EU-Projekttag am GTO

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Osterburken. (pm) Sich bewusst als Europäer bezeichnen und als Mitglieder der Europäischen Union fühlen, dieser uns ebenso fernen wie fremden Institution, deren Wirken wir kaum nachvollziehen können? Von diesen grundsätzlichen Zweifeln ausgehend befasste sich die Klasse 10a des Ganztagsgymnasiums Osterburken zusammen mit ihren Lehrern Tim Sonnenwald und Marina Wiznerowicz im Rahmen eines Projekttages mit dem Thema „Mobil in Europa“.

Am Vormittag spielten die Schüler in einem Planspiel den komplexen Aufnahmeprozess neuer Mitgliedsstaaten in die EU nach und erfuhren so spielerisch die Aufgaben der unterschiedlichen EU-Organe sowie die Herausforderungen, welche sich für sie aus den unterschiedlichen Standpunkten der Fraktionen, Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten ergeben.




Der Projekttag wurde abgerundet durch den Besuch der Bundestagsabgeordneten Margaret Horb, die sich geduldig den vielen Fragen der Klasse stellte, über reale EU-Politik informierte und auch offen kontroverse Aspekte mit den Schülern diskutierte. Neben den sich an das Planspiel angliedernde Themen wie die EU-Beitrittsdebatte kamen so auch das Verhältnis der EU zur Schweiz und aktuell insbesondere die Rolle der EU in der Krim-Krise zum Gespräch.

Neben allen neugewonnenen Einblicken überwog letztlich die Erkenntnis, dass Europa „zwar ganz schön kompliziert ist“, aber offenbar keineswegs so weit entfernt von Osterburken liegt, wie Stunden zuvor noch gedacht. „Man kann durchaus Europäer sein ohne seine Staatsangehörigkeit oder seine Identität in Frage zu stellen“, so das Fazit der Klasse. „Mobil in Europa“ – ein Schlagwort, welches durch das Verstehen dieser plötzlich näher gerückten Institution zu einer echten Perspektive geworden ist.

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(Foto: pm)

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