„Eberbach gegen Hetze“

Statements erbeten – Unabhängige und überparteiliche Initiative plant ungewöhnliche Redebeiträge

(hr) Binnen weniger Tage hat die unabhängige und überparteiliche Initiative „Eberbach gegen Hetze“ eine große Resonanz erfahren. Das Bündnis nimmt den von der AfD in der Eberbacher Stadthalle mit Beatrix von Storch und andren geplanten AfD-Wahlkampf-Auftakt in Nordbaden zum Anlass, zeitgleich am kommenden Sonntag (12.März), 18 Uhr, zu einer Kundgebung auf dem Eberbacher Leopoldsplatz aufzurufen. Angesprochen sind alle Bürgerinnen und Bürger der Zivilgesellschaft, die für Menschenrechte, Mitmenschlichkeit, Vielfalt und Toleranz und gegen Hetze ein Zeichen setzen wollen.
Die Initiatoren wollen ihre Kundgebung ausdrücklich nicht als provokative Gegenveranstaltung verstanden wissen. Vielmehr geht es ihnen darum, warnend darauf hinzuweisen, dass Hetze, Misstrauen und bösartige Unterstellungen ein Nährboden ist, auf dem nichts Gutes wachsen kann. Unzulänglichkeiten in Gesellschaft und Staat sollten nach ihrer Überzeugung eine Aufforderung sein, es besser zu machen und die Dinge nicht schlechter zu reden als sie sind. Statt auf „das Gift der Spaltung setzt „Eberbach gegen Hetze“ auf die Kraft des Miteinander“, wie es in einer Erklärung heißt.

In wenigen Tagen hat die Initiative eine große Mobilisierung für diese Idee erreicht. 1000 Flugblätter sind in der Stadt unterwegs, tausendfach wird der Aufruf in den sozialen Netzwerken geteilt. Laut Facebook haben binnen weniger Tage bereits über 200 Menschen ihre Teilnahme an der Kundgebung zugesagt. Die Initiatoren haben Ordner organisiert und stimmen sich eng mit der Polizei und der Stadtverwaltung ab. Das von der Stadtverwaltung verfügte Alkoholverbot sowie das Verbot von Glasflaschen begrüßen die Veranstalter.

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Auf der Kundgebung wird es Musik geben. Das Eberbacher Liedermacher-Duo „Sanni & Paul“ wird drei Lieder spielen und gegen Ende der kurzen Kundgeben gibt die Eberbach Band „61inch“ ein Konzert. „Wir hoffen sehr, dass Vielen den Mut haben und uns schreiben und dass Viele kommen“, so die Initiatoren. „Eberbach gegen Hetze“ hofft auch, dass alle durch ihre Anwesenheit und durch ihr Statement ein Zeichen setzen, dass intolerantes, rassistisches und ausgrenzendes Verhalten in Wort und Tat nicht belanglos ist, sondern eine Gefahr für den inneren und äußeren Frieden, gerade heute.

Für das Programm während der Kundgebung hat sich die Initiative etwas Besonderes überlegt. Es sollen keine großen Reden geschwungen. Verlesen werden soll nur die Erklärung „Eberbach gegen Hetze – für Menschenrechte, Mitmenschlichkeit, Toleranz und Vielfalt“. Außerdem soll die Zivilgesellschaft selbst zu Wort kommen. Deshalb ruft das Bündnis dazu auf, dass möglichst Viele die Frage „Ich bin gegen Hetze, weil……“ beantworten und ihre Antwort senden an eberbach-gegen-hetze@gmx.de. Die Statements sollen während der Kundgebung verlesen werden.

Ihre eigenen Statements haben einige Unterzeichner der Eberbacher Erklärung gegen Hetze bereits verfasst. So schreibt Büsra Isik schreibt: „Ich bin gegen Hetze, weil ich mir wünsche, dass meine Kinder in einem Umfeld ohne Rassismus und Ausgrenzung aufwachsen und in eine Zukunft hineinblicken können, die frei von Vorurteilen ist.“ Jan-Peter Röderer schreibt: „„Ich bin gegen Hetze, weil gerade in der heutigen Zeit interkulturelle Zusammenarbeit, Toleranz und Solidarität extrem wichtig sind und eine Politik der Ausgrenzung und Abschottung zum Zusammenbruch führt“. Charlotte Schneidewind-Hartnagel fügt hinzu: „Ich bin gegen Hetze, weil ich alles tun möchte um für uns und unsere Kinder eine freie, tolerante, friedliche und vielfältige Gesellschaft zu erhalten.“ Thomas Hartnagel sagt: „Ich bin gegen Hetze, weil Hetze dem Hass und der Angst den Weg ebnet“ und Herbert Rabl schreibt: „Ich bin gegen Hetze, weil mich ein gutes Miteinander, Vertrauen und Offenheit bereichert.“

Die Veranstalter bitten darum, möglichst viele Statements „Ich bin gegen Hetze, weil…“ zu senden an eberbach-gegen-hetze@gmx.de.

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2 Kommentare

  1. Wir haben der AfD viel zu verdanken. Die AfD hat frühzeitig vor der Masseneinwanderung von Menschen aus Afrika und Asien gewarnt. Sie stellt sich konsequent gegen den Islam, der Islam ist gefährlich. Der Islam versucht den Menschen das Selbstbestimmungsrecht zu stehlen.

    Die meisten Staaten der europäischen Gemeinschaften sind, oft aus bitterer Erfahrung, ebenfalls gegen Masseneinwanderung und Islam.

    Ich bin gerne bereit, eine Lanze für die AfD zu brechen.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

  2. @Joachim Ditko
    Ja,diese Erkenntnis ist fast in
    Gesamteuropa in den Volks-
    Vertretungen angekommen.
    Und nun auch in Deutschland.
    Das finde ich gut.

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