Bad Rappenau: 18-Jähriger in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Kinder und Jugendliche erpresst

(ots) Seit längerer Zeit hat die Polizei die Ansammlung Jugendlicher
rund um den Bad Rappenauer Bahnhof im Blick. Unter ihnen ein
18-Jähriger, gegen den die Polizei bereits in 15 Fällen, unter
anderem wegen Verstoßes gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz
ermittelt hat.

Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei des Hauses des
Jugendrechts und des Polizeipostens Bad Rappenau wird ihm jetzt
schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und
unerlaubter Besitz einer Schusswaffe zur Last gelegt, weshalb die
Staatsanwaltschaft Heilbronn einen Haftbefehl beantragte, der am
vergangenen Freitag durch das Amtsgericht Heilbronn in Vollzug
gesetzt wurde.

Der Heranwachsende soll kurz vor Weihnachten am
Bahnhof in Bad Rappenau in der Unterführung zur Raiffeisenstraße
anlässlich der Auseinandersetzung zweier 13- und 14-jähriger Jungen
den 13-Jährigen aufgeforderte haben, seinen Widersacher zu schlagen
und zu treten und ihm hierfür seinen persönlichen Schutz zugesagt
haben. Im Nachgang der Schlägerei soll er noch im Dezember von dem
14-jährigen Opfer der Schlägerei Schutzgeld erpresst und auch
erhalten haben. Das Geld wurde von einem 13-jährigen Freund des
14-Jährigen bezahlt.

Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen,
führte der 18-Jährige an dem Tag eine Schreckschusswaffe mit sich, um
die Jungen zu verängstigen und drohte mit Gewalt gegen die gesamte
Familie des 14-Jährigen, falls der 13-Jährige nicht bezahlen würde.

Diese Fälle zeigen deutlich, dass der Bereich um den Bad Rappenauer
Bahnhof zu Recht in den Fokus der Polizei gerückt ist. „Wir werden
es nicht dulden, dass sich dort eine Szene entwickelt und Kinder und
Jugendliche erpresst und geschlagen werden und der Bereich als
Drogenumschlagplatz unter Jugendlichen angepriesen wird.

Unsere Kontrollmaßnahmen werden dort verstärkt“, kündigte der Revierführer
des Polizeireviers Eppingen, Erster Polizeihauptkommissar Fred Walko,
an.

Artikel teilen:

Zum Weiterlesen: