Auftakt der diesjährigen Bildungsoffensive der KWiN mit dem Umwelttheater „Sonjas neue Wohnung“ von Andreas Knab. (Foto: pm)
Umweltbildung stärkt nachhaltiges Handeln
Buchen. (pm) Mit dem Puppentheaterstück „Sonjas neue Wohnung“ des Puppentheaters Andreas Knab ist die Kreislaufwirtschaft Neckar-Odenwald (KWiN) und die Energieagentur Neckar-Odenwald (EAN) in ihre diesjährige Bildungsoffensive gestartet. Die Auftaktveranstaltung fand am Mittwoch in Buchen mit den Kindern des Sportkindergartens Wirbelwind und des Kindergartens St. Rochus statt.
Gemeinsam mit den Kindern verfolgten Benjamin Laber, Erster Beigeordneter der Stadt Buchen, KWiN-Vorstand Sebastian Damm und Uwe Ristl, Leiter EAN, begeistert die Mitmachaufführung und zeigten sich von der Aktion beeindruckt. Die altersgerechte und zugleich unterhaltsame Vermittlung wichtiger Umwelt- und Abfallthemen sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie Bildung nachhaltig wirken könne, so das gemeinsame Fazit.
In den kommenden Wochen folgen zahlreiche weitere Vorstellungen in Kindergärten und Schulen im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis. Ziel der KWiN ist es, Kinder frühzeitig für die Themen Abfallvermeidung, Mülltrennung, Ressourcenschutz und nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren.
Umweltbildung beginnt im Kindesalter
„Wer Kinder für Umwelt- und Abfallthemen begeistert, legt den Grundstein für verantwortungsbewusstes Handeln von morgen“, betont KWiN-Vorstand Sebastian Damm. „Gerade im Bereich der Abfallvermeidung entstehen viele Gewohnheiten bereits in jungen Jahren. Deshalb setzen wir bewusst dort an, wo Wissen, Werte und Verhaltensweisen besonders nachhaltig vermittelt werden können.“
Die Umweltbildungsarbeit gehört seit Jahrzehnten zu den festen Aufgaben der Kreislaufwirtschaft und wurden in den vergangenen drei Jahren nochmals deutlich intensiviert. Bereits seit 1993 werden Kinder und Jugendliche im Neckar-Odenwald-Kreis altersgerecht an Umwelt- und Abfallthemen herangeführt. Die Theaterangebote verbinden dabei Unterhaltung mit Wissensvermittlung und ermöglichen den Kindern, die Inhalte aktiv mitzuerleben und selbst zu entdecken.
Angebote für Kindergarten und Grundschule
Für Kindergartenkinder steht in diesem Jahr erneut das Mitmach-Puppentheater „Sonjas neue Wohnung“ auf dem Programm. Spielerisch lernen die Kinder dabei den richtigen Umgang mit Abfällen und die Bedeutung von Mülltrennung kennen.
Für Grundschulen ist wieder das Stück „Johnny und das Müllmonster“ des Puppentheaters Lari Fari im Einsatz. Die Umweltgeschichte greift die Themen Abfallvermeidung und Lebensmittelverschwendung auf und vermittelt wichtige Zusammenhänge altersgerecht und praxisnah.
Bildungsoffensive wächst weiter
Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr ein weiteres Bildungsangebot für ältere Schülerinnen und Schüler.
Nach einer erfolgreichen Probeaufführung Anfang des Jahres in Walldürn wurde das Umwelttheater Aschaffenburg erstmals fest in die Bildungsoffensive eingebunden. Mit einem speziell für die Klassenstufen fünf und sechs entwickelten Theaterstück werden Themen wie Meeresverschmutzung, Ressourcenschutz und die Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens aufgegriffen. Dabei kommen erstmals professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler zum Einsatz, die die Schülerinnen und Schüler aktiv in das Bühnengeschehen einbeziehen.
Kinder erreichen Familien
Die Bedeutung dieser Arbeit reicht dabei weit über die Bildungseinrichtungen hinaus. Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Kinder die vermittelten Inhalte in ihre Familien tragen und dort wichtige Impulse für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen setzen. Auf diese Weise trägt die Bildungsoffensive dazu bei, Umwelt- und Klimaschutz im Alltag zu verankern und die Abfallvermeidung bereits an der Basis zu stärken.
Seit dem Start der Bildungsoffensive konnten bereits rund 10.000 Kinder aus dem gesamten Neckar-Odenwald-Kreis erreicht werden. Allein in diesem Jahr sind 18 Spieltage in elf Städten und Gemeinden geplant. Dabei werden rund 1.000 Kindergartenkinder, 550 Grundschulkinder sowie weitere 500 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf und sechs erreicht.
Möglich wird das Angebot durch die bewährte Zusammenarbeit mit der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (EAN) sowie die Förderung des Landes Baden-Württemberg. Für die teilnehmenden Einrichtungen ist das Bildungsangebot dadurch kostenfrei. Ergänzend werden – wo möglich – weitere Bildungsbausteine wie Unterrichtseinheiten oder Führungen im Zentrum für Entsorgung, Umwelt und Technik (Z.E.U.S.) angeboten.
Investition in die Zukunft
Für die KWiN steht fest: Umweltbildung ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Entsprechend laufen bereits die Planungen für die Fortführung und Weiterentwicklung der Bildungsoffensive im kommenden Jahr.