SPD-Kreistagsfraktion für Gemeinschaftsschulen

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Intensive Zusammenarbeit der Gemeinden zur regionalen Schulentwicklung angemahnt

Neckarelz. (pm) „Schulpolitik und die Entwicklung der Schullandschaft im Neckar-Odenwald-Kreis bleibt nach wie vor  ein Hauptschwerpunkt für die SPD-Kreistagsfraktion“ stellte die Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann bei der Begrüßung in Neckarelz  fest. „Dies betrifft insbesondere die Einführung der Gemeinschaftsschule und deren konkrete Umsetzung, die  Schüler, Eltern, Lehrer und Kommunen vor große Herausforderungen stellt.“ Dabei geht es nicht nur um die Ausformung  der Bildungspläne, die Organisation der Lehrerdeputate, die Beförderung und die Finanzierung, sondern spannend wird die Eingliederung von behinderten Kindern in unsere Regelschulen, ebenso wie die Wege zum Abitur – über G8/G9 aber auch zunehmend über das berufliche Gymnasium.

„Wir haben als Landkreis im ländlichen Raum vor allem dafür Sorge zu tragen, dass Familien für ihre Kinder das ihnen entsprechende Angebot finden und kein Kind verloren geht“ betonte Dr. Dorothee Schlegel. „Eng damit verknüpft ist der Erhalt und die Stärkung der Bildungsangebote Gymnasium, Realschule und Duale Hochschule in den Gemeinden und im Kreis“ waren sich die Kreisräte einig. Herbert Kilian stellte fest: „Die Hauptschule ist ein Auslaufmodell und die damals von Schwarz-Gelb vollkommen unausgegorene Einführung der Werkrealschule neuer Art war ein Schuss in den Ofen und kann die Akzeptanz dieser Schulart nicht erhöhen. Außerdem muss bei allen Überlegungen auch der Schülerrückgang berücksichtigt werden“.




„Deshalb ist es dringend erforderlich, dass die Gemeinden mit einander ins Gespräch kommen und gemeinsam ihr zukünftiges Schulangebot planen.“ forderte Ralf Schnörr die Bürgermeister auf. „ Gerade die Gemeinschaftsschule ist für kleine Gemeinden die Chance ihre Schulen zu erhalten und trotzdem die Kinder entsprechend ihren Begabungen zu fördern. Auch die Form als Ganztagsschule gibt vielen Kindern entsprechende Förderchancen und beiden Eltern die Möglichkeit, berufstätig zu sein.“ erklärte Kreisrätin und Bundestagskandidatin Dr. Schlegel

Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, der ab 1.August  2013 für alle Kinder unter drei Jahren gilt, war ein weiterer Diskussionspunkt. Dazu erläuterte Heide Lochmann: „Die Gemeinden im Kreis sind – auch mit der finanziellen Unterstützung der Grün-Roten Landesregierung – auf einem guten Weg. Wir müssen aber trotz sinkender Kinderzahlen beharrlich am Ausbau des Angebots an Ganztagesbetreuung und an der Tagespflege bleiben, um die Quote zu erfüllen, und um junge Eltern hier im Kreis zu halten. Auch die Betreuung in den Ferien muss noch besser gelöst werden.“ Bei diesem Punkt wies Dr. Schlegel nochmals auf die besonders flexible Betreuung durch Tagesmütter hin und forderte für sie eine verlässliche angemessene  Bezahlung.

Ein weiterer Punkt der Beratung war die Entwicklung bei den Pflegeheimplätzen. Hierzu berichtete Kreisrat Norbert Bienek, dass die neuen Heimbauverordnungen mit einer Vergrößerung der Flächen und vorgeschriebener Einzelbelegung zu einer Reduzierung der Plätze führen wird und somit zu einer Erhöhung der Betriebskosten. „Den Heimträgern müssten aber bei besonderem Umständen auch andere Lösungen zu gelassen werden, z.B. bei Ehepaaren und um den Wunsch einzelner Bewohner berücksichtigen zu können“ ließ er wissen.

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