Schloßau: Arbeitsplatz wird Geschichte

Schloßau. (lm) Mit der Verabschiedung des vereidigten Waagmeisters Artur Benig nach über 30 Jahren in den Ruhestand ging dieser Tage eine weitere Aera traditioneller Einrichtungen zu Ende.

Was noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre, ist der modernen Technik und der allgemeinen Globalisierung zum Opfer gefallen. Im Auftrag von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und der Gemeindeverwaltung würdigte Schloßaus Ortsvorsteher Herbert Münkel die Verdienste und den pflichtbewussten Einsatz von Artur Benig als vereidigter Waagmeister für den Mudauer Ortsteil Schloßau in über drei Jahrzehnten. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er die Urkunde der Gemeinde und ein Weinpräsent. Die örtliche Viehwaage diente in der Vergangenheit zur Gewichtsermittlung von Klein – und Großvieh beim Verkauf an gewerbliche Fleischereien und bei der Übergabe von Tieren an Privathaushalte zu Hausschlachtungen.

Artur Benig hatte diese für den ländlichen Raum wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe von seinem langjährigen Vorgänger Albert Scheuermann übernommen und bis vor wenigen Jahren mit viel Einsatz und persönlichem Engagement ausgeübt. In Zeiten, als die Verkaufspreise noch am Lebendgewicht der Tiere ermittelt wurden, war der Waagmeister oft mehrmals täglich gefordert um durch seinen gedruckten Waagschein das Gewicht des Tieres amtlich zu bestätigen. Der Preis für Wägungen betrug in den letzten Jahren für Großvieh drei Euro, für Kleintiere 2,50 Euro. Die Schloßauer Viehwaage unterlag der Eichpflicht durch das Eichamt Mannheim und wurde zuletzt am 8. November 2013 überprüft.

Da in der heutigen Zeit Viehverkäufe kaufmännisch anders abgewickelt werden, hat die Schloßauer Viehwaage ausgedient und wird mit dem Gebäude abgebaut, geht also lediglich dokumentarisch als historische Einrichtung ins Archiv der Gemeinde ein.

WaaghaeusleSchlossau

Das Waaghäusel als Arbeitsplatz wird schon bald im wahrsten Sinn des Worte „Geschichte“ sein. (Foto: Liane Merkle)

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