sitzung unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Firma Zaun & Sicherheit aus Marktheidenfeld mit der Lieferung und Montage zum Angebotspreis von 8.425 Euro. Die Bahnhofsallee war in den vergangenen Jahren für den Durchgangsverkehr durch eine fest installierte Barriere gesperrt. Mit der Abänderung der Verkehrsführung für den Busverkehr durch die Langenelzer Straße hindurch wurde die Sperre abmontiert was dazu führte, dass die enge Bahnhofsallee wieder vermehrt für den Durchgangsverkehr genutzt wurde, wodurch es Problemen mit dem Busverkehr kam. Die Funkfernsteuerung der neuen Schranke erfolgt über Handsender, die in den Bussen der BRN sowie in den Fahrzeugen der Feuerwehr stationiert werden. Nach den Worten des Bürgermeisters seien die Mittel in der Gesamtfinanzierung für den Ausbau der Langenelzer Straße bereits enthalten. Gernot Grimm hielt das zwar nur für die zweitbeste Lösung, doch sein Vorschlag, die Bushaltestelle zu verlegen, war schon mit der Erweiterung des Edekamarktes vor drei ca. drei Jahren definitiv abgelehnt worden.

Mit Kosten in Höhe von 90.211 Euro stellte das Gremium die Erneuerung der 500 Meter langen Wasserförderleitung Rumpfen vom Hochbehälter VI bis zum alten Hochbehälter fest. Die Arbeiten wurden durch die Firma Mackmull aus Muckental ausgeführt und die Maßnahme bereits abgenommen. Da es für diese Arbeiten keine Förderung gab, waren die Ausgaben durch Kredite zu finanzieren. Die Oberbodenarbeiten im Wiesenbereich konnten witterungsbedingt nicht mehr abgeschlossen werden und sollen nun von den Grundstückseigentümern in Absprache mit der bauausführenden Firma in Eigenregie erledigt werden.




Für den Ausbau der Ernsttaler Straße mit Gehwege, Wasser, Abwasser, Oberflächenwasser und die Geschieberückhaltestation beim Regenüberlaufbecken stellte der Gemeinderat Kosten in Höhe von 1.131.040 Euro fest. Die Bauarbeiten wurden durch die Firma Leonhard Weiss aus Bad Mergentheim ausgeführt. An Zuschüssen gab es für diese Maßnahme insgesamt 704.737 Euro, wobei die Erneuerung der Wasserleitungen ausschließlich durch Eigenmittel und Darlehen der Gemeinde finanziert werden mussten. Lobend erwähnte Harald Grimm die unglaubliche Toleranz der Mörschenhardter im Rahmen dieser wirklich großen Baumaßnahme.

Bezüglich der Kommunalwahlen im nächsten Jahr wurde beschlossen, an der bisherigen Sitzzahl von 17 festzuhalten und auch deren Verteilung auf die Ortschaften nicht zu ändern. Die Sitzzahlen richten sich nach der Bevölkerungszahl und die örtlichen Verhältnisse. Gegenüber der Kommunalwahl 2009 ist die Einwohnerzahl von Mudau unter 5.000 gesunken und liegt derzeit bei 4.858 Einwohnern. Die derzeit vorhandenen 17 Sitze seien trotz Abrutschen in die nächst niedrigere Gemeindegrößengruppe aber weiterhin möglich. Andreas Schölch regte an, die unechte Teilortswahl aufzuheben, weil die Gemeinde seiner Meinung nach schon sehr zusammen gewachsen sei. Dem widersprach Hans Slama und ein Großteil des Gremiums, weil man erst gar kein böses Blut aufkommen lassen wolle.

Nachdem man einer Änderung des Konzessionsvertrages mit der EnBW mit einer Laufzeit bis 30. September 2028 zugunsten der Gemeinde zugestimmt hatte, war man auch einverstanden mit einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrages an die Badische Landesbühne auf Grundlage einer Landesvereinbarung. Für Mudau als kleinste Mitgliedsgemeinde ergibt sich nach Staffelung dadurch im laufenden Jahr eine Erhöhung des Beitrages um 308,90 Euro, im kommenden Jahr um 617,81 Euro, im Jahr 2015 um 926,71 Euro und schließlich im Jahr 2016 um 1235,61 Euro. Damit soll eine finanzielle Absicherung der Landesbühnen gewährleistet werden und ihnen gleichzeitig Planungssicherheit für die kommenden Jahre geben.

Nach dem Willen des Gemeinderates soll die DSL-Versorgung für die Ortsteile Mudau und Mörschenhardt auf mindestens 25 Mbit/sec. verbessert werden. Die übrigen Ortschaften sind bereits mit dieser Datenübertragung ausgerüstet, wobei Langenelz und Waldauerbach in diesem Jahr und im kommenden Jahr noch aufgerüstet werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die dazu nötigen Förderanträge zu stellen. Weiterhin wurde das Ingenieurbüro Sack und Partner aus Adelsheim mit der Tiefbauplanung für diese Trasse für Honorarkosten in Höhe von 55.870 Euro beauftragt. Wie Bürgermeister Dr. Rippberger in diesem Zusammenhang betonte, hat der Kreis für die „Datenautobahn“ rd. 8 Mio. Euro in die Hand genommen und damit maßgeblich dazu beigetragen, dass man im Neckar-Odenwald-Kreis nahezu flächendeckend auf den jetzigen Stand der Technik stolz sein kann.

Das touristische Jahresprogramm 2013 der Gemeinde Mudau umfasst in seiner 10. Auflage 18 Veranstaltungen in Kultur und Sport. Wie Christoph Müller erläuterte, sind dabei Traditionsprogramme wie Herbstlauf, Bauernmarkt und Laurentiusmarkt ebenso vertreten wie z. B. das 150-jährige Jubiläum des TSV, Dorffeste in den Ortsteilen oder interessante Wanderungen, teilweise Länderübergreifend. Das Schlosskonzert Waldleinigen findet dieses Mal als italienische Nacht statt. Christoph Müller machte außerdem noch aufmerksam auf die Geopark spezifischen Ausbildungen in Mudau. Nach den Geopark-Vor-Ort-Begleitern für Wildenburg und anderen Spezialgebiete läuft derzeit eine Ausbildung für Fahrrad-Führer im Geopark. Die durch Geopark-Vor-Ort-Begleiter geführten Wanderungen haben sich touristisch ebenso bewährt wie der kulturhistorische Rundweg der Gemeinde. Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten in diesem Bereich sei Mudau in diesem Jahr auch zum Start- und Zielort des Drei-Länder-Radtour ausgewählt worden, wo mit rd. 300 Teilnehmern zu rechnen sei. Und schließlich stehe man vor der Neuauflage eines Flyers zur Wanderbahn. Weitere Radweg-Ausbauten in alle Richtungen sind laut Dr. Rippberger bereits angemeldet und sollen das Netz vervollständigen.

In der Bürgerfragestunde wurde unter anderem gefragt: „Bioenergiedorf Großeicholzheim – ist das auch für Mudau denkbar?“ Nach Ansicht des Bürgermeisters ja, durch das Biomasseheizkraftwerk, ein kleines Nahwärmenetz, Windkraftanlagen und viele weitere Bioenergiemaßnahmen. Außerdem machte ein Anwohner darauf aufmerksam, dass die Langenelzer Straße noch immer so stark zugeparkt wird, dass die Busse Schwierigkeiten haben, durchzukommen. Des Weiteren gibt es Absenkungen in den Bürgersteigen, die Bepflanzungen sind durch das katastrophale Einparken gefährdet und an einigen Stellen senken sich schon die Pflastersteine.

Ernsttaler Strasse wird ausgebaut
Die Ernsttaler Straße wird für 1,13 Mio. Euro ausgebaut. (Foto: Liane Merkle)

 

 

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