Kleinwindanlagen beim Landratsamt

20140331-144317.jpg

Derzeit sind die Vermesser auf einem Parkplatz des Landratsamtes in Mosbach aktiv, um den optimalen Standort von vier Kleinwindanlagen festzulegen, die künftig sauberen Strom produzieren sollen. Wie so eine Kleinanlage aussehen kann, zeigt die Einblendung. (Foto: LRA)

Mosbach. Der Neckar-Odenwald-Kreis will seine Spitzenposition in der baden-württembergischen Landesliga der Erneuerbaren Energien gezielt weiter ausbauen. Das ist vor allem Landrat Dr. Achim Brötel ein echtes Anliegen. Deshalb soll jetzt auch das Landratsamt selbst mit der Produktion von sauberem Strom als gutes Beispiel vorangehen. Schon weit fortgeschritten sind die Planungen für insgesamt vier Kleinwindanlagen auf dem Parkplatz oberhalb der Landratsamtsgebäude 8 und 4 in Mosbach. Derzeit sind gerade die Vermesser aktiv, um den optimalen Standort der Anlagen festzulegen. „Wir wollen der EEG-Novelle zuvor kommen und müssen deshalb jetzt schnell handeln“, erklärt der Landrat dazu. Erste Messungen hätten ergeben, dass im Landratsamt auch genügend Wind gemacht wird, um die Anlagen profitabel zu betreiben. Deshalb könne man das Projekt jetzt guten Gewissens angehen. „Lieber ab und zu ein frischer Wind als nur warme Luft“, so der Landrat wörtlich.




Geplant ist, zwei der Kleinwindanlagen im Sinne der regionalen Wertschöpfung als Mini-Bürgerwindpark zu konzipieren. Anteile können schon ab 100 Euro gezeichnet werden. Dr. Brötel und sein Kreiskämmerer Michael Schork rechnen mit einer enormen Nachfrage, weshalb sie das Wind-Hund-Prinzip entscheiden lassen möchten. Konkrete Interessensbekundungen nimmt das Kundenservicecenter des Landratsamtes jedenfalls ab heute Morgen um 8 Uhr entgegen. Die Reihenfolge der Anmeldungen entscheidet über die Zuteilung. Jeder Bürger kann nicht mehr als 11 Anteile zeichnen.
Den Gewinn der beiden anderen Kleinwindanlagen will der Kreis hingegen unmittelbar in die finanzielle Sanierung der Neckar-Odenwald-Kliniken investieren. Geschäftsführer Norbert Mischer ist schon vorab von dieser Idee begeistert und prognostiziert: „Mit dem Erreichen der schwarzen Null wird dank dieser großartigen Unterstützung sicher noch früher zu rechnen sein.“
Ebenfalls sehr angetan von der Idee der Kleinwindanlagen sind Sebastian Damm von der Bioenergie-Region H-O-T und Uwe Ristl, der Geschäftsführer der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (ean). Letzter hatte 2013 in speziellen Seminaren in Mosbach und Buchen für Hintergrundinfos zu den verhältnismäßig kleinen Windgeneratoren gesorgt. Dass die nun auch im Landratsamt auf fruchtbaren Boden gefallen sind, freut ihn natürlich: „Das bestätigt meine Arbeit. Insofern ist es für mich eine absolute Ehrensache, die weitere Realisierung dieses auch überregional bedeutsamen Projektes fachlich zu begleiten.“

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: