Entschied kurioser Pfiff die Partie?

Symbolbild

SV Schefflenz – VfK Diedesheim 0:1

(ck) Im Spiel gegen den VfK Diedesheim hatte die SV Schefflenz die erste gute Möglichkeit. Nach einem verunglückten Abstoß des Gästekeepers stand Jan Schüssele frei vor diesem, konnte die Situation aber nicht nutzen. Die Begegnung verlief ausgeglichen, die wenigen Möglichkeiten waren aber auf Schefflenzer Seite. So rutschte Tobias Müller frei vor dem Tor der Ball durch die Beine. Nach einem schönen Spielzug brachte Tobias Wallisch nicht genügend Druck hinter den Ball und so konnte der Gästekeeper die Möglichkeit vereiteln. Der Rest der ersten Hälfte verlief ohne weitere Höhepunkte, bis der Referee in der Nachspielzeit seinen Auftritt hatte. Nach einem Abschlag des SVS-Keepers sah er diesen außerhalb des Strafraumes und gab Freistoß für die Gäste. Diese verwandelten diesen direkt zum 0:1. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die SVS noch mehr Druck auf das gegnerische zu machen. Dies gelang allerdings nur mittelmäßig. Chancenarm verlief diese zweite Hälfte. Diedesheim stand gut und die SVS lief weiter an. Die beste Möglichkeit für den SVS hatte Anton Wanner als er am Gästekeeper scheiterte. Die Gäste kamen in der Schlussphase zu der ein oder anderen Konterchance, doch diese wurden nicht bis zur letzten Konsequenz ausgespielt. Letzten Endes entschied der kuriose Pfiff des Referees diese komplett ausgeglichene Begegnung, so die Einschätzung des einheimischen Berichterstatters.

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3 Kommentare

  1. Kurioser Pfiff entscheidet Partie?

    Armes Fußballdeutschland! Ein Spiel dauert 90 Minuten, plus Nachspielzeit.
    Ja und wieder mal war ein Schiedsrichter schuld, dass eine Mannschaft verloren hat, – klar wer sonst.
    Nun auf den Bericht eingegangen mit dem anscheinend kuriosen Pfiff.
    Bei einer schnellen Spielfortsetzung in der 44. Spielminute an der Strafraumgrenze durch den Torwart des SV Schefflenz per Handabschlag, geriet dieser ca. 50 – 70 Zentimeter mit dem Ball in der Hand außerhalb des Strafraums. Ohne zu zögern, pfiff der Schiedsrichter die Situation ab und entschied auf direkten Freistoß für VfK Diedesheim an der Strafraumgrenze. Nach Mauerstellung und Freigabe durch Pfiff wurde der Freistoß zum 0:1 verwandelt. Jetzt könnte man ja auch davon ausgehen, dass der Freistoß einfach nur schlecht verteidigt war, sagen wir aber einfach zum Schutz der Abwehrspieler, er war genial geschossen. Da die Spielzeit der 1. Halbzeit nach dem Torerfolg abgelaufen war, pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeitpause.
    Die heimischen Zuschauer aufgebracht und tobend, beschimpften den Schiedsrichter. Worte wie „Du Arschloch“ „Du Idiot“ und „Du Rindvieh“ waren dabei noch harmlos. Was hat der Schiedsrichter falsch gemacht? – eigentlich nichts.
    Regeltechnisch einwandfrei wurde die Situation durch den Schiedsrichter gelöst.
    Auch hatte der Schiedsrichter sich die Kritik gefallen lassen müssen „so etwas pfeift man doch nicht“ – „da hätte man doch auch mal ermahnen können“.
    Stellt man sich jetzt eine Situation vor, bei der ein Spieler in 50 – 70 Zentimeter strafbarer Abseitsposition steht, dann mit dem Ball auf das Tor zuläuft und ein Tor schießt und der Schiedsrichter den Spieler „nur“ ermahnt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies gefallen würde und regeltechnisch sowieso nicht vertretbar. Beide Vergehen sind um die Gleichbehandlung sicherzustellen auch gleich zu bewerten. Na-türlich ging das Spiel trotz des umsichtig leitenden Schiedsrichters für Schefflenz 0:1 verloren, und wer hat Schuld – der Schiedsrichter. Eigentlich einfach die Verantwortung weiterzugeben.
    Kurios, um nicht zu sagen respektlos, war hier leider nur das Verhalten der Zuschauer.

    Oberschiedsrichter Regdichnichtauf

    • Hallo Herr L…, bei diesem Kommentar ist deutlich zu erkennen, dass er vom leitenden Referee der Begegnung war. Eines vorab: Die Beleidigungen der Zuschauer sind nicht zu entschuldigen und der Verein wird dafür auch zahlen müssen. Aber lassen Sie sich eines gesagt sein … Ihre Entscheidung war eine im Endeffekt spielentscheidende Fehlentscheidung! Ich saß auf Höhe des Strafraumes und hatte meine Augen auf der Situation. Der Ball verließ die Hand des Torhüters deutlich innerhalb des Strafraumes. Natürlich erfolgte der Schuss des Keepers dann außerhalb. Dies vom Mittelkreis aus als „Übertreten“ zu beurteilen ist alleine schon aus der Perspektive mehr als nur fraglich. Die Gäste hatten in der kompletten Spielzeit (ausgenommen Schlussphase, als die Gastgeber „alles oder nichts“ spielten) keinen klaren Torabschluss! Insofern war die falsche Entscheidung sehr wohl spielentscheidend. Mich ärgert weniger die falsche Entscheidung, als das beharren auf Richtigkeit derer. Selbst ich beurteile die Leistung des Referees über die komplette Spielzeit als insgesamt gut, doch sollte man soviel Kritik seitens des Spielberichtes akzeptieren können. Bei ausgeglichenen Partien entscheiden Kleinigkeiten. In diesem Fall der fehlerhafte Pfiff!

  2. Spielentscheidende Fehlentscheidung? / Strafe für den Verein!

    Es ist doch völlig irrelevant von wem der Kommentar oder die Stellungnahme zur Klärung einer Situation oder wie Sie es bezeichnen „Fehlentscheidung“ geschrieben wird. Spielberichte wie in diesem Fall, wie er in der örtlichen Presse oder auch den Onlinemedien geschrieben steht, sind einseitig geschrieben und entsprechen oftmals nicht den Tatsachen. Klar ist mir auch, dass es bei Berichterstattungen schwer ist die Vereinsbrille abzusetzen. Mir geht es bei meiner Reaktion nur um Aufklärung des Sachverhalts aus Sicht des unparteiischen Schiedsrichters, ohne, wie sie es betreiben sogar persönlich mit Namenskürzel den „Übeltäter“ zu entlarven.

    Einen Schiedsrichter der dermaßen von Zuschauern angegangen wird, wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung aus Sicht des Heimvereins, ist schon merkwürdig. Die Hemmschwelle dieser Art, sinkt leider in den letzten Jahren vermehrt. Parallel hierzu sinkt die Zahl der Nachwuchsgewinnung.

    Leider können sich die Schiedsrichtervereinigungen durch die ausgesprochenen Strafen keine Schiedsrichter kaufen, so bleiben die Strafen lediglich ein Ordnungsgeld gegen die Vereine.

    Schiedsrichter sind Menschen auch diese können, und sind sie auch noch so gut ausgebildet, Fehlentscheidungen treffen. Dies will ich grundsätzlich nicht ausschließen. Aber ist dies Grund, dass sich die Schiedsrichter Woche für Woche beleidigen lassen müssen? – Sicherlich nicht!

    Alleine im Fußballkreis Buchen fehlen nahezu 100 Schiedsrichter. In den Nachbarkreisen sieht es nicht viel besser aus. Wie können wir weitere Schiedsrichter gewinnen und motivieren bei solch einem Verhalten?

    Erneut wird unterstellt, dass der Schiedsrichter die Situation aus seiner Sicht „am Mittelkreis“ nicht richtig hat einschätzen können. Die Linienzeichnungen auf dem Feld waren hervorragend deutlich. Die Position des Schiedsrichters war nicht wie beschrieben am Mittelkreis sondern ungefähr noch 10 Meter davor in der Schefflenzer Spielhälfte. Da der Schiedsrichter durch gutes Stellungsspiel, bei dem Angriff von Diedesheim bis kurz vor den Strafraum mitgelaufen war, konnte er unmöglich schon beim Abschlag am Mittelkreis stehen. Da der Unparteiische das Spiel lesen konnte und die Absicht des schnellen Konters des Torwarts erkannte, beobachtete er dann beim Rückwärtslaufen genau das Spielgeschehen an der Strafraumgrenze.

    Was war geschehen? Wie war es aus der Sicht des Schiedsrichters?:
    Der Torwart hatte bei einem zu lang geratenen Pass von Diedesheim den Ball ungefähr 2 Meter innerhalb des Strafraums im Bereich der Strafraumgrenze erlaufen und mit der Hand kontrolliert, ging dann mit dem Ball in der Hand bis zur Strafraumgrenze, während des Abwurfes aus der Hand stand er bereits mit seinem Standbein über der Strafraumlinie, schlug den Ball ab und stand nach der ganzen Aktion ca. 2 Meter außerhalb des Strafraums.
    Warum sonst, sollte ein Schiedsrichter so eine Situation so konsequent pfeifen, wenn er es nicht genau gesehen hätte.

    In der Lehrarbeit für Schiedsrichter wird gelehrt, dass nur erkennbare Regelverstöße gepfiffen werden dürfen und niemals auf Verdacht, niemand, macht so etwas aus Willkür.

    Befragen wir doch mal die Zuschauer von Diedesheim, die auf der anderen Seite des Spielfeldes auf Höhe des Strafraumes standen, wie Sie diese Situation beobachten konnten.

    Unliebsame Tatsachenentscheidungen werden leider immer ein Streitthema bleiben, die aber ohne verbale Ausschreitungen oder negativer Berichtserstattung in allen Spielklassen akzeptiert werden sollten, denn Fehler sind menschlich.
    Leider werden die Schiedsrichter, wie auch zu beobachten ist, immer häufiger nur negativ in Berichten erwähnt, oder anhand einzelnen unliebsamen Entscheidungen bewertet, oder aber pauschal positiv wie „der gut leitende Schiedsrichter hatte die faire Partie im Griff“ und dies oftmals auch nur, wenn die Mannschaft des Berichterstatters gewonnen hat.
    Ein schönes Vorteilsspiel welches zum Torerfolg führte oder ein toller verzögerter Pfiff, eine hervorragend entschiedene knappe Abseitsposition, habe ich seltenst bis noch nie gelesen.

    Wie kann bei der enorme suggestiven Wirkung der Beteiligten ein Schiedsrichter dauerhaft seinen klaren Durchblick behalten und unparteiisch souverän pfeifen?

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