Kita, Sozialarbeit und Beiträge im Fokus

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(Repro: Merkle)
Seckach. (lm) Entscheidungen zugunsten der jüngsten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Seckach standen im Mittelpunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung. Entsprechend gut besucht war der Zuhörerraum im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

Schulsozialarbeit an den Schulen wird fortgesetzt

Zunächst ging es um die Schulsozialarbeit an den in Trägerschaft der Gemeinde Seckach stehenden Schulen, die hier seit vielen Jahren als niedrigschwelliges Angebot der Jugendhilfe etabliert ist. Hatte sie in ihren Anfängen eher Projektcharakter an Schulen mit besonderen Unterstützungsbedarfen, ist die Schulsozialarbeit heute eine selbstverständliche Leistung der Jugendhilfe an praktisch allen öffentlichen allgemeinbildenden Schulen.

Im Sinne einer lebensweltorientierten Jugendhilfe hat die Schulsozialarbeit sowohl einen präventiven als auch einen intervenierenden Auftrag zur Förderung sozialer Kompetenzen, zum Ausgleich von Benachteiligungen und zur Unterstützung bei der Bewältigung individueller Problemlagen.

Es ist inzwischen bewiesen, dass sie nicht nur Beratungsarbeit für alle Beteiligten leistet, sondern die schulische und kulturelle Kompetenzvermittlung durch den Erwerb und das Einüben instrumenteller, sozialer und personaler Kompetenzen ergänzt.

Das erforderte gleich mehrere Entscheidungen der Räte, vor allem, weil dieses besondere Angebot trotz aller Zuschüsse nicht ganz billig ist für die Gemeinden Billigheim, Schefflenz und Seckach, die gemeinsam einen Eigenanteil von jährlich 75.800 Euro tragen müssen, davon Seckach 37.400 Euro.

Nach Abzug der Fördersummen von 16.700 Euro vom Land Baden-Württemberg über den KVJS und von 18.500 Euro vom Neckar-Odenwald-Kreis nahm das Gremium interessiert die Sachstandsberichte der vom Caritasverband gestellten Schulsozialarbeiterinnen Michaela Gress für die WRS „Schefflenztalschule“ sowie Anne Breunig für die Seckachtalschule und die Grundschule Großeicholzheim zur Kenntnis und stimmte den Verlängerungen der Verträge mit dem Caritasverband für weitere fünf Jahre Schulsozialarbeit, also bis zum Schuljahr 2030/31, zu.

Neubau der Kindertagesstätte liegt weiter im Zeitplan

Weiter ging es mit Entscheidungen zum Neubau der Kindertagesstätte im Ortsteil Seckach. Dessen gut und überaus pünktlich ausgeführte Erdarbeiten der Firma Haupt wurden am 13. Februar abgenommen und bereits abgerechnet. Gleiches gilt für den Stromanschluss durch die Netze BW.

Auch die Firma Gebr. Demirbas GmbH, die den Auftrag für die äußere Erschließung mit Schmutzwasser- und Regenwasserkanal sowie die Wasserleitung hat, ist bis auf die Erstellung des Regenrückhaltebeckens, des Drosselschachtes sowie die Asphaltierung des Teilstücks des Radwegs nach Bödigheim fertig. Diese Arbeiten werden außerhalb der Baugrube ausgeführt.

Da der entsprechende Arbeitsbereich im Rahmen der Erdarbeiten bereits aufgefüllt wurde, ist es aktuell noch zu feucht, um dort zu arbeiten. Die Arbeiten können jedoch jederzeit ausgeführt werden, da sie den Arbeitsablauf im Hochbau nicht stören. Da die Verwaltung wie immer bestrebt ist, das Optimum herauszuholen, strebt man zusammen mit dem Telefon- und Internetanschluss, der aktuell bei der Telekom nach einem Auftrag vom Juli 2025 noch immer in Planung ist, auch einen besseren Anschluss für die Seckachtalschule an.

Zum Gewerk Hochbau hat die Firma Nusser die Statik zur Prüfung an den Prüfstatiker hochgeladen und holt derzeit Angebote für die Fundamentarbeiten ein, um diese an einen Subunternehmer zu beauftragen, sobald die Baufreigabe vorliegt. Gemäß dem aktualisierten Zeitplan sollen die Leistungen der Firma Nusser bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein.

Bezüglich des Gewerks Inneneinrichtung steht Architekt und Bauleiter Nico Hofmann mit dem Kindergartenteam in Verbindung. Dabei geht es auch um die Frage, welche Einrichtungsgegenstände aus dem Bestandskindergarten übernommen werden können. Die Ausschreibung soll nach Aussage von Architekt Nico Hofmann im Mai veröffentlicht werden.

In die Planung des Architekturbüros Hofmann für die Außenanlage mit Spielgelände sollen die Kindergartenkinder mit eingebunden werden. Auf Vorschlag von Gemeinderat Ralf Barwig sollten diese Planungen anschließend auch von der Unfallkasse Baden-Württemberg überprüft werden. Parkplätze und Zuwegungen sollen bis Ende 2026 fertiggestellt werden, das Spielgelände folgt dann im Frühjahr 2027.

Weiter ist die Verwaltung mit der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland eG (BEG Bauland) im Gespräch, das Dach der neuen Kita mit PV-Modulen zu belegen. Für die Bürger besteht die Möglichkeit einer Beteiligung an der BEG Bauland, wodurch sie Miteigentümer dieser PV-Anlagen werden.

Die aktuelle Planung sieht nach Vorstellung von Bauamtsleiter Roland Bangert zum einen eine 30-kWp-Anlage mit Teileinspeisung vor, also dem Verkauf des Stroms an die Gemeinde und der Einspeisung des Überschussstroms ins Netz, und zum anderen eine 69-kWp-Anlage mit Volleinspeisung ins Stromnetz. Zudem ist ein Batteriespeicher geplant, um den Strom auch in den Abend- und Nachtstunden zum Heizen und Kühlen zu nutzen.

Da der künftige Strombedarf für den Betrieb der Kita noch nicht bekannt ist, müssen Annahmen getroffen werden, die es ermöglichen, die Vertragskonstellationen anzupassen. Das erklärte Ziel besteht darin, dass sich die Gemeinde die Kosten für die PV-Anlage spart und trotzdem einen günstigen Strombezugspreis erhält.

Dieses Modell wurde bereits 2021 auf dem Dach der Seckachtalschule mit einer Energiegenossenschaft aus Heilbronn erfolgreich umgesetzt. Nach Einwänden aus dem Gremium stellte man die Entscheidung jedoch zurück, bis eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegt, die zeigen soll, ob man die Umsetzung selbst in die Hand nimmt oder an die BEG Bauland weitergibt.

Das Gesamtvorhaben ist weiterhin im Zeitplan. Als Eigenanteil muss die Gemeinde bei Gesamtkosten in Höhe von 10.232.700 Euro noch immer 7.962.700 Euro stemmen. Außerdem stimmten die Räte der Beteiligung der Kindergartenkinder an den möglichen Planungen zu, die bei einem Termin im Kindergarten auf Grundlage vorhandener Planungen des Architekturbüros mit dem Kindergartenteam und den Kindern erörtert werden sollen.

Elternbeiträge und Betreuung werden neu kalkuliert

Größere Diskussionen erforderten auch Beratung und Beschlussfassung über die Höhe der Elternbeiträge für die kommunalen Betreuungsangebote im Schuljahr 2026/27. Die erste Voraussetzung für die Wahlform Ganztagsgrundschule war, dass bis zum Stichtag 15. März mindestens 25 Kinder dafür angemeldet sind.

Das wurde jedoch nicht erreicht. Darum bleibt die Seckachtalschule auch weiterhin eine reine Halbtagsgrundschule, und die bisherigen Angebote der Verlässlichen Grundschule und der Nachmittagsbetreuung werden beibehalten.

Unter Beachtung der Vollkostendeckung hatte die Verwaltung zahlreiche Kalkulationen unter den verschiedensten Voraussetzungen durchgerechnet. Nach einem Gespräch zwischen vier Elternbeirätinnen und Bürgermeister Ludwig konnte Rektorin Claudia Hampe von einem einheitlichen Unterrichtsbeginn um 8 Uhr und einem morgendlichen Betreuungsangebot ab 7 Uhr für das Schuljahr 2026/27 überzeugt werden. Das bewirkt, dass Klasse 1 an einem Wochentag bereits um 11.30 Uhr, Klasse 2 immer nach der fünften Stunde um 12.20 Uhr, Klasse 3 an vier Tagen um 12.20 Uhr und an einem Wochentag um 13.10 Uhr sowie Klasse 4 an drei Wochentagen um 12.20 Uhr und an zwei Wochentagen um 13.10 Uhr Schulschluss haben.

An diese neuen Schulschlusszeiten muss sich jeweils direkt das kommunale Betreuungsangebot anschließen. Die Verlässliche Grundschule endet weiterhin an allen fünf Wochentagen um 13.10 Uhr. Zu dieser Uhrzeit startet dann, wie bisher, an Montagen, Dienstagen und Donnerstagen die Nachmittagsbetreuung samt Mittagessen und endet künftig um 15 Uhr.

Da die Schulgemeinschaft auch forderte, dass die Betreuungskräfte künftig nicht mehr mit einer Aufwandsentschädigung abgespeist, sondern sozialversicherungspflichtig entlohnt werden sollen, kam man grundsätzlich zu dem Ergebnis, eine kostendeckende Kalkulation für die Betreuungsangebote nach gebuchten Betreuungsstunden durchzuführen und am Beispiel der jüngsten Elternumfrage vorzustellen.

Demnach erreichte man einen kalkulierten Stundensatz von 6,69 Euro, wenn laut Umfrage mindestens 15 Kinder von 7 bis 8 Uhr, 10 Kinder von 11.30 bis 12.20 Uhr, 25 Kinder von 12.20 bis 13.10 Uhr und 10 Kinder von 13.10 bis 16 Uhr kommunal betreut werden, also pro Jahr insgesamt 9.194,10 Stunden. Je mehr Kinder betreut werden, desto günstiger würde es werden.

Das bedeutet einen Satz von 5,59 Euro bei 11.000 bis zu einem Satz von 8,79 Euro pro Stunde bei 7.000 gebuchten Betreuungsstunden für alle Kinder im ganzen Schuljahr. Der endgültige Elternbeitrag kann erst nach Eingang der festen Anmeldungen bekannt gegeben werden.

Allein die Kalkulationen haben viel Zeit erfordert, in der ein Teil der Verwaltungsangestellten mit dieser Aufgabe befasst war. Gemeinderat Martin Müller bestätigte, dass sowohl die Verwaltung als auch die Räte den Eltern bestmöglich entgegenkommen, und bemängelte die fehlende Wertschätzung vieler Eltern für diese Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat.

Weitere Punkte aus dem Gemeinderat

Aufgrund mehrheitlicher Anfragen zu Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt von Sportplatz bis Kreisel versprach der Bürgermeister, sich um eine Verkehrsschau zu bemühen, hatte aber wenig Hoffnung, dass dem Wunsch entsprochen wird.

Die Wahl von David Ackermann zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Seckach wurde für gültig erklärt, und die Verpflichtung wird am 12. Juni stattfinden.

Die Informationen zur Haushaltsverfügung waren eingegangen, und die Haushaltssatzung sowie die Haushaltsplanung wurden genehmigt wie eingereicht, mit dem Hinweis auf die möglichen Bundes- und Landesmittel sowie der dringenden Warnung, den Kreditaufwand in den nächsten Jahren wieder zu reduzieren.

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