Mai-Wanderung der KZ-Gedenkstätte

Gemeinsam zum Doppelfriedhof Binau und nach Neckargerach

Juedischer Friedhof Binau

(Foto: privat)

Neckarelz. (pm) Wo sind die Opfer der Konzentrationslager am Neckar begraben? Diese Frage wird in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz häufig gestellt. Nur wenige kennen den ehemaligen jüdischen Friedhof der Gemeinde Binau, der Eingang ist unauffällig, und es gibt kein Hinweisschild.

Im Jahr 1944/45 war der Friedhof verwaist, die jüdische Gemeinde in Binau existierte nicht mehr. Deshalb wurden die Toten der Konzentrationslager am Neckar dort in Massengräbern verscharrt, obwohl sie zu über 95 % keine Juden waren. Heute liegen der alte jüdische Friedhof und der KZ-Friedhof nebeneinander und erzählen eine Doppelgeschichte, die aus dem 18. Jahrhundert bis 1953 reicht – in diesem Jahr erhielt der Friedhof seine heutige Gestalt.




Der Verein KZ-Gedenkstätte lädt am 1. Mai zu einer Wanderung ein, die um 9 Uhr im Schulhof der Clemens-Brentano-Grundschule beginnt und insgesamt 12 km zu Fuß umfasst. Erstes Ziel ist der Friedhof in  Binau; im Dorf Binau sind auch noch Spuren der ehemaligen Kommandantur des Hauptlagers Natzweiler zu finden.

Danach geht es weiter nach Neckargerach, zum Ort des ehemaligen Konzentrationslagers zwischen Seebach und Weisbacher Straße. Dieses wurde am 27. April 1944 eröffnet, also vor fast genau 70 Jahren. Dort endet die Wanderung um ca. 13 Uhr.

Danach kann man in Neckargerach zu Mittag essen, später mit der S-Bahn nach Neckarelz zurückfahren. Treffpunkt ist um 8.45 Uhr im Schulhof der Clemens-Brentano-Grundschule; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Regenwetter fällt die Wanderung aus. 

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