KWiN startet kreisweiten Handy-Wettbewerb

Kwin Startet Kreisweiten Handy Wettbewerb
KWiN startet kreisweiten Handy-Wettbewerb

KWiN startet kreisweiten Vereinswettbewerb zur Handysammlung – Gemeinsam Rohstoffe sichern, Vereine stärken und Nachhaltigkeit fördern; (Foto:TheDigitalArtistTheDigitalArtist/Pixabay)

Vereine im Sammelduell – Preisgelder von insgesamt 2.500 Euro

Buchen. (pm) Wer sammelt die meisten alten Handys? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer kreisweiten Aktion der Kreislaufwirtschaft Neckar-Odenwald (KWiN), die heute in die Anmeldephase startet. Gesucht werden bis zu 50 gemeinnützige Vereine, die sich einem besonderen Wettbewerb stellen wollen: dem Sammelduell um gebrauchte und ungenutzte Smartphones und Handys im Landkreis.

Vom 11. bis 30. Juni 2026 können sich die Vereine anmelden, bevor es vom 09. bis 23. Juli ernst wird. In diesem Zeitraum heißt es: möglichst viele Altgeräte auftreiben, sammeln und abgeben – und sich damit im direkten Vergleich mit anderen Vereinen messen.

Der Wettbewerbsgedanke steht dabei klar im Vordergrund. Wer am Ende die meisten Geräte zusammenträgt, hat die besten Chancen auf die ausgeschriebenen Preisgelder von insgesamt 2.500 Euro. Für den ersten Platz winken 1.000 Euro für die Vereinskasse.

Gleichzeitig verfolgt die Aktion ein wichtiges Ziel: Hinter jedem abgegebenen Handy steckt mehr als nur Elektroschrott. Die Geräte enthalten wertvolle Metalle und seltene Erden, die für zahlreiche Zukunftstechnologien unverzichtbar sind.

Durch Recycling lassen sich diese Rohstoffe zurückgewinnen und wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringen. Damit leistet jede Handyspende nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch zur Sicherung der Rohstoffversorgung in Deutschland.

„Wir machen aus einer wichtigen Umweltaufgabe einen Wettbewerb, der motiviert und aktiviert“, sagt KWiN Vorstand Sebastian Damm. „Über die Vereine und deren vielfältiges ehrenamtliches Engagement wollen wir die Menschen im Kreis erreichen und so einen echten Beitrag zum Ressourcenschutz leisten.“

Das Potenzial ist enorm: Experten schätzen, dass in deutschen Haushalten über 200 Millionen alte Handys schlummern. Die in diesen Altgeräten enthaltenen Rohstoffe könnten laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) den Materialbedarf für die Smartphone-Produktion über viele Jahre hinweg decken.

Die Rückgewinnung dieser Rohstoffe aus ausgedienten Geräten – das sogenannte „Urban Mining“ – gilt daher als wichtiger Baustein der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung und trägt dazu bei, die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten zu verringern. Darüber hinaus trägt die richtige Entsorgung dazu bei, Risiken durch Lithium-Ionen-Akkus zu vermeiden.

Teilnehmen können ausschließlich gemeinnützige Vereine aus dem Neckar-Odenwald-Kreis. Die Plätze sind auf 50 begrenzt und werden in der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Voraussetzung ist neben dem Nachweis der Gemeinnützigkeit auch die Teilnahme an einer verpflichtenden Schulung zum sicheren Umgang mit Elektroaltgeräten am 6. oder 07. Juli 2026 bei der KWiN in Buchen.

Nach Abschluss der Sammelphase werden die Gewinner ermittelt und im Rahmen von Preisverleihungen vor Ort ausgezeichnet.

Weitere Informationen sowie Online-Anmeldung gibt es unter auf der Internetseite und auf den Social-Media-Kanälen der KWiN.

17810899987510.jpg
17810899987510.jpg


(Grafik: pm)

Werbung

Umwelt

Von Interesse