Schneidewind-Hartnagel im Bundestag

Gemeinsam mit ihren Parteifreund_innen freut sich Charlotte Schneidewind-Hartnagel (4.v.li.) über ihr Bundestagsmandat. (Foto: pm)

Odenwald-Tauber. (pm) Seit Dienstag ist es sicher – der ländliche Nordosten Baden-Württembergs bekommt wieder eine grüne Stimme im Deutschen Bundestag. Die Eberbacherin Charlotte Schneidewind-Hartnagel, die bei der letzten Bundestagswahl für den Wahlkreis Odenwald-Tauber kandidierte und Platz 15 auf der Landessliste belegte, wird für die Freiburger MdB Kerstin Andreae ins Parlament nachrücken, da diese in die Energiewirtschaft wechselt.

Mit Schneidewind-Hartnagel sitzt künftig erst die zweite grüne Vertreterin für Neckar-Odenwald- und den Main-Tauber-Kreis im Bundestag. Von 1987 – 1990 hatten die Grünen die Boxberger Bundschuh-Bäuerin Dora Flinner in den Bundestag nach Bonn entsandt.

„Wir freuen uns riesig darüber“, so Amelie Pfeiffer und Hans-Detlef Ott, die Vorsitzenden der Neckar-Odenwald-Grünen, „dass unser Wahlkreis nach einer 28 Jahre langen Durststrecke endlich wieder auch durch eine grüne Abgeordnete in Berlin vertreten wird“. Eine direkte Ansprechpartnerin in der Bundespolitik zu haben sei für die Grünen im Landkreis eine große Unterstützung. Vorstand und Kreistagsfraktion ließen es sich nicht nehmen Charlotte Schneidewind-Hartnagel persönlich zu ihrem künftigen Mandat zu gratulieren, das sie im November übernehmen wird.

„Charlotte Schneidewind- Hartnagel geht es darum“, so die Fraktionsvorsitzende der grünen Kreistagsfraktion Simone Heitz, „Natur und das Klima konsequent zu schützen, die Lebensgrundlagen für uns Menschen zu erhalten und die Schöpfung zu bewahren“. Ihr ginge es um den verträglichen, aber konsequenten Umbau hin zu einer ressourcenschonenden Produktions- und Lebensweise, zu ökologischer Landwirtschaft, neuen Mobilitätskonzepten und sozialer Gerechtigkeit. Amelie Pfeiffer ergänzte, dass die Region Odenwald-Tauber, die von Handwerk und Mittelstand geprägt sei, deren Landwirtschaft von Familienbetrieben bewirtschaftet wird, sich aktuell als Biomusterregion auf den Weg gemacht habe.

Eine Bundestagsabgeordnete, die wisse dass lokale Wirtschaft und Landwirtschaft eng mit dem Tourismus verknüpft sei und gerade deshalb Chancen für nachhaltiges Handeln biete, sei von höchster Bedeutung.

Hans-Detlef Ott führte an, dass Charlotte Schneidewind- Hartnagel aus ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete die Gesundheitseinrichtungen im Neckar-Odenwald-Kreis gut kenne und für wohnortnahe Gesundheitsversorgung kämpfe. Auch die wichtigen Ausbildungsstandorte, wie die Duale Hochschule und vieles mehr, lägen der Politikerin sehr am Herzen.

Darüber hinaus wisse sie um den Wert des Mittelstands und um die „Hidden Champions“ in Odenwald-Tauber.

Die designierte Abgeordnete bekräftigte: „In einer intakten Umwelt gut und sicher leben und arbeiten, das für alle Menschen möglich zu machen, dafür will ich Politik machen, damit in der Region Odenwald-Tauber gleichwertige Lebensverhältnisse garantiert bleiben und auch zukünftig vielfältige Lebensentwürfe möglich sind!“

Charlotte Schneidewind-Hartnagel ist die aktuell Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg, der kürzlich sein 50-jähriges Bestehen und 100 Jahre Frauenwahlrecht feierte.

Momentan beginnt die Suche nach einem geeigneten Wahlkreisbüro. Nach Übernahme des Mandats steht sie den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartnerin im Wahlkreis Odenwald-Tauber zur Verfügung.

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