„Seckach verbindet“ – auch in Afghanistan

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Unsere Aufnahme zeigt Joachim Bahndorf (r.) mit einem Angehörigen des Logistikbataillons 461 aus Walldürn vor dem Seckacher Ortsschild, welches seit Ende Februar im Feldlager Marmal in Mazar-i-Sahrif (Afghanistan) die Verbundenheit der Gemeinde Seckach zu den Angehörigen ihrer Patenschaftseinheit bekundet. (Foto: privat)

Seckach. (pm) Afghanistan gab in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schon oft Anlass für Schlagzeilen. Mehr als 22 Jahre lang herrschten in dem südasiatischen Land Krieg und Bürgerkrieg. Bis heute leidet Afghanistan unter den typischen Folgen wie schwere Zerstörungen, Verminung ganzer Landstriche, ethnisch motivierte Spannungen und organisierte Kriminalität.

Die International Security Assistance Force (ISAF) unterstützt die afghanische Regierung auf Basis eines UN-Mandats bei der Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit und der Menschenrechte. In dem derzeit laufenden 34. Einsatzkontingent fungiert das Logistikbataillon (LogBat) 461 aus Walldürn als Leitverband. Nicht zuletzt in Seckach wird gerade dieser Einsatz mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, denn bei der 1. Kompanie des LogBat 461 handelt es sich um die Patenschaftseinheit der Gemeinde. Ausgestattet mit einem Gruß aus der Heimat in Form einer Gemeindefahne und einem Ortsschild machten sich die Soldaten Ende Februar/ Anfang März auf den Weg nach Mazar-i-Sharif.




Weit weniger bekannt als die Bundeswehreinsätze ist allerdings das Engagement der deutschen Polizei in Afghanistan. Dementsprechend überrascht war daher auch Bürgermeister Thomas Ludwig, als er dieser Tage eine entsprechende Nachricht erhielt. Konkret handelt es sich um den Seckacher Mitbürger Joachim Bahndorf, der in Mazar-i-Sharif beim German Police Project Team (GPPT) im bilateralen Projekt zwischen Deutschland und Afghanistan beim Aufbau der Afghan National Security Forces (ANSF) als Polizeiberater und Verbindungsbeamter zur ISAF tätig ist!

Joachim Bahndorf schreibt u.a.: „Als ich so durch das größte Feldlager der Bundeswehr im Ausland, hier in Mazar-i-Sharif, lief, erkannte ich dieses Ortschild und stellte fest, das ein Zug des Logistikbataillons Walldürn seit ca. einem Monat ebenfalls in dem Feldlager ist. Und weil dieser Zug eine Patenschaft mit Seckach unterhält, haben sie unser Ortschild hier installiert! So fern von zu Hause tat es richtig gut – dieses Stück Heimat in der Wüste! Der Oberleutnant der Bundeswehr auf dem Bild ist übrigens aus Fahrenbach.“

Die Gemeinde Seckach hat sich über diese Gruß aus Afghanistan sehr gefreut und wünscht ihrem Mitbürger Joachim Bahndorf sowie allen Angehörigen des Logistikbataillons 461 weiterhin einen unproblematischen Verlauf ihres Einsatzes sowie eine gesunde Rückkehr.

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