Aktionsprojekt – Vom Ei zum Huhn

Nicht nur die Kleinen sind begeistert

Vom Ei zum Huhn

(Foto: Kathrin Konrad)

Neckarelz. (kk) Lernen heißt erfahren und begreifen. Den Lauf der Natur hautnah erleben und kennenlernen sehen die Erzieherinnen der „Spielwiese e.V.“ in Neckarelz als wichtigen Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Bereits die kleinsten Kinder sollen auf spielerische Art die Naturphänomene erleben, erfahren und begreifen. In der „Spielwiese e.V.“ werden Kinder ab 6 Monaten bis 3 Jahre ganztags betreut. Die pädagogische Leitung Tanja Bangert-Wieder: „Für uns sind eine altersgerechte Kleinkindförderung, qualifiziertes Personal, ein behutsamer Übergang in den Krippenalltag, sowie ein strukturierter Tagesablauf mit Wiedererkennungswert für die Kinder selbstverständlich. Jedes Kind darf sich in seinem eigenen Tempo entwickeln, Dinge erforschen und Neues erlernen.“ Derzeit besuchen 23 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, die Kleinkindbetreuung.

Nach dem Motto „Frühling hautnah erleben“ läutete die Kleinkindbetreuung „Spielwiese e.V.“ in Neckarelz in den Frühling ein. Mit zwei naturwissenschaftlichen Experimenten, anhand derer die Kinder das Erwachen der Natur im Frühling hautnah erleben können. Bereits am Eingang der Kita ist das Motto der Aktionswochen deutlich zu erkennen. Viele kleine und liebevoll gestaltete Hinweise an den Türen, auf der Treppe und an den Wänden lassen bereits erahnen, wie viel sich die Erzieherinnen zu dem Thema haben einfallen lassen. Das erste Experiment war der Bau eines Vermariums. Das ist ein Schaukasten aus Holz, gefüllt mit unterschiedlichen Erdsorten, Sand und Laub, der freien Blick von allen Seiten auf den Lebensbereich des Regenwurms bietet. Über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen haben die Kinder fleißig Laub, Sand, Erde und natürlich auch Regenwürmer gesammelt, um dem Vermarium Leben einzuhauchen. Mittlerweile bewohnen 9 Regenwürmer das neue Zuhause. Sie werden liebevoll von den Kindern mit Wasser und Kompostabfällen jeden Tag versorgt. Für viele der Kleinen ist der erste Gang am Morgen direkt zu den Regenwürmern, denn vielleicht haben diese über Nacht wieder einen neuen Gang geschaffen. Das muss man schließlich überprüfen.




Das zweite Experiment sorgt ebenfalls für große Begeisterung und Neugierde – Und das nicht nur bei den Kleinen, denn das was da vor sich geht, sieht man nicht alle Tage… Wer weiß eigentlich woher das Huhn kommt? Oder was war wohl zuerst da? Das Ei oder das Huhn? Mit diesen Fragen haben sich die Erzieherinnen und die Kinder beschäftigt. Im eigens dafür geschaffenen „Hühnerstall“ wurde ein Nest (Brutkasten) aufgebaut und liebevoll gestaltet. Am Tag des Einlegens der Eier in den Brustkasten waren alle Kinder sehr aufgeregt und jeder wollte sehen, was da vor sich geht. Für die Kinder ist es das Versorgen der befruchteten Eier fest in den Tagesablauf integriert, denn nur mit einlegen in den Brutkasten ist es noch nicht getan. Die Eier müssen mehrmals täglich gedreht, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur überwacht und kontrolliert werden. Nach dem Einsetzen in das „Nest“ dauert es 21 Tage, bis aus einem befruchteten Hühnerei ein Küken schlüpfen wird. Sind die Küken geschlüpft werden die Erzieherinnen zusammen mit den Kindern die Küken 1-2 Wochen versorgen, bevor diese bei anderen Hühnern ein neues Zuhause finden. Füttern, für ausreichend Wärme sorgen und den Stall sauber machen sind dann die neuen Aufgaben der Kinder. So lernen sie ganz nebenbei, was es heißt Verantwortung für ein (Haus-) Tier zu übernehmen.

Mit den verschiedenen Angeboten, die von den Erzieherinnen bereitgestellt und ausgearbeitet wurden, werden die verschiedenen Sinne der Kinder angeregt. Wie fühlt sich ein (ausgeblasenes) Ei an? Wie riecht Heu? Kitzeln Federn? Wie sieht das Hühnerfutter aus? Wie kommt das Küken aus dem Ei heraus? Bücher, Fingerspiele, Lieder, Geschichten und ein eigens dafür kreierter Eierkalender begleiten das Abenteuer „Vom Ei zum Huhn“. Auch wurde ein Riesen-Ei aus Pappmaschee geformt, aus dem die Kindern selbst „ausschlüpfen“ dürfen. Aber natürlich nicht einfach so, denn auch ein Küken muss sich den Weg aus dem Ei erst frei klopfen. Genau dieses Szenario spielen die Kindern gerne und so oft es geht nach.

Auf das Ergebnis der Aktion sind bereits alle gespannt. Jeden Tag wird das Nest beobachtet. Die Kindern können es kaum mehr erwarten, bis die 21 Tage vorbei sind und endlich ein oder mehrere Küken schlüpfen. Aber nicht nur die Kleinen sind gespannt, auch die Eltern und Geschwister sind hellauf begeistert und informieren sich täglich über den aktuellen Stand der Dinge.

Infos im Internet:

www.spielwiese-mosbach.de

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