Waldbrunn: „Sonnenblumen bringen Licht in Kinderherzen“

Kinderhospizdienst dankt für 1.200 Euro
Waldbrunn „Blumen zum Selbstpflücken“ – konnte man in den letzten Wochen auf Werbetafeln an drei großen Blumenwiesen der Familie Bier in Strümpfelbrunn lesen. Statt auf die eigenen Finanzen zu achten, verknüpfte Familie Bier diese Einladung mit der Bitte um eine Spende zugunsten des Kinderhospizdienstes Neckar-Odenwald. Und dieser Bitte sind sehr viele Menschen nachgekommen, wie sich am vergangenen Freitag im Rahmen der Spendenübergabe an die Verantwortlichen des Dienstes zeigte.

Der 1. Vorsitzende Jürgen Kriege und Christine Kretschmer, als ehrenamtliche Mitarbeiter des Kinderhospizdienstes, dürften einen symbolischer Scheck in Höhe von 1.200 Euro entgegen nehmen. Beide bedankten sich im Namen aller betroffenen Familien sehr herzlich und zeigten sich von der außergewöhnlichen Idee und dem stolzen Ergebnis überwältigt. Der Dank galt aber nicht nur den vielen unbekannten Einzelspendern, die sich mit den Blumen die Sonne und den Sommer ins Haus holten und dabei Gutes taten, sondern ging ganz besonders an die Familie Bier, deren Engagement die Hilfe für Kinder und Familien, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, erst möglich machte. Neben den familieneigenen Feldern steckte auch viel Arbeit in der Aktion, würdigte Kriege.

Jürgen Kriege stellte außerdem kurz die Arbeit des Kinderhospizdienstes im Neckar-Odenwald-Kreis vor. Leider müssten immer wieder junge Menschen allzu früh die Erfahrung machen, dass der Tod zum Leben gehöre. Der Ambulante Kinderhospizdienst begleitet Familien, in denen Eltern oder ein Kind sterbenskrank sind bis über den Tod hinaus. Besonders qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiter stehen den Betroffenen unentgeltlich zur Seite. Regelmäßige Familiennachmittagen binden auch Geschwisterkinder ein, die häufig ganz besonders von sterben und Tod belastet sind. Beim Reiten, Spielen, Malen sorgen Aufmerksamkeit und Abwechslung für einige unbeschwerte Stunden abseits von oftmals sehr schwierigen Situationen.

Darüber hinaus veranstaltet der Ambulante Kinderhospizdienst Neckar Odenwald-Kreis öffentliche Veranstaltungen zu den Themen „Kind – Krankheit , Sterben, Tod und Trauer“, vermittelt an andere Institutionen und bietet unterstützende Gespräche für alle Beteiligten an.

Namens der Gemeinde Waldbrunn zeigte sich Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Dieter Ihrig, von Idee, Durchführung und Ergebnis sehr erfreut. Im Sinne von „tue Gutes und rede darüber“, gewinne diese bisher einmalige Idee viele Nachahmer.

Abschließend war es auch der Familie Bier ein Anliegen, allen Spendern für Ihren Beitrag zu danken. Die spontane Aktion sei gut angenommen und habe die Erwartungen weit übertroffen. .


_ Unser BILD zeigt von links: Bürgermeister-Stellvertreter Heinz-Dieter Ihrig, Patrick und Kathrin Bier, 1. Vorsitzender Jürgen Kriege und Christine Kretschmer, vom Kinderhospizdienst), Pascal Bier und Simone Scholl. (Foto:

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