Großeicholzheim: Für eine Stunde keine Hektik

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Konzert in der katholischen Kirche St. Laurentius

Großeicholzheim. (lm) Pfarrer Andreas Schneider traf mit seinen Dankesworten nach dem gut einstündigen Konzert mit dem Flötisten Martin Schmidt und der Organistin Eva Sassenscheidt-Monninger unter dem Motto „So um halb sechs“ in der katholischen Kirche St. Laurentius in Großeicholzheim den Nagel auf den Kopf: „Ihnen beiden ist es gelungen, uns wieder einmal zu verdeutlichen, warum die Orgel als Königin der Instrumente bekannt geworden ist“.

Obwohl die Flöte der Orgel bei diesem Konzert in nichts nachgestanden sei. Man habe während der überaus gekonnten Darbietungen die Noten förmlich schwingen sehen. Gleichzeitig habe man das gesamte vielfältige Repertoire der aufwändig sanierten Orgel kennenlernen dürfen. Ein weiteres Dankeschön richtete Pfarrer Schneider nach den Ovationen für die Künstler in der nahezu bis auf den letzten Platz besetzten Kirche, weil es ihnen gelungen sei, die Menschen für eine gute Stunde aus der Hast und der Hektik zu nehmen und ihnen mit dieser Entführung in eine andere Welt ein wunderschönes Geschenk zu machen.

So beinhaltete das kurzweilige Programm der beiden Künstler selbstverständlich Werke von Johann Sebastian Bach, aber auch von Wolfgang Amadeus Mozart, Jehan Alain, Samuel Scheidt, Johann Ludwig Krebs und Gabriel Fauré. Wie Philipp Galm als Vorsitzender des Fördervereins St. Laurentius Großeicholzheim bei seiner Begrüßung informierte, studierte Martin Schmidt an den Musikhochschulen Frankfurt/M. sowie mit Prof. Ch.  Dagnino in Metz/ F. Er ist im regionalen und überregionalen Konzertleben aktiv und initiierte u.a. die „Großeicholzheimer Tennenkonzerte“. Eva Sassenscheidt-Monninger studierte Kirchenmusik und Orgel an der Hochschule für Musik in Freiburg und legte dort das A-Examen für Kirchenmusik ab. Auch sie pflegt eine intensive Konzerttätigkeit und ist in der Region unter anderem als Leiterin verschiedener Chöre und Ensembles tätig.

Die Orgel als Hauptdarstellerin des Abends erhielt im Zeitraum vom 12. bis 30. Oktober zur Erhaltung der Funktionstüchtigkeit und klanglichen Qualität eine dringend notwendige Generalüberholung als letzten, nachgeschobenen Großabschnitt der Innensanierung der St. Laurentius-Kirche. Dabei wurde sie „im Inneren“ komplett zerlegt, entstaubt, gesäubert, Verschleißteile erneuert und die gesamte Technik (u.a. Windanlage, Spielanlage, Holz-/Metallpfeifenwerk) instandgesetzt.

Mit der Maßnahme verbunden waren ebenfalls eine Schimmelsanierung, die Reparatur des äußeren Prospekts und Gehäuses sowie die klangliche Nachintonation und Stimmung der Orgel. Und für alle hörbar, hat sich der Aufwand mehr als gelohnt. Im Anschluss an das Konzert folgten viele Besucher der Einladung von Gemeindeteam und Förderverein St. Laurentius Großeicholzheim zu einem Stehempfang in den benachbarten Gemeinderaum.

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(Foto: Liane Merkle)

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