Nüstenbachtal – Naturperle des Landes

Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann zur Orchideenblüte im Naturschutzgebiet Nüstenbachtal


Dr. Andre Baumann mit Charlotte Schneidewind-Hartnagel. (Foto: pm)

(pm) Im jüngsten Naturschutzgebiet Baden-Württembergs, im Nüstenbachtal, begrüßte der Vorsitzende der Neckar-Odenwald-Grünen, Hans-Detlef Ott, den Umweltstaatssekretär Dr. André Baumann und die Bundestagskandidatin für Odenwald-Tauber, Charlotte Schneidewind-Hartnagel. Zahlreiche Gäste, darunter auch die Kreisrätinnen Simone Heitz und Gabriele Metzger, begleiteten den Spaziergang zur Orchideenblüte.

Die Talaue des Nüstenbachs geht über in sonnig-warme Hänge mit arten- und blumenreichen Wiesen, Halbtrocken- und Trockenrasen und wärmeliebenden Gebüschen auf Kalk- und Lössböden. 353 Pflanzenarten, 76 Vogelarten, von denen 49 hier brüten, sieben Fledermausarten, über 60 verschiedene Schmetterlinge, 19 unterschiedliche Heuschrecken und noch viele weitere Tierarten sind hier beheimatet.

Die Grünen hatten Baumann mit seiner Exkursions-Reihe „Auf dem richtigen Weg“ eingeladen und dieser ließ es sich auch als Biologe nicht nehmen, die Wildorchideenblüte im Nüstenbachtal zu erleben. Bei frühsommerlichen Temperaturen stellten sich die beiden Politiker beim Spaziergang den Fragen der Bürgerinnen und Bürger.

Beim Nüstenbachtal mit seinem großen Artenreichtum und hohen Erholungswert handele es sich nicht um eine Naturlandschaft. Das Tal sei vielmehr das Produkt jahrhundertelanger kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Die Talflanken wurden sowohl als Obstbaumwiesen als auch als Mähwiesen genutzt. Letzteres bedeute eine zweimalige Mahd im Jahr: Die eigentliche Heuernte im Frühsommer und dem sogenannten „Ohmd“, dem zweiten Schnitt im Spätsommer. Diese Nutzung führe letztendlich zu den für das Tal typischen „Magerrasen“ mit vielen Pflanzen und Tieren, auch von solchen, die anderen Orts nicht mehr vorkommen, wie der ehemalige Vorsitzende des Naturschutzbundes Deutschland Baumann feststellte.





Damit dies so bleiben konnte, gründete sich bereits im Jahr 2000 der Verein Natur- und Landschaftsschutz Nüstenbachtal e.V. „Der Verein hat Hervorragendes geleistet und den Weg zum Naturschutzgebiet geebnet. Dass wir einen solch herrlichen Spaziergang wie heute erleben dürfen, verdanken wir den engagierten Bürgerinnen und Bürgern hier in Nüstenbach“, bedankte sich Schneidewind-Hartnagel bei den anwesenden Vereinsmitgliedern. Allen voran Familie Nerger, die die Wanderung mit Infos und Bilder zur Entstehung des Naturschutzgebietes begleiteten.

„Das Nüstenbachtal hat heute in besonders schöner Weise gezeigt, warum es zu den wertvollsten Naturperlen des Landes zählt. Das erst wenige Jahre alte Naturschutzgebiet ist eine Komposition aus orchideenreichen Magerrasen, blumenbunten Mähwiesen, knorrigen Streuobstwiesen und alten Eichenwäldern. Diese Kulturlandschaft gilt es zu erhalten und es müssen diejenigen unterstützt werden, die zum Erhalt und der Pflege beitragen“, schloss der Staatssekretär im Ministerium für Klima, Umwelt und Energiewirtschaft die Veranstaltung.

Artikel teilen:

Zum Weiterlesen: