Brunnenbohranlage auf dem Weg nach Peru

Brunnenbohranlage auf dem Weg nach Peru
Brunnenbohranlage auf dem Weg nach Peru

(Foto: pm)
Seckach.(pm) „1800 Arbeitsstunden wurden von acht freiwilligen Helfern geleistet, mehr als 200 Hydraulikschläuche und zahlreiche Verschleißteile komplett ausgetauscht, und nun steht sie generalüberholt für Peru bereit – die Brunnenbohrmaschine des Typs Nordmeyer DSB 1/5“, berichtet Bernhard Heilig, der Gründer des Förderkreises Leben braucht Wasser e. V. Die Erleichterung über die Fertigstellung des Projekts ist ihm deutlich anzumerken.

Die bisherige Bohranlage war in Peru aufgrund des extrem harten Untergrunds an ihre Leistungsgrenze gestoßen. Häufige Defekte und unwirtschaftlich hohe Reparaturkosten waren die Folge. Der Kauf einer neuen Bohranlage überstieg die finanziellen Möglichkeiten des gemeinnützigen Vereins, sodass man sich für den Kauf einer gebrauchten, 30 Jahre alten Anlage zum Preis von 40.000 Euro entschloss.

Mit dieser runderneuerten Maschine ist es dem Verein künftig möglich, Brunnen bis zu einer Tiefe von 150 Metern zu bohren und damit die langfristige Trinkwasserversorgung der lokalen Bevölkerung in Peru zu sichern. „Viele Menschen in den Projektregionen leben ohne gesicherte Wasserversorgung und warten sehnsüchtig auf einen verlässlichen Trinkwasserbrunnen“, betont Heilig. „Mit dieser leistungsstarken Anlage können wir nun endlich im harten Gestein dauerhaft helfen.“

Hilfe zur Selbsthilfe durch gemeinsames Engagement

Hilfe zur Selbsthilfe, verbunden mit einem technischen Kraftakt durch ein Firmennetzwerk, ermöglichte es dem Förderkreis, die Brunnenbohrmaschine für den anspruchsvollen Einsatz in Südamerika vorzubereiten. Denn es war eine vollständige Instandsetzung notwendig.

Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ formierte sich ein Bündnis aus Industrie- und Handwerksbetrieben, die das Projekt durch Sachspenden, Know-how und kostenfreie Dienstleistungen maßgeblich unterstützten. So stellte die Firma Scharfenstein aus Neckargerach eine Montagehalle inklusive Krananlage zur Verfügung. Die Federführung der komplexen Hydraulikmontage übernahm die Firma Harms Hydraulik aus Neckarsulm unter der Leitung von Simon Fell.

Zahlreiche Unternehmen unterstützen die Instandsetzung

An der aufwendigen Konstruktion und Beschaffung der benötigten Ersatz- und Verschleißteile beteiligten sich zahlreiche Fachunternehmen: Pro3 Tech-Consult GmbH aus Neckargerach, KKI und AZO aus Osterburken, Manfred Merklinger aus Buchen, Nordmeyer Technologies GmbH aus Salzgitter, Zipp Industries GmbH & Co. KG aus Bochum, Spibo Spielhoff Werkzeuge GmbH aus Castrop-Rauxel und Minroc Bohrausrüstungen GmbH aus Groß-Umstadt.

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