»Jährlich 75 Landärzte gewinnen«

(Foto: Ministerium]

»Landarztquote wird die Gesundheitsversorgung im Ländlichen Raum auf Dauer stärken«

Mosbach.  (pm) Das Landarztsterben ist auch im Neckar-Odenwald-Kreis seit Jahren ein Thema. Praxisschließungen aus Altersgründen oder Zusammenschlüsse von Praxen sind keine Seltenheit, örtlich führt dies zu großen Lücken in der ärztlichen Nahversorgung. Für junge Ärzte scheint ihre Berufung längst nicht mehr auf dem Land zu liegen. Dagegen hat die Landesregierung von Baden-Württemberg auf Initiative der CDU nun ein Rezept gefunden.

„Mit der Landarztquote hat die CDU-Fraktion eine wichtige Forderung zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in unterversorgten Gebieten durchsetzen können, dies kommt der Attraktivität des ländlichen Raums auf Dauer spürbar zugute“, freute sich der CDU-Landtagsabgeordnete und Minister für den Ländlichen Raum Peter Hauk bei der jüngsten CDU-Kreisvorstandssitzung in Mosbach. Zukünftig werden 75 Medizinstudienplätze jährlich an Studentinnen und Studenten vergeben, die sich verpflichten, nach ihrem Studium zehn Jahre in unterversorgten Regionen zu arbeiten. „Mit dieser Formel soll es gelingen Jahr für Jahr 75 neue Landärzte für Baden-Württemberg zu gewinnen, damit können wir den Ärztemangel wirksam und verbindlich bekämpfen“, so Hauk. Die CDU wollte ursprünglich mindestens 150 Studienplätze jährlich so vergeben, musste allerdings wegen des Widerstands der Grünen einen Kompromiss mit 75 eingehen. „Ein Anfang ist gemacht“, meinte Peter Hauk.

Die Quote geht nicht zu Lasten der übrigen Ärzteversorgung, denn die Gesamtzahl der Medizinstudienplätze im Land wird parallel zur Einführung der Landarztquote um 10 Prozent erhöht. Erste positive Ergebnisse zeigt die Einführung der Landarztquote bereits in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Er sei sich sicher, dass auch Baden-Württemberg und der Neckar-Odenwald-Kreis davon profitieren wird, so der CDU Politiker.

Wichtige Weichenstellungen für die nächsten Jahrzehnte konnte die CDU in der gemeinsamen Regierung aber auch bei den Kommunalfinanzen erzielen. Erstmals in der Geschichte Baden-Württembergs ist es gelungen, einen Einstieg in die Verteilung der kommunalen Finanzmasse nicht nur den Einwohnern, sondern auch der Fläche nach vorzunehmen.

Beide Themen, Landarztquote und Flächenfaktor, zeigen die deutliche Handschrift der CDU in der gemeinsamen Regierung. „Die Bürger gerade im ländlichen Raum profitieren von der Regierungsbeteiligung der CDU“, sagte der Landtagsabgeordnete und Minister Peter Hauk abschließend.

Werbeanzeigen

Artikel teilen:


Zum Weiterlesen: