Arbeitsmarkt hält sich stabil

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## Arbeitslosenzahlen sinken im September bei allen Personengruppen – Blickpunkt: Frauen als Fach- und Führungskräfte (wieder-)gewinnen und halten

(pm) Im September ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim gesunken. Insgesamt sind 9.307 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 487 Arbeitslose weniger (Minus 5,0 Prozent) als im Vormonat, 211 mehr als im September 2018 (Plus 2,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Prozent auf 2,7 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent (Minus 0,1 Prozent).

„Wie üblich nach dem Ende der Schul- und Betriebsferien ist die Arbeitslosigkeit wieder zurückgegangen. Erfreulicherweise bei allen Personengruppen, wobei es den stärksten Rückgang erwartungsgemäß bei den unter 25-Jährigen gibt, die nach Ausbildung, Studium oder Schule beruflich einsteigen“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

„Trotz des konjunkturellen Gegenwinds hält sich der Arbeitsmarkt stabil, die Arbeitgeber sind jedoch mit Neueinstellungen zurückhaltender und warten ab“, führt Karin Käppel mit Blick auf die Entwicklung des Stellenmarktes an.

So wurden im September 1.313 neue Stellenangebote gemeldet, 598 weniger als im Vormonat (Minus 31,3 Prozent), 314 (Minus 19,3 Prozent) weniger als im September 2018. Insgesamt waren 7.782 offene Stellenangebote gemeldet, 80 weniger (Minus 1,0 Prozent) als im Vormonat, 556 (Minus 6,7 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

Die Suche nach geeigneten Fachkräften ist eine große Herausforderung für die Firmen. „Die Potenziale der Frauen als wichtige Triebfedern der Wirtschaft und Gesellschaft dürfen dabei nicht verschenkt werden“, betont die Agenturleiterin. So gilt es, familienorientierte Personalpolitik praktisch zu leben und Wege zum beruflichen Wiedereinstieg weiter zu öffnen. „Wir setzen an beiden Seiten an: so bieten wir beispielsweise Arbeitgebern eine spezielle Arbeitsmarktberatung an, in der wir Ideen und Lösungsansätze zur Personalgewinnung, -bindung und -weiterbildung entwickeln und Fördermöglichkeiten aufzeigen. Auf der anderen Seite haben wir umfangreiche und niederschwellige Beratungsangebote, themenbezogene Veranstaltungen und Unterstützungsangebote für Frauen und Männer, die nach der Familienphase wieder einsteigen möchten“, führt Karin Käppel an.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent). Es wurden im September 3.082 Arbeitslose gezählt, 222 oder 6,7 Prozent weniger als im August und 19 (Minus 0,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. 1.017 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.221 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 458 Stellenangebote gemeldet (September 2018: 539), 251 oder 35,4 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.567; 3,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Es wurden im September 1.645 Arbeitslose gezählt, 86 weniger als im August und 158 mehr als im Vorjahresmonat. 412 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 501 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 200 Stellenangebote gemeldet (September 2018: 288), 129 oder 39,2 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.327; 20,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Im September waren 2.034 Menschen arbeitslos gemeldet, 66 weniger als im Vormonat und 62 mehr als im September 2018. 743 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 806 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 500 Stellenangebote gemeldet (September 2018: 495). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.670; 0,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,1 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent). Es waren im September 2.546 Menschen arbeitslos gemeldet, 113 weniger als im Vormonat, zehn mehr als im September 2018. 738 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 852 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 155 Stellenangebote gemeldet (September 2018: 305). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.218; 8,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.020 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.287. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 43,2 Prozent.

Von den 3.082 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.364 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (August 2019: 1.416). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1.718 Arbeitslose (August 2019: 1.888).

Von den 1.645 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 655 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (August 2019: 675). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 990 Arbeitslose (August 2019: 1.056).

Von den 2.034 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 830 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (August 2019: 874). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.204 Arbeitslose registriert (August 2019: 1.226).

Von den 2.546 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1.171 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (August 2019: 1.168). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1.375 Arbeitslose (August 2019: 1.491).

Der Ausbildungsmarkt

In vielen Branchen haben es Arbeitgeber schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

„Manche bekommen keine einzige Bewerbung“, so Karin Käppel.
In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der unbesetzten Stellen laut dem „Ländermonitor Berufliche Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung von 2009 auf 2018 mehr als verdreifacht. Ende August waren noch 1.732 unbesetzte Berufsausbildungsstellen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim gemeldet. Auf einen Bewerber kamen 1,63 betriebliche Ausbildungsstellen. Und trotzdem gab es zu diesem Zeitpunkt 616 Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten. Es gibt viele Gründe, warum Betriebe und Jugendliche nicht zusammenkommen.

Ein Grund dafür ist, dass die Berufswünsche, aber auch die Fähigkeiten der Bewerber nicht immer zu den angebotenen Stellen passen. „Die vielen Möglichkeiten und sehr guten Chancen, die Jugendliche heute haben, machen die Berufswahl nicht unbedingt leichter. Deshalb setzen wir auf möglichst frühzeitige Information über Schule und Beruf“, erklärt Karin Käppel. Seit diesem Schuljahr gehen die Berufsberater früher und öfter an die Schulen.

Auch für Unternehmen gibt es Angebote. „Wir laden am 23. Oktober zum Business Talk nach Tauberbischofsheim ein. Wir werden zeigen, wie Unternehmen junge Fachkräfte der Generationen Y und Z finden, fördern und an sich binden können“, so die Agenturleiterin.

Während die Agentur für Arbeit jetzt noch freie Ausbildungsstellen für dieses Jahr anbieten kann, läuft auch die Beratung und Vermittlung für den Ausbildungsstart 2020 auf Hochtouren. „Für Schüler, die nächstes ihren Abschluss machen, ist es jetzt allerhöchste Zeit, zur Berufsberatung zu kommen“, betont Karin Käppel.
Die Abschlussbilanz des Ausbildungsjahres 2019 zieht die Agentur für Arbeit Anfang November.

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