Vierkampf – Zu Wasser, Land und Pferd

Team Odenwald von links: Louis Timocin, Daniela Hintenlang, Kim u. Karina Kiermeier und Alea Wohlgemuth. (Foto: privat)

Junge Odenwälder Vierkämpfer schlagen sich beachtlich

(pm) Laufen, Schwimmen, Dressur- u. Springreiten – gepaart mit wahrem Sports- und Teamgeist natürlich. Wer sich an den Vierkampf wagt, muss sportlich vielseitig veranlagt sein.

Für den externen Betrachter ein wohl eher ungewohntes oder außergewöhnliches Bild:

Zwei Tage zeigten die Nachwuchsreiter aus dem Odenwald, dass Reitsport auch mehr sein kann als „nur“ auf einem Pferd zu sitzen. Am vergangenen Wochenende richtete der Reit- u. Fahrverein Rodheim-Bieber (Lahn-Dill-Kreis) die diesjährige Landes-Vierkampfmeisterschaft im Pferdesportverband Hessen aus.

Beim reiterlichen Mannschafts-Vierkampf absolvieren vier Teilnehmer/innen als Team gemeinsam 4 Teildisziplinen: 50 Meter Schwimmen im Freistil, einen 3000-Meter Geländelauf, eine A*-Mannschaftsdressur und ein A**-Stilspringen. Das Vierkampf-Reglement sieht folgende Wertung vor: Schwimmen, Laufen, Dressur und Springen im Verhältnis 1:1:3:2.

Unter Leitung von Mannschaftsführerin Daniela Hintenlang (Rimbach) entsendete der Kreisreiterbund Odenwald mit: Kim Kristin Kiermeier, Karina Kiermeier (beide RFVO Beerfelden) sowie Alea Wohlgemuth und Louis Timocin (beide PSG Eichelshof Bad König) zwar die jüngste Equipe, jedoch ein vielversprechendes und ambitioniertes „Team Odenwald“.

Als gemeinsames Team-Quartett mussten sich die 4 Reiter am ersten Wettkampftag im Mannschaftsdressurreiten auf Niveau A* dem Vergleich mit weiteren 9 starken Mannschaften aus verschiedenen Landeskreisverbänden stellen. Mit einer Gesamt-Teamwertnote von: 5,4 Punkten war der Wettkampfauftakt als eher „durchwachsen“ einzuschätzen. Hier hatten sich Pferd und Reiter wohl voll und ganz der vorherrschenden Wetterlage, stürmisch und nass, angepasst, weshalb man sich nach dieser ersten Teildisziplin zunächst auf Rang 10 einreihte.

Gerade dieser suboptimale Turnierauftakt setzte offensichtlich umso mehr Motivation und Ansporn für den am selbigen Nachmittag anstehenden 3000-Meter-Gelände-Lauf frei. Beflügelt von lautstarken Anfeuerungsrufen lieferten die Odenwälder einen furiosen Geländelauf ab. Platz 1 mit Gesamtbestzeit aller teilnehmenden Mannschaften. Grundstein hierzu legte Louis Timocin, mit einer sagenhaften Laufzeit von 10:03 Minuten kam er als Laufbester ins Ziel und setzte hiermit ein deutliches Ausrufezeichen. Hierdurch konnte das Vierkampfteam wichtige Punkte im Aufholkampf sammeln.

Der Wettkampf nahm weiter Fahrt auf nachdem am Folgetag die Odenwälder als Jüngste im Teilnehmerfeld in der Teildisziplin: Schwimmen Platz 2 nach dem Team von „Kassel (Stadt/Land)“ erreichen konnten. Eine Achterbahn der Gefühle. Zu diesem Zeitpunkt reihten sich die Odenwälder nach vorgenanntem Reglement auf Gesamtplatz 7 ein.

Zum abschließenden Einzel-Springreiten im Leistungs-Niveau A** (9 Hindernisse / Höhe 105 cm) hieß es nochmals alle Kräfte für den anspruchsvollen Parcours zu mobilisieren. Und auch hier wurden mit der 6.-besten Teamleistung ansprechende Ergebnisse erreicht.

Letztendlich kletterte das Team Odenwald mit 14424 Punkten beim Landesentscheid im reiterlichen Vierkampf in Rodheim-Bieber auf einen beachtlichen 6. Platz. Landesmeister wurde ein sog.: „Mix-Team“ aus Einzelreitern verschiedener Kreisreiterbünde, welche keine Gesamtmannschaft stellen konnten. Platz 2 ging an die Reiter vom KRB Kassel (Stadt / Land) vor dem KRB Oberhessen-Mitte.

Durch ein hervorragendes Gesamtergebnis aus allen 4 Teilbereichen konnte sich Louis Timocin in der Einzelwertung für den Sichtungskreis des PSV Hessen nominieren. Hierdurch besteht für den Odenwälder die Möglichkeit für das Land Hessen am „Bundesvierkampf 2019“ im brandenburgischen Münchehofe bei Berlin teilzunehmen.

Für den interessierten Besucher, wie auch für die Mannschaftsbegleiter, war diese Veranstaltung eine gelungene Mischung aus purer Unterhaltung im Rahmenprogramm und hoher sportlicher Qualität an den Wettkampfstätten. Vierkampf macht einfach immer wieder Freude und bietet neben der Stärkung des Team-Gedankens sowie dem sportlichen Vergleich auch die Möglichkeit neue Freundschaften zu schließen.

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