Gemeinsame Aktion zum 100. AWO-Geburtstag

Symbolbild - Soziales-Senioren

AWO Geschäftsführer Peter Maurus, Lehrerin Wiebke Stölting, AWO Ehrenvorsitzender Hansjörg Seeh und die 1. Vorsitzende Gabriele Teichmann. (Foto: pm)

(pm) Ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus: Der AWO Ehrenvorsitzende Hansjörg Seeh besuchte den AWO Kreisverband Neckar-Odenwald, weil hier anlässlich des 100. Jubiläums der Arbeiterwohlfahrt ein herausragendes Projekt vorbereitet wird.

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Die AWO Baden wäre ohne ihren Ehrenvorsitzenden Hansjörg Seeh, Erster Bürgermeister a. D. der Stadt Freiburg und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, nicht dieselbe. Der agile 81-Jährige hat die Arbeit des Bezirksverbands als 1. Vorsitzender und im Präsidium des AWO Bundesverbandes gestaltet, große Bauprojekte angeschoben und die konzeptionelle Weiterentwicklung des großen Wohlfahrtsverbands betrieben.

Interessiert nahm Hansjörg Seeh auf, was sich im AWO Kreisverband Neckar-Odenwald bewegt: Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags der AWO plant das Auguste-Pattberg-Gymnasium Neckarelz auf Anregung der AWO eine großes Projekt. „Es geht um die AWO-Gründerin Marie Juchacz – mehr verraten wir noch nicht“, sagte Wiebke Stölting, Lehrerin am APG. „Die Beschäftigung mit der Person und ihrem geschichtlichen Hintergrund zeigt mir die Aktualität und die Faszination, die diese große deutsche Sozialreformerin auch auf heutige Jugendliche ausübt.“

Das Leben der Begründerin der Arbeiterwohlfahrt und Sozialdemokratin, die auch eine bedeutende Rolle in der deutschen Frauenbewegung spielte und als erste Frau in einem deutschen Parlament die Rednerbühne betrat, spiegelt die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. Dazu gehörten ihr Einsatz für Frauenrechte und für soziale Errungenschaften, die Verbesserung der staatlichen Fürsorge und die Selbstverwaltung der Arbeiter, 1919 die erste Rede im Parlament und 1933 das staatliche Verbot der Arbeiterwohlfahrt, ihre Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime und die Rückkehr nach Deutschland 1949, wo sie bis zu ihrem Tod 1956 Ehrenvorsitzende war.

Hansjörg Seeh, der Marie Juchacz persönlich erlebt hat, zeigte sich begeistert von der Idee einer modernen Umsetzung: „Sie wollte neben allen politischen Programmen den Prozess der Selbsthilfe aktivieren und hatte damit großen Erfolg“, sagte der AWO Ehrenvorsitzende. „Dieses Aufstehen gegen Ungerechtigkeit und die Solidarität mit Menschen, deren Stimme nicht gehört wird, kann unseren Jugendlichen eine Idee geben, wie man im Alltag Werte leben kann. Vor 100 Jahren wurden die Werte der sozialen Gerechtigkeit und Gleichberechtigung erkämpft, heute müssen sie bewahrt werden. Ich beglückwünsche die 1. Vorsitzende Gabriele Teichmann und den AWO Geschäftsführer Peter Maurus zur guten Projektidee und freue mich, dass aus der Idee eine Aktion vieler junger Menschen und ihrer Lehrer wird.“

Ausgiebig informierte sich der Ehrenvorsitzende vor Ort über die AWO Einrichtungen. Er besuchte die AWO Sozialpsychiatrie in Mosbach mit ihren Wohn- und Beratungsangeboten, die AWO Hausgemeinschaft Elztal für pflegebedürftige Senioren und die AWO Senioren-Wohnanlage in Diedesheim. „Erfolgreiche Einrichtungen und innovative Konzepte – die AWO Neckar-Odenwald geht einen guten Weg“, lautete das Fazit von Hansjörg Seeh.

Infos im Internet:

www.awo-now.de

© www.NOKZEIT.de


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1 Kommentar

  1. Hey,
    Leider Leider hat die AWO Mosbach und auch andere festgestellt Ende der 80er und Anfang
    der 90er das man mit hilfsbedürftigen Menschen einen Haufen Geld verdienen kann ob das jetzt gut ist oder schlecht weiß ich ehrlich gesagt nicht. Denn wenn hier einen Haufen Geld
    eingepumpt wird müsste es ja eigentlich allen besser gehen! Auf jeden fall sind die Zeiten vorbei wo sie sich noch die Büromöbel gebraucht in der DEGENO geholt haben. Es ist normal aber leider auch extrem verführerisch so das doppelte oder dreifache an Geld zu verlangen wie eigentlich gebraucht wird wer würde das nicht machen, die Sache ist leider die, der Staat traut sich hier natürlich nicht rann um Kontrolle auszuüben. Na ein
    Glück das die AWO AWO heiß und die Diakonie Diakonie und nicht irgendwie einen osteuropäisch klingenden Namen hat. Das währe verehrend. Gruß Peter
    Wie immer meine Meinung (Peter Ertl) abweichende Meinung der Redaktion möglich

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