BIGMÜG: Mülltransport schafft Tatsachen

Wie erwartet ist es nun vor Weihnachten soweit: Der Bauschutt, der vor einigen Wochen bereits auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Obrigheim durch die Freimessungsanlage gelaufen ist, wird in der laufenden Woche auf dem Gelände der Deponie Sansenhecken eingebaut werden. Es gibt Physiker, die sagen, dass dieses Vorgehen völlig unbedenklich ist. Es gibt auch aber Wissenschaftler, die eindringlich davor warnen. Wer hat Recht? Das kann ein wissenschaftlicher Laie nur schwer beurteilen. Entscheidend ist aber, dass diese Woche Tatsachen geschaffen werden, die nicht mehr umkehrbar sind!

Und ja, durch die Handlungsanleitungen, die zwischen den Kraftwerksbetreibern und den Deponiebetreibern ausgehandelt wurden, gibt es mehr Sicherheit. Die Handlungsanleitungen sind ein kleiner Erfolg, weil sie ohne den Widerstand engagierter Bürger nicht zustande gekommen wären. Sie sind NICHT das Ergebnis eines Erkenntnisprozesses bei den Deponiebetreibern, wie diese suggerieren wollen. Aber die Handlungsanleitungen haben ein Manko: Sie sind eben nur Anleitungen, keine gesetzlichen Vorgaben. Zudem braucht es wenig Fantasie, um sich vorzustellen, wie zwei Vertragspartner, die beide der Meinung sind, dass es diese Anleitungen eigentlich nicht braucht, damit umgehen.

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Weiterhin hat man Transparenz im Umgang mit den gering radioaktiven Materialien, die nun nach Buchen transportiert werden, versprochen. Aber Transparenz kann nicht nur heißen, dass man aus der Presse erfährt, in welcher Woche die Anlieferung erfolgt. Transparenz heißt auch, dass sämtliche Daten und Messergebnisse aus der Freimessung konsequent offengelegt werden. Die wenigen Bürger, die sich dafür noch interessieren, warten bis jetzt vergebens darauf. Das stört aber leider kaum einen mehr in Buchen. Also wird es wohl weiterlaufen, wie gehabt…

BIGMÜG: Arno Scheuermann, Frank Hemberger

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