Mit Weihnachtszauber auf den Heimweg

Ehrung MV Seckach

(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Es war schon fast ein „Fischer-Chor“ der da zu später Stunde „Oh du fröhliche“, „Ihr Kinderlein kommet“ und das „Gloria“ durch die Seckachtalhalle schmetterte, und das ganze auch noch in der perfekten Instrumentalbegleitung durch den Musikverein Seckach zusammen mit dem SOS-Jugendorchester.

Dieser schon traditionelle Abschluss des Weihnachtskonzerts, das Dirigent Martin Heß wieder einmal mit viel Liebe zum Detail geplant und organisiert hatte, gab den Besuchern dann den Zauber von Weihnacht mit auf den Heimweg, nachdem sie fast drei Stunden konzertante Blasmusik  haben genießen können.

Den Auftakt für diesen besonderen Abend hatte in hervorragender Weise die Musikerjugend aus Seckach, Oberschefflenz und Schlierstadt unter der Leitung von Stephan Kraus und Diana Heß gestaltet. Dieses S-O-S-Jugendorchester kredenzte unter der gekonnten Moderation von Freya Hentschel und Sofie Winkler so bekannte Stücke wie „I dreamed a dream“, „Little Red in the Hood“ und „Summernights“, bevor die Stammkapelle unter dem Dirigat von Martin Heß und der sehr detaillierten Moderation von Bürgermeister Thomas Ludwig ihr Können unter Beweis stellte.

Mit dem „Einzug der Gäste auf die Wartburg“ von dem privat sehr schwierigen, musikalisch bis heute faszinierenden Richard Wagner zog Bayreuther Festspielglanz in die Seckachtalhalle. Das nachfolgende Medley mit Melodien aus der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber setzte einen so großen Kontrast, dass beide Stück zum Glänzen kamen, ebenso wie das „Hipp, Hipp, Hurra“, wobei die Melodie dieses einstigen Kaisermarschs heute besser bekannt ist als das offizielle Vereinslied von Borussia Dortmund.




An dieser Stelle dankte Dirigent Heß seinen Musikern, die sich überwiegend aus Bayernfans zusammensetzen, dass sie das gegnerische Vereinslied mit so viel Begeisterung gespielt haben. Und wieder änderte sich die Musik- und dieses Mal auch die Fotoszene auf der Bühne um mindestens 180 Grad. Zu einer Diashow über Island mit seinen vielen verschiedenen Naturgewalten ertönte das nicht weniger kraftvolle „Terra Vulcania“ von O.M. Schwarz, das musikalisch die Zerstörungswut, aber auch die nachfolgenden fruchtbaren Böden als Entschädigung hörbar machte. Ebenso faszinierend wie die feuerspeienden Berge sind wohl die Gattungen der Dinos, deren bunte Charaktere in dem Science-Fiction-, Horror- und Abenteuerfilm in der Kulisse seiner aufregenden Musik herausgestellt wurden.

Der Musikverein Seckach nahm sein Publikum mit in diesen weltweit erfolgreichsten Kinofilm, bevor er seine breit gefächerte Reise durch die Musikwelt mit zwei Jazz-Stücken – bereichert durch István Koppanyi am Klavier – schloss. Zunächst intonierten sie „Spinning Wheel“ aus dem „Blood, Blues and Tears“-Album und schließlich mit dem bekannten „Mack the Knife“ oder zu Deutsch „Die Moritat von Mackie Messer“, die in der Literatur auf Bertolt Brecht zurückzuführen ist. Mit seinem Dank als Bürgermeister für die wertvolle Arbeit des Musikvereins Seckach, vor allem im innovativen Jugendbereich, schloss Thomas Ludwig den offiziellen Konzertteil, dem nach begeisterten Beifallstürmen das Weihnachtsliedersingen für und mit allen folgte.

Den feierlichen Rahmen ihres Weihnachtskonzerts nutzten die Verantwortlichen des Musikvereins Seckach und des Blasmusikverbands Odenwald-Bauland mit Hermann Schmitt und Günter Albrecht, um langjährige und verdiente Musiker und Musikerinnen auszuzeichnen. Letzterer dankt Monika und Bernhard Hoffert im Namen des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland und in Vertretung des Bundes Deutscher Blasmusikverbände mit der Ehrennadel in Silber samt Urkunde für 25 Jahre treue und aktive Verbundenheit zu Blasmusik. Albrecht betonte dabei, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, wenn Musiker über einen so langen Zeitraum so viel Freizeit in die dienende Musik investieren. Hermann Schmitt schloss sich dem Dank – ebenfalls mit Ehrennadel und Urkunde sowie einem Präsent – im Auftrag des Vereins zu gerne an. Die Blockflötengruppe von Monika Hoffert bedachte sie dankbar mit einem eigenen Geschenk. Für 10jährige Treue zum Verein wurde der in Leimen wohnhafte Christian Schuppel gewürdigt. Und zu Ehrenmitgliedern wurden die Passiven Mitglieder Hans Langer, Mario Nasellu und Erich Keller ernannt, bevor Stephan Kraus sich im Namen der Schlagzeuger bei Meinrad Schwing für dessen geniale – und sehr aufwändig herzustellende – Schlagzeugwagenkonstruktion bedankte.

 

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