Fußball nachhaltig und umweltfreundlich

Symbolbild

Fußball ist das Deutschen liebste Hobby. Egal ob der lokale Fußballplatz im kleinen Dorf oder die großen Fußballarenen der Bundesligaclubs – jedes Wochenende strömen Hunderttausende Fußballinteressierte zu den Spielen der unterschiedlichen Fußballligen. Da die großen Fußballclubs eine Vorbildfunktion ausüben und wegen der großen Masse an Fans, welche die Spiele verfolgen, viele Ressourcen verbrauchen, denken immer mehr Vereine um und versuchen, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu wirtschaften. Wie dies funktionieren kann, zeigt der englische Viertligist Forest Green Rovers.

Die „Waldgrünen“ haben ihren Namen zum Programm gemacht und sind heute der weltweit erste CO₂-neutrale Profifußballclub der Welt. Hierfür wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Ausstoß des so klimaschädigenden Kohlenstoffdioxids zu vermeiden. So wird im Stadion nicht die traditionelle Wurst im Brötchen verkauft, sondern es gibt nur vegane Speisen, die in der Herstellung und Beschaffung deutlich umweltfreundlicher als Fleischprodukte sind. Zudem sind die Fanshirts rein aus nachhaltigen Rohstoffen gefertigt. Der grüne Rasen, der heute bei Profivereinen heute ein Verbundstoff aus organischen Gras und Plastik ist, ist rein organisch. Zuletzt wird das Stadion mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Hierfür sind auf dem Stadiondach, aber auch rund um die mehr als 5.000 Zuschauer fassende Arena Solarpaneele angebracht. Der Rasen wird nur von einem solargetriebenen Roboter gemäht und das Regenwasser, welches das Grün aufnimmt, wird weiterverwendet.

Das Umsetzen solcher Maßnahmen ist natürlich weder einfach noch günstig. Doch tragen die umweltfreundlichen Veränderungen, die von Besitzer und Ökostrom-Tycoon Dale Vince schon Früchte. Der Verein gewann schon diverse Preise und dient heute vielen Clubs als Vorbild.

Als der in Gloucestershire beheimatete Fußballverein 2010 finanzielle Probleme hatte, wollte Dale Vince nur finanziell helfen, merkte aber früh, dass eine einfache Finanzspritze nur kurzfristig helfen würde. So übernahm er die Verantwortung von Forrest Green und brachte direkt seine nachhaltige und umweltfreundliche Einstellung mit in den Club. So hat sich der aktuelle Tabellenführer der League Two nicht nur finanziell erholt, sondern weltweit einen Namen für den nachhaltigen Ansatz gemacht.

Natürlich handelt es sich um einen kleinen Profiverein, der nicht sehr viele Zuschauer anlockt und so solche Maßnahmen einfacher umsetzen kann, doch können sich auch die großen Clubs von Forrest Green eine Scheibe abschneiden und einige Ansätze für sich aufnehmen. Es gilt in erster Linie, den großen Bedarf an Elektrizität durch grünen Strom bereitzustellen und die vielen Tonnen Plastikmüll, die jeden Spieltag anfallen, zu reduzieren. Hier muss man natürlich die Verantwortlichen bei den Vereinen in die Pflicht nehmen. Einige fangen schon an umzudenken. So setzen immer mehr Proficlubs in Deutschland auf Mehrwegbecher im Stadion. Diese sind zwar auch aus Plastik, doch können sie mehrfach verwendet werden und landen nicht direkt auf dem Müll. Auch der Anteil des Ökostroms am Verbrauch der Vereine steigt stetig.

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