Gestalter im großen Garten des Herrn

Joseph Depta feiert seinen 80. Geburtstag

Seckach. (lm) Tief im Glauben verwurzelt hegt und pflegt der versierte Landschaftsgärtner und Gartengestalter Joseph Depta, der heute in Seckach seinen 80. Geburtstag feiert, als Diakon auch den großen Garten des Herrn.

Joseph Franz Adolf Depta erblickte als Sohn des Oberschlesischen Gartenbauinspektors und Betriebsleiters Alfred Depta und dessen Ehefrau Anna-Maria am 14. Mai 1935 in Weeze (Niederrhein) das Licht der Welt. Nach der Schulzeit – zuletzt im Internat St. Benedikt in Kornelimünster bei Aachen trat er in die Fußspuren des Vaters und absolvierte sein erstes Gärtnerlehrjahr unter dessen Obhut in der Gräflich von Loe’schen Gartenverwaltung von Schloss Wissen bevor er seine Lehrzeit in der Rheinischen Lehr- und Versuchsanstalt für Gemüse-, Obst- und Gartenbau in Straelen abschloss, wo er später auch mit einem Meisterlehrgang die höhere Fachschulreife erlangte.

Ständige Weiterbildung neben der Arbeit in den Obstplantagen, Baum- und Rosenschulen Wilhelm Ley in Meckenheim bei Bonn und später in seinem einstigen Lehrbetrieb Schloss Wissen waren ihm ebenso wichtig wie seine Tätigkeit als Gruppenleiter bei den Pfadfindern und die Mitarbeit in der katholischen Landjugend. Bereits 1964 bereitete er sich dann mit dem Besuch der Deutschen Landjugendakademie Klausenhof in Dingden/Westfalen auf seine mehrjährige Tätigkeit in den Entwicklungsländern Zimbabwe und nach seiner Eheschließung mit Rita Pröll im Juni 1968 mit ihr zusammen bis 1976 in Malawi vor.

Während sein Schwerpunkt damals auf Gemüse- und Obstbau sowie Forstbaumschulen, Ackerbau und Viehzucht, Zugochsentraining, Geflügelhaltung und Forstwirtschaft lag, engagierte sich seine Frau als Meisterin der Hauswirtschaft und Erziehung und mit Erfahrung als Leiterin einer Krankenschwesternschule nun als Heimleiterin einer solchen Einrichtung. Beiden war es wichtig – für sich selbst, aber auch als Beispiel für die einheimische Bevölkerung – sich in der Freizeit überaus engagiert den Aufgaben der Kirche zu widmen.

Ob als ehrenamtliche Gartenbauberater, für die Kranken, Schwachen, Behinderten oder Alten und natürlich im Gottesdienst. Sie halfen, wo sie gebraucht wurden. Und dann führte den Jubilar während eines Deutschlandurlaubs 1972 der Weg über Diakon Hannes Kramer zum Besuch eines internationalen Gemeinwesenkurses erstmals in Richtung Diakonat.

Zurück in Deutschland wurde das Paar heimisch im Kinder- und Jugenddorf Klinge, wo Joseph Depta als Gartengestalter sein ganzes Wissen um den besonderen „grünen Daumen“ in den gesamten Außenanlagen einbrachte. Gleichzeitig wurde er als Lektor und Kommunionhelfer in der Dorfkirche beauftragt und in den Pfarrgemeinderat gewählt.

Etliche theologische und diakonische Weiterbildungen folgten bis er 1983 zum ständigen Diakon geweiht wurde. Inzwischen hatte sich das Paar entschieden, in Seckach zu bleiben und hier ein Eigenheim zu bauen.

Das Aufgabenspektrum in seiner Ausbildung und in Folge in seiner Arbeit als Diakon ist seit nahezu 20 Jahren enorm: Krankenhausseelsorger, zeitweilige Begleitung des Besuchsdienstkreises, Mitarbeit in der Pfarrei St. Kilian Osterburken, Seelsorgerliche Betreuung von fünf Seniorenheimen, Krankenbesuche und –kommunion, Predigtdienst und vieles mehr.

Und was seine gärtnerischen Aktivitäten angeht, so kümmert er sich noch immer um vier große und randvolle Gewächshäuser im eigenen Garten, wo er unter anderem etwa 800 Geranieren überwintert, von denen die ältesten aus dem Jahr 1953 stammen und tatsächlich Seltenheitswert besitzt.

Es ist anzunehmen, dass sich an seinem Ehrentag die Gratulanten die Klinke in die Hand geben. Unsere Redaktion schließt sich den zahlreichen Glückwünschen mit den besten Wünschen für die Gesundheit gerne an.

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(Foto: Liane Merkle)

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