Neckar-Odenwald-Kliniken mit DEKRA-Zertifikat

Die Erstzertifizierung bestätigt eine stetige Leistungssteigerung

Dekra Zertifikat

Kein Festakt, aber berechtigte Freude und Erleichterung bei den Stationsleitern: Nach ausführlichen Begutachtungen im Sommer erhielten die Neckar-Odenwald-Kliniken am 8. Oktober von der DEKRA die Erstzertifizierung und damit eine offizielle Qualitätsbestätigung. Elisabeth Neumann, Leiterin des Qualitäts- und Risikomanagements, nimmt die Urkunde aus der Hand von Michael Schneemann, DEKRA Certification GmbH Stuttgart, entgegen. (Foto: pm)

Buchen/Mosbach.  (pm) Dass die Neckar-Odenwald-Kliniken aktuell mit großen wirtschaftlichen Problemen konfrontiert sind, macht viele Menschen in der Region nachdenklich. Gleichzeitig gibt es aber regelmäßig Nachweise für die kontinuierlich steigende Leistungsfähigkeit dieser Kliniken. „Die personellen und medizintechnischen Standards, die das Niveau der Klinikstandorte Buchen und Mosbach kennzeichnen, können sich mit der Leistungsqualität großstädtischer Klinikzentren durchaus messen.“  Diese Feststellung ist keine Selbsteinschätzung, sondern abzuleiten aus dem am 8. Oktober 2013 erhaltenen DEKRA-Zertifikat gemäß DIN EN ISO 9001:2008. Weiter heißt es im Bericht der DEKRA: „Besonders hervorzuheben ist die hohe Fachkompetenz und das hohe Engagement der verantwortlichen Mitarbeiter im Qualitäts- und Risikomanagement. Dem Unternehmen Neckar-Odenwald-Kliniken ist sehr zu wünschen, dass die Promoter und Visionäre des Projektes zur Umsetzung einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung in Puncto Prozess- und Strategiemanagement in vollem Umfang von allen Leitungen der einzelnen Abteilungen … aktiv unterstützt werden.“

Die Auditoren der DEKRA Certification GmbH Stuttgart hatten am 18. und 19. Juni 2013 an beiden Standorten die Abläufe und Qualitätsmerkmale ausführlich begutachtet. Im daraufhin erhaltenen Zertifikat wird den Pflegenden und den Ärzten beider Kliniken mit klaren Worten Anerkennung ausgesprochen: „Sie haben die Prozesse im Griff, kennen die gesetzlichen und beruflichen Vorgaben gut.“

Durch die Vorbereitung der Zertifizierung wurde im Zeitraum mehrerer Jahre ein strukturiertes Qualitätsmanagement-System für die internen Strukturen und Prozesse aufgebaut. Hierbei standen insbesondere das Bildungsinstitut für Gesundheits- und Krankenpflege, die Geriatrische Rehabilitation, die medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Prozesse sowie die Prozesse in den Laboren, im Röntgen und der Endoskopie im Fokus, um die qualitativ hochwertige Leistungserbringung zu sichern und auch weiterhin konstant zu verbessern.




Für den Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagements, das jetzt mit einer Zertifizierung belohnt wurde, mussten die Mitarbeiter der Kliniken anfänglich motiviert und teilweise auch überzeugt werden, da die Infragestellung routinierter Abläufe und die Einübung neuer Handlungsmuster die Bereitschaft erfordert, das eigene Tun zu reflektieren und zu verändern. Dazu die Qualitätsmanagementbeauftragte Elisabeth Neumann: „Der Weg vom – Jeder macht, was er für richtig hält – hin zu  – Jeder folgt den Regeln, die gemeinsam als sinnvoll definiert werden – war und ist nicht einfach. Man muss dabei auch immer darauf achten, bei dem angestrebten Qualitätsbegriff die richtige Mitte zwischen klaren Handlungsanweisungen und dem individuellen Einbringen der Mitarbeiter zu finden. Wir hatten uns deshalb in vielen Arbeitsgruppen und Meetings intensiv damit zu beschäftigen, bestehende Standards weiterzuentwickeln und neu erarbeitete Standards im Klinikalltag umzusetzen. Wobei immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass die Arbeit an Qualitätssteigerungen keinen Selbstzweck darstellt, sondern deutlich zur Optimierung von Behandlung und Pflege beiträgt. Patienten, deren Angehörige und niedergelassene Ärzte wissen dies zu schätzen.“

Michael Schneemann von der DEKRA Certification GmbH Stuttgart betonte bei der Überreichung des Zertifikats die Wichtigkeit, den Qualitätsmaßstäben kontinuierlich und auf breiter Basis zu folgen, wofür es den Einsatz aller Mitarbeiter bedürfe. Auf einen feierlichen Rahmen für die Zertifikatsübergabe wurde vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation übrigens verzichtet. Stattdessen nutzte man eine ohnehin anberaumte Sitzung der Stationsleiter. Dennoch machten die Anwesenden deutlich, dass den Mitarbeitern aller Berufsgruppen in den Neckar-Odenwald-Kliniken Dank und Anerkennung für das geleistete Engagement gebühre.

Im Rahmen der externen Begutachtung waren die Prozesse des Geschäftsbereichs Finanzen kein Thema, vielmehr ging es um die Qualität der medizinischen und medizinnahen Dienstleistungen, deren hohen Leistungsstand die Zertifizierung bestätigt. Dabei stellt das vorhandene Qualitätsmanagement-System nach Auffassung der Mitarbeiter und der Auditoren die Basis für die qualitativ hochwertige Arbeit an den Neckar-Odenwald-Kliniken dar. Die jetzt bestätigte Qualität wird bereits im Frühjahr 2014 mit einem Überwachungsaudit durch die DEKRA erneut überprüft.

Als unverzichtbar und wichtig bezeichnen es die im Qualitätsmanagement engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass die Patienten und überweisenden Ärzte weiterhin die Leistungen der Neckar-Odenwald-Kliniken in Anspruch nehmen, damit das hohe Qualitäts- und Leistungsniveau aufrecht erhalten werden kann.

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